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WM 2026: DFB-Legenden Lothar Matthäus und Philipp Lahm kritisieren Julian Nagelsmann

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von ran.de

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Videoclip • 02:10 Min


Julian Nagelsmann erntet für seine Verschiebung der Bekanntgabe des WM-Kaders Kritik von den DFB-Legenden Lothar Matthäus und Philipp Lahm. Die ehemaligen Kapitäne der Nationalmannschaft stört der Zeitpunkt kurz vor dem DFB-Pokal-Finale.

Vor der Bekanntgabe des deutschen WM-Kaders durch Bundestrainer Julian Nagelsmann am Donnerstag gibt es Kritik am gewählten Termin – und zwar von zwei prominenten Ex-Kapitänen der Nationalmannschaft: Lothar Matthäus und Philipp Lahm halten die Verschiebung der Nominierung vom 12. auf den 21. Mai für problematisch.

Nagelsmann will seinen 26-Mann-Kader für die WM in den USA, Mexiko und Kanada zuvor persönlich informieren und sprach im "ZDF" von insgesamt "62 Telefonaten".

Das Timing stößt bei Matthäus und Lahm aber auf Unverständnis – vor allem mit Blick auf das DFB-Pokalfinale zwei Tage später zwischen dem VfB Stuttgart und FC Bayern München (Samstag ab 20:00 Uhr im Liveticker).

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Philipp Lahm und Lothar Matthäus kritisieren Julian Nagelsmann

Matthäus fragt sich im Interview mit der "Sportbild": "Wie kann ich diese Kadernominierung zwei Tage davor machen, wo ich ganz sicher zwei, drei Spielern wehtun muss, die sich Hoffnungen auf diese Weltmeisterschaft machen?" Für ihn ist klar, dass mögliche Enttäuschungen direkten Einfluss auf die Spieler haben könnten.

Auch Lahm sieht das kritisch und unterstützt die Aussagen des Rekordnationalspielers ausdrücklich: "Ich sehe das genauso. Ich weiß nicht, wie viele Nationalspieler beim Pokalfinale auflaufen. Es kann auch sein, dass er alle mitnimmt und keiner ist enttäuscht. Aber es könnte sein, dass da Enttäuschte sind, und die sollen dann ein paar Tage später Pokal-Finale spielen." Der frühere Weltmeister-Kapitän ergänzt zudem: "Jetzt kann man sagen, wir sind Profis. Aber es macht ja trotzdem was mit den Spielern."

Besonders beim VfB Stuttgart zittern einige Profis um ihr WM-Ticket. Unter anderem Angelo Stiller, Chris Führich, Jamie Leweling, Maximilian Mittelstädt, Jeff Chabot oder Torhüter Alexander Nübel hoffen auf eine Teilnahme bei der Weltmeisterschaft. Während die Bayern-Spieler wohl fest mit einer WM-Teilnahme rechnen dürfen, gelten die Stuttgarter eher als Wackelkandidaten.

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Lothar Matthäus über Bekanntgabe: von WM-Kader: "Nicht gut terminiert"

Matthäus verweist außerdem auf frühere Erfahrungen des VfB im Europapokal. Stuttgart habe bereits Probleme gehabt, wenn Nationalmannschaftskader "donnerstagmorgens oder mittags" veröffentlicht worden seien und am selben Abend wichtige internationale Spiele angestanden hätten. Deshalb sagt er deutlich: "Ich finde das psychologisch auf jeden Fall nicht unbedingt gut terminiert."

Generell fordert Matthäus mehr Rücksicht auf die Vereine und deren Spielpläne. "Die Festlegung der Termine sollte sich auch ein bisschen nach dem Spielplan der Vereine richten", erklärt er. Aus seiner Sicht hätte die Bekanntgabe problemlos erst nach dem Pokalfinale stattfinden können: "Das kannst du am 24. machen nach dem Pokal-Endspiel." Abschließend macht er klar: "Diese Terminierung, die stört mich schon seit langer Zeit."

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