WM
WM 2026 - Gewinner und Verlierer des Achtelfinals: Kylian Mbappe liefert auf und neben dem Platz
Veröffentlicht:
von ran.deran Fußball
WM 2026: Großes Herz! Haaland tröstet Familie nach Tragödie
Videoclip • 01:23 Min
Die Achtelfinals bei der WM 2026 sind vorüber. Wer konnte in der Runde der letzten 16 Teams glänzen? Und wer enttäuschte maßlos? Wir blicken auf die Gewinner und Verlierer.
Gewinner: Erling Haaland
Bei seiner ersten Weltmeisterschaft zeigt Erling Haaland, dass er genau dort hingehört: Auf die größte Bühne des Weltfußballs. Messi-like schlich er neunzig Minuten nahezu unbeteiligt über den Platz, nur um in zwei entscheidenden Momenten wie ein Torjäger zuzuschlagen und Norwegen zum Sieg gegen Brasilien zu führen.
Sieben Tore gelangen Haaland bereits, zum aktuellen Rekord von Lionel Messi sind es also "nur noch" 13 Treffer. Als Neutraler ist es beinahe schon eine Hoffnung, dass Norwegen in seiner Gesamtheit auch 2030 stark genug ist, um Haaland zu einer WM zu verhelfen.
Gewinner: Rudi Garcia
Belgien ist denkbar schlecht in die WM gestartet. nach wackligen Auftritten gegen Ägypten und den Iran rettete ein überzeugender Sieg gegen Neuseeland den Gruppensieg. Nachdem die "Roten Teufel" gegen den Senegal vor dem Aus standen, nahm Trainer Rudi Garcia sein Trainerschicksal in beide Hände und nahm mit Kevin de Bruyne und Jeremy Doku die glücklosen Superstars runter.
Und siehe da: Seitdem läuft es bei Belgien! Nicht nur drehten sie das Spiel gegen den Senegal noch, im Achtelfinale schalteten sie die USA mit einer fantastischen Leistung aus. Sowas muss man sich als Trainer erst einmal trauen, Chapeau Rudi Garcia!
Gewinner: Kylian Mbappe
Kylian Mbappe ist jetzt schon einer der besten WM-Performer der Fußball-Historie. Auch gegen Paraguay war der Kapitän der französischen Nationalmannschaft wieder der entscheidende Mann, er erzielte das goldene 1:0. Doch nicht nur das: Mbappe ließ sich von den etlichen rüden Fouls und unsportlichen Provokationen nicht beeindrucken und gab die Antwort auf dem Platz.
Nach dem Spiel ging es im Übrigen weiter: Eine paraguayische Politikerin postete abscheuliche rassistische Kommentare in Richtung des Stürmers von Real Madrid. Der blieb unbeeindruckt und antwortete besonnen und sachlich auf die Anfeindungen. Mbappe hat sich von einem Gör, das er einst bei Monaco und PSG war, zu einem großartigen Führungsspieler und noch besseren Vorbild entwickelt.
Mehr WM-Videos

ran Fußball
WM 2026: Wenige Highlights! Klopp und Müller analysieren den Schweizer Sieg
Videoclip • 07:52 Min

ran Fußball
WM 2026: Ruben Vargas nach dem entscheidenden Elfmeter im siebten Himmel
Videoclip • 57 Sek

ran Fußball
WM 2026: Großes Herz! Haaland tröstet Familie nach Tragödie
Videoclip • 01:23 Min
Gewinner: Thomas Tuchel und England
Es gab nicht unberechtigte Zweifel an der Leistungsfähigkeit von England unter Thomas Tuchel. Wenig überzeugende Auftritte, vor allem das 0:1 gegen Japan oder das 1:0 gegen Neuseeland vor dem Turnier schockierten teilweise. Selbst das 0:0 gegen Ghana in der Gruppenphase war schwere Kost.
Aber, und das muss man England und auch Tuchel lassen, wenn es darauf ankommt, dann sind sie da. "Rise to the occasion" nennt das der Engländer. Beim 3:2-Erfolg in Mexiko-City gegen den Gastgeber überragten vor allem Harry Kane und Jude Bellingham. Die Superstars der "Three Lions" machen ihr Ding, während der Rest den Job als Zuarbeiter für die beiden Top-Spieler von Real und FC Bayern erledigte.
Nach der Roten Karte für Jarrell Quansah von Bayer 04 Leverkusen konnte England aber auch in den Verteidigungs-Modus schalten, reihenweise flogen die Flanken in den Sechzehner, reihenweise wurden sie rausgeköpft. Das war der erste "Signature Win" für Tuchel in seiner Amtszeit.
Gewinner: Lionel Messi
Lange war es nicht der Tag des Lionel Messi, ganz im Gegenteil. "La Pulga" verschoss gegen Ägypten einen Elfmeter, was seine Quote vom Punkt bei WM-Turnieren auf katastrophale 50 Prozent stürzen ließ. Auch sonst gelang dem Superstar herzlich wenig - bis in die Schlussphase. Dann machte Messi wieder Messi-Dinge und verhalf seinen Argentiniern maßgeblich zum Einzug ins Viertelfinale.
Flanke auf Cristian Romero zum 1:2, den Treffer zum 2:2 selbst erzielt - Messi bewies eindrucksvoll, dass er keinerlei Interesse daran hatte, dass seine Nationalmannschaftskarriere an diesem Abend in Atlanta zu Ende geht. Zudem baute er seinen Vorsprung in der ewigen WM-Torschützenliste wieder auf zwei Treffer gegenüber Kylian Mbappe aus (21:19). Messi ist auch mit 39 Jahren DER Unterschiedsspieler bei der "Albiceleste".
Gewinner: Jürgen Klopp
Es ist noch gar nicht so lang her, da stand Jürgen Klopp in der Kritik. Er feixte gemeinsam mit Thomas Müller, dass es ja nur noch eine Frage der Zeit sei, bis er die Aufstellung im DFB-Team mache. Nicht nur bat er für den unangebrachten Witz vor dem Bundestrainer und Millionen TV-Zuschauern in aller Deutlichkeit um Entschuldigung, seitdem tritt Klopp anders auf.
Er trifft nicht nur als Fußball-Fachmann die richtigen Analysen, sondern auch die richtigen Worte. Gerade im Fall Balogun nahm er kein Blatt vor den Mund und sprach vielen Menschen damit aus der Seele. Dass er nun vor einem Engagement als Bundestrainer steht, ist die Erfüllung der Träume vieler Fußballfans seit dem Ende der Ära Joachim Löw. Gefühlt hat er seinen "Fehler", bei Red Bull anzuheuern, damit bei vielen Menschen wieder gut gemacht.
Verlierer: Die Integrität des Fußballs
Apropos Causa Balogun. Die erschütterte - völlig zu Recht - den Weltfußball. Dass eine zumindest vertretbare, eher berechtigte Rote Karte keine Sperre zur Folge hat, das gab es noch nie. Bei einer WM schon gar nicht.
Donald Trump und Gianni Infantino griffen nicht nur die eigenen Regeln, sondern die gesamte Integrität des Spiels an. Ein Staatschef, der bei der FIFA interveniert und die Aufhebung einer Sperre mutmaßlich forciert? Das ist nicht weniger als ein Skandal und die Missachtung jeder bestehenden Regel. Diese Entscheidung machte zwar am Ende keinen Unterschied am Ausgang des Achtelfinals, weil Folarin Balogun keinen Einfluss auf die Partie nehmen konnte, sie öffnet jedoch für die Zukunft Tür und Tor für Proteste jeglicher Art.
Sport-Livestreams auf Joyn
Bald verfügbarHeute, 22:15 Uhr • WWE
WWE RAW im Stream
145 Min
Bald verfügbarHeute, 22:15 Uhr • WWE
WWE RAW im Stream
145 Min
Bald verfügbarDonnerstag, 09.07. 21:00 • Fussball
WM 2026 live: Frankreich - Marokko im Stream
210 Min
Bald verfügbarDonnerstag, 09.07. 21:00 • Fussball
WM 2026 live: Frankreich - Marokko im Stream
210 Min
Bald verfügbarDonnerstag, 09.07. 22:00 • WWE
WWE NXT im Stream
100 Min
Bald verfügbarDonnerstag, 09.07. 22:00 • WWE
WWE NXT im Stream
100 Min
Bald verfügbarFreitag, 10.07. 20:15 • Fussball
Das aktuelle Sportstudio im Livestream
45 Min
Bald verfügbarFreitag, 10.07. 20:15 • Fussball
Das aktuelle Sportstudio im Livestream
45 Min
Bald verfügbarFreitag, 10.07. 21:00 • Fussball
WM 2026 live: Spanien - Belgien im Stream
120 Min
Bald verfügbarFreitag, 10.07. 21:00 • Fussball
WM 2026 live: Spanien - Belgien im Stream
120 Min
Bald verfügbarSamstag, 11.07. 07:00 • Rugby
Nations Championship: Neuseeland - Italien im Livestream
140 Min
Bald verfügbarSamstag, 11.07. 07:00 • Rugby
Nations Championship: Neuseeland - Italien im Livestream
140 Min
Bald verfügbarSamstag, 11.07. 09:20 • Rugby
Nations Championship: Australien - Frankreich im Livestream
155 Min
Bald verfügbarSamstag, 11.07. 09:20 • Rugby
Nations Championship: Australien - Frankreich im Livestream
155 Min
Bald verfügbarSamstag, 11.07. 12:00 • Rugby
Nations Championship: Japan - Irland im Livestream
140 Min
Bald verfügbarSamstag, 11.07. 12:00 • Rugby
Nations Championship: Japan - Irland im Livestream
140 Min
Bald verfügbarSamstag, 11.07. 13:35 • Motorsport
GT Masters: Nürburgring, Rennen 1 im Livestream
85 Min
Bald verfügbarSamstag, 11.07. 13:35 • Motorsport
GT Masters: Nürburgring, Rennen 1 im Livestream
85 Min
Verlierer: Die Gastgeber-Nationen
Die drei gastgebenden Nationen Kanada, USA und Mexiko hatten bei der Heim-WM eins gemeinsam: Alle schafften es, mehr oder weniger souverän, ins Achtelfinale. Kanada mit mehr Stolpersteinen als es die beiden anderen Teams hatten. Während Mexiko den favorisierten Engländern wenigstens einen begeisterten Fight lieferte und mit einem Spektakel ausschied, gingen Kanada und die USA ziemlich klanglos baden.
Während Marokko wohl einfach zu stark für Kanada war, schien Team USA von der Posse um Balogun gehemmt und belastet. Beide verloren mit drei Toren Unterschied. Damit ist die Begeisterung erst einmal gedämpft, was dem ganzen Turnier sicher nicht gerade gut tun dürfte in Sachen Stimmung. Dennoch geht es nun in die entscheidende Phase, das dürfte auch ohne Gastgeber für Dramatik sorgen.
Verlierer: Der Fair-Play-Gedanke im Land Paraguay
Zumindest in Deutschland hatte die Beliebtheit Paraguays seit dem Sechzehntelfinale schon merklich gelitten, im Achtelfinale gegen Frankreich aber schafften es die Südamerikaner, quasi weltweit auf den Beliebtheitsskalen in den Keller zu stürzen. Mit einer Darbietung, die zwischenzeitlich Fußball, Kickboxen und MMA beinhaltete, wollte Paraguay den Favoriten in die Knie zwingen. Doch das Unterfangen scheiterte - zum Glück, im Sinne des Fußballs.
Besonders eklig war der Versuch von Gustavo Velazquez, vor der Ausführung des entscheidenden Strafstoßes von Kylian Mbappe den Elfmeterpunkt zu zertreten. Jedes Mittel schien Paraguay recht, das Fair Play wurde dabei massiv mit Füßen getreten. Dass sich eine Politikerin im Nachgang zu rassistischen Äußerungen gegen Kylian Mbappe hinreißen ließ, setzte dem unwürdigen Auftreten auf und neben dem Platz die Krone auf.
Verlierer: Ganz Brasilien
Die Hoffnungen waren groß in Brasilien, nach 24 Jahren des Wartens endlich die leidige Durststrecke beenden und den WM-Pokal zurück an den Zuckerhut bringen zu können. Als Heilsbringer wurde Carlo Ancelotti auserkoren, der einen prall gefüllten Trophäenschrank vorweisen kann. Doch für die in der Heimat vergötterte "Selecao" endete die WM mit einem 1:2 im Achtelfinale gegen Norwegen.
So früh schied eine brasilianische Nationalmannschaft bei einer Männer-WM zuletzt 1990 aus. Ancelotti brachte beim Blick auf die Ergebnislisten keinen Fortschritt, sondern sogar Rückschritte. Der langjährige Erfolgstrainer von Real Madrid verzockte sich gegen Norwegen auch mit seinen Einwechslungen.
Aber auch die Nominierung von Neymar war letztlich ein Fehler, wenngleich sich der Superstar immerhin mit einem Elfmetertor aus der Nationalmannschaft verabschieden durfte. Dennoch konnte er nicht rechtfertigen, etwa den Vorzug im WM-Kader vor Joao Pedro erhalten zu haben. Sein Auftreten bei der WM war dann auch eher ein Abbild alles Negativen, das Neymar über die Jahre so zur Schau gestellt hat.
Verlierer: Die WM-Schiedsrichter
Normalerweise sollten Schiedsrichter eine immer kleinere Rolle spielen, je weiter ein Turnier voranschreitet. Bei der laufenden WM scheint es aber genau andersherum zu sein. Nach einem insgesamt ordentlichen Beginn der Unparteiischen ins Turnier nahmen die Diskussionen in gleich mehreren Achtelfinals Fahrt auf und sorgten teilweise für unschöne Schlagzeilen.
Beim Spiel zwischen Paraguay und Frankreich war der Usbeke Ilgiz Tantashev komplett überfordert und ließ die außer Rand und Band agierenden Südamerikaner einfach gewähren. Selbst Tätlichkeiten ahndete er nicht, ebenso erkannte er weder den später durch den VAR korrigierten Elfmeter an Desire Doue noch ein sehr ähnliches Foul am PSG-Profi einige Minuten zuvor.
Auch der US-Amerikaner Ismail Elfath machte beim Duell zwischen Brasilien und Norwegen keine gute Figur. Den ersten Elfmeter, den Bruno Guimaraes vergab, entdeckte er erst nach VAR-Eingriff. Das klare Foul im Vorfeld übersah er aber ebenfalls, bekam hier aber auch keine Hilfe von seiner Videoassistentin Tatiana Guzman.
Und auch das Achtelfinale zwischen Argentinien und Ägypten wurde von mehreren strittigen Entscheidungen überschattet, die Nordafrikaner witterten nach der Partie sogar einen Betrug. In der Entstehung des argentinischen Siegtreffers lag ein mögliches Foulspiel an einem Ägypter im argentinischen Strafraum vor, es hätte also gut und gerne auch Elfmeter für die "Pharaonen" geben können. Nationaltrainer Hossam Hassan redete sich regelrecht in Rage.
Verlierer: Cristiano Ronaldo
Eine große Karriere hat - zumindest auf der WM-Bühne - ihr Ende gefunden. Cristiano Ronaldo konnte sich den Traum vom Weltmeistertitel letztlich nicht erfüllen, das 0:1 von Portugal gegen Spanien war dabei kein Spiel, das zum Glanz seiner Laufbahn passte. Wie bereits über weite Strecken der WM war "CR7" bei den Portugiesen nur noch Mitläufer statt Unterschiedsspieler.
Damit konnte er die kritischen Stimmen nicht widerlegen, die bereits im Vorfeld infrage gestellt hatten, ob Ronaldo überhaupt noch bei der WM mit dabei sein sollte. Dass er auf einen sofortigen Rücktritt verzichtete und womöglich die EM in zwei Jahren noch ins Auge fasst, spricht nicht zwingend für eine realistische Selbsteinschätzung.
Mehr WM-News

WM
Der Klopp-Kosmos: Wer wichtig ist - und warum

WM
WM 2026: Wer schafft es ins Halbfinale? Alle Viertelfinal-Spiele im Überblick

WM
Betrug gegen Argentinien? Ägypten legt Protest ein

WM
NBA abgehängt! WM feiert Rekord in den USA

WM
WM 2026 live im Free-TV, Joyn-Stream & Liveticker - Wer überträgt die Viertelfinals?

WM
Bayern-Neuzugang Saibari vor Blitz-Comeback?










