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Fußball

WM-Qualifikation 2026 - Italien blamiert sich erneut: Alles muss in Frage gestellt werden - ein Kommentar

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von Julian Huter

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Videoclip • 01:22 Min


Italien verpasst auch die WM 2026 - die dritte Weltmeisterschaft in Folge. Ein Trainerwechsel allein wird die tiefgreifenden Probleme nicht lösen. Ein Kommentar.

Von Julian Huter

Italien ist raus. Schon wieder. Und langsam gehen selbst die passenden Worte für diese Blamage aus. Eine Weltmeisterschaft mit Curacao oder Kap Verde - aber ohne den viermaligen Titelträger. Einmal kann man scheitern. Zweimal ist ein Trauma. Dreimal ist ein Offenbarungseid.

Denn wer drei WM-Endrunden in Serie verpasst, hat kein Pech. Er hat ein Problem - und zwar nicht nur auf der Trainerbank, nicht nur in einem K.o.-Spiel, nicht nur in einer unglücklichen Nacht. Sondern im gesamten System. Alles muss bei Deutschlands einstigem Angstgegner in Frage gestellt werden.

Italien lebt noch immer vom Mythos seiner Vergangenheit. Von Weltmeistertiteln, von legendären Turnierabenden, von der Aura einer großen Fußball-Nation.

Nur: Dieser Mythos gewinnt keine Playoff-Spiele. Keine Zweikämpfe. Keine Nervenkriege unter Druck.

Die Wahrheit ist viel härter. Italien ist längst nicht mehr die Turniermacht, für die es sich selbst noch hält. Der EM-Titel 2021 – angeführt von vergangenen Legenden - hat das überdeckt. Mehr nicht.

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Denn wirklich große Mannschaften tragen Druck nicht wie eine Last. Sie wachsen daran. Die deutschen Fans können ein Lied davon singen. Gegen Italien wollte man nie in einem K.o.-Spiel ran – selbst wenn sie vorher mehr durchs Turnier gerumpelt sind. Doch dieser Mythos ist endgültig zerbrochen.

Italien wirkt seit Jahren wie ein Team, das schon vor dem Anpfiff mit der Angst kämpft, wieder zu scheitern. Genau das ist der eigentliche Absturz.

Auch erfahrene Stars wie Gianluigi Donnarumma oder Alessandro Bastoni sind aktuell nicht in der Lage voranzugehen. Im Gegenteil.

Natürlich wird jetzt wieder der Trainer in Frage gestellt. Das ist bequem. Vielleicht sogar teilweise berechtigt. Aber diesmal wäre es zu billig, alles an einer Person festzumachen. Wenn ein Land mit dieser Fußballgeschichte dreimal nacheinander an der WM vorbeischrammt, dann sitzt das Problem tiefer. Ein Sprichwort besagt, dass man manchmal erst ganz unten ankommen muss, bevor es besser wird. Dort ist Italien spätestens jetzt angekommen.

Und die größte Blamage daran ist: Sie kommt nicht einmal überraschend.

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