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Jürgen Klopp ist Bundestrainer: Mit der DFB-Trumpfkarte muss es jetzt klappen - Kommentar

Veröffentlicht:

von Christian Stüwe

ran Fußball

Deutsche Fans im Rausch nach Klopp-Verkündung: "Ich werd bekloppt!"

Videoclip • 01:34 Min


Jürgen Klopp ist neuer Bundestrainer. Er ist die perfekte Lösung für die Nachfolge von Julian Nagelsmann. Alle Probleme des deutschen Fußballs wird er trotzdem nicht im Handumdrehen lösen können. Sollte auch ihm die Kehrtwende nicht gelingen, wäre das vor allem für den DFB fatal. Ein Kommentar.

Jürgen Klopp ist als neuer Bundestrainer vorgestellt worden.

Der 59-Jährige ist die perfekte Lösung für den DFB, die ultimative Trumpfkarte für den massiv in die Kritik geratenen Verband.

Neben Pep Guardiola war Klopp in den vergangenen 20 Jahren der prägendste Trainer im Fußball, er genießt höchstes Ansehen weltweit. Er kann Menschen mit seiner Art und mit seinem Fußball begeistern.

Dass "Kloppo" den Job annimmt, kann grundsätzlich als gutes Zeichen für den deutschen Fußball gewertet werden. Der studierte Sportwissenschaftler hat ein Auge für Spieler und die Zusammenstellung von Mannschaften.

Offensichtlich hält er es mit den ihm perspektivisch zur Verfügung stehenden Akteuren für möglich, die Kehrtwende zu schaffen - sonst hätte er den Job wohl nicht angenommen.

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DFB-Team: Flick und Nagelsmann galten als Idealbesetzung

Allerdings wird auch Klopp nicht alle Probleme des deutschen Fußballs und des DFB schlagartig mit seiner bloßen Präsenz beheben können. Als TV-Experte forderte Klopp bereits Veränderungen in der Ausbildung von Nachwuchsfußballern ab der U10 ein. Bis diese für das DFB-Team Früchte tragen, werden Jahre vergehen.

Die kurzfristig größte Herausforderung wird es sein, die Unruhe zu beenden, die die DFB-Elf bei den jüngsten Turnieren umgab und die zum Scheitern seiner Vorgänger Hansi Flick und Julian Nagelsmann nicht unerheblich beitrug. Beide galten bei ihrer Verpflichtung als Idealbesetzung, der DFB schüttelte mit ihnen jeweils ein Ass aus dem Ärmel, um bei den Kartenspielvergleichen zu bleiben.

Doch sowohl Flick als auch Nagelsmann scheiterten auch an dem Druck, den der DFB nicht von ihnen fernhalten konnte, und an den zahlreichen Nebenkriegsschauplätzen. Im Fall von Flick, der längst wieder sehr erfolgreich beim FC Barcelona arbeitet, ließ es der Verband auch noch zu, dass der Trainer anschließend in einer TV-Dokumentation vorgeführt wurde (Stichwort Graugänse).

Nun spielt der DFB mit Jürgen Klopp seine ultimative Trumpfkarte aus - diese muss jetzt aber auch stechen.

Denn sollte auch Klopp die Kehrtwende nicht gelingen, steht der DFB ziemlich blank da. Ein noch größerer Name wird jedenfalls nicht zu finden sein.

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