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WM

DFB-Team: Erkenntnisse aus dem Sieg gegen Finnland - Karl setzt Ausrufezeichen

Veröffentlicht:

von Tobias Hlusiak

ran Fußball

DFB-Team - Lennart Karl klärt auf: Darum trugen alle pinke Schuhe

Videoclip • 02:43 Min


Die deutsche Mannschaft feiert einen überzeugenden Sieg gegen Finnland. Das Spiel liefert dem Bundestrainer wichtige Erkenntnisse. ran fasst sie zusammen.

Aus Mainz berichtet Tobias Hlusiak

Am Ende stand ein überzeugender Sieg.

Vier Tore schenkte die deutsche Nationalmannschaft völlig harmlosen Finnen ein und sorgte so für Zuversicht bei Fans und Beobachtern.

Auch Julian Nagelsmann durfte zurecht zufrieden bilanzieren: "Es war wichtig, sich jetzt gut aus Deutschland zu verabschieden, nochmal ein paar Tore zu erzielen und die Fans mitzunehmen. Ich habe sehr viele gute Dinge gesehen."

Welche Erkenntnisse aber gewann der Bundestrainer genau?

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DFB-Elf: Lennart Karl kann schon eine Hauptrolle spielen

Lennart Karl hat im Dreikampf um die noch offene Position auf Rechtsaußen gegen Leroy Sane und Jamie Leweling den ersten Stich gesetzt.

Und was für einen...

Das Bayern-Juwel zog gegen die Finnen groß auf, war an fast jeder gefährlichen Situation beteiligt und spielte, als sei er zum xten Male Teil einer DFB-Startelf.

Tatsächlich aber war es für den 18-Jährigen der erste Einsatz von Beginn an, sein dritter überhaupt.

Auf Karls beeindruckende Spielfreude, seine Kreativität und (Handlungs-)Schnelligkeit wird der Bundestrainer in naher Zukunft kaum verzichten wollen.

"Ich versuche immer Vollgas zu geben, mir nichts zu scheißen und meinen Spielwitz aus der Jugend mitzunehmen", erklärte der Jungstar selbst sein Spiel.

Zwar steht am kommenden Samstag noch ein letzter Test gegen die USA auf dem Programm, der Platz auf Rechtsaußen scheint aber fürs Erste vergeben zu sein.

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DFB-Elf: Knatsch um Deniz Undav hat keine Spuren hinterlassen

"Wenn du zwei Tore machst und dann noch einen vorlegst, dann spielst du dich nie aus der Mannschaft. Ich habe es schon oft gesagt: Wir brauchen Spieler, die die Dinger auch über die Linie drücken. Das hat er heute wieder sehr, sehr gut gemacht."

Diese warmen Worte des Bundestrainers wird Deniz Undav wohlwollend registriert haben.

Am Ende jedenfalls verließ der Stürmer vom VfB Stuttgart das Stadion in Mainz hochzufrieden.

Eine "Zehn von Zehn" sei dieser Abend gewesen, strahlte er. Bei der WM wie auch in der Vorbereitung müsse aber "der Trainer über meine Einsätze entscheiden". Er selbst könne "nur versuchen, meinen Job zu erledigen."

Den machte der 29-Jährige auch gegen Finnland ganz hervorragend und bewies damit, dass bei ihm nichts hängengeblieben ist von den Unstimmigkeiten, die rund um die Länderspiele im März die Schlagzeilen bestimmt hatten.

Und weil Nagelsmann das offenbar genauso sieht, darf sich Deutschland beim Weltturnier in den USA auf einen hochmotivierten 1b-Mittelstürmer in Topform freuen.

Sollte Kai Havertz, der als Platzhirsch anreist, zucken, ist Undav zur Stelle.

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DFB-Elf: Die Mannschaft muss sich an den Plan halten

Zwei derart positive Personalien und das deutliche Ergebnis können leicht darüber hinwegtäuschen, dass auch gegen Finnland noch nicht alles grundlegend positiv war.

Die zwanzig Minuten vor dem Führungstor zeigten, was passiert, wenn sich die Mannschaft vom eigenen Spiel abbringen lässt.

Nach einer schwungvollen Anfangsphase voller Kurzpass-Staffetten und gutem Gegenpressing, nahm man den Fuß vom Gas und ließ das Spiel ein wenig dahingleiten.

"Insgesamt können wir noch mehr an unsere Stärken glauben und müssen nicht so schnell ungeduldig werden. Jetzt beim Turnier wollen wir Step by Step gehen", befand Nagelsmann hinterher.

Der Bundestrainer hat eine homogene Mannschaft mit jeder Menge Potential zusammengestellt. Wenn sie die eigenen Automatismen pflegt, kann sie auch für die absoluten WM-Favoriten gefährlich werden.

Zu lange Halbgas-Phasen sollte sie aber vermeiden.

DFB-Elf: WM-Stimmung wächst wie ein zartes Pflänzchen

Lamgsam aber sicher wächst die Zuversicht rund um das DFB-Team.

Sowohl beim Spiel gegen Finnland als auch am Montag beim Mini-Test-Kick der beiden "B-Teams" war Vorfreude zu spüren.

Bis man von Euphorie sprechen kann, muss in den kommenden 14 Tagen bis zum ersten Spiel noch die ein oder andere positive Meldung hinzukommen.

Der Auftakt in die heiße Vorbereitung ist aber in jedem Fall gelungen.

Auch interessant: Kommentar: Nagelsmanns Worte müssen mit Leben gefüllt werden

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