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WM 2026: Kap Verde vor Sensation, Messi und Ronaldo glänzen - Gewinner und Verlierer des 2. Spieltags
Aktualisiert:
von Luis Woppmannran Fußball
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Videoclip • 01:44 Min
Der zweite Spieltag der Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Mexiko und Kanada ist absolviert - Zeit für ein weiteres Zwischenfazit. ran zeigt die Gewinner und Verlierer des 2. WM-Spieltags.
Während Cristiano Ronaldo am ersten Spieltag der WM 2026 noch einer der Verlierer war, kann er im zweiten Gruppenspiel überzeugen.
Daneben sorgen einige Außenseiter für Furore. Kap Verde steht kurz vor der Sensation und auch Caracao hat Historisches geschafft.
Nach zwei Spieltagen gibt es aber auch bereits die ersten Nationen, die nicht mehr in die K.o.-Runde einziehen können und einen deutschen Stürmer, dessen Rekord nach zwölf Jahren gebrochen wurde.
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Gewinner: Kap Verde kurz vor der Sensation
Vor der Weltmeisterschaft gab es viel Kritik an der Erweiterung des Teilnehmerfelds um 16 Nationen. Einige gingen davon aus, dass viele kleine Nationen nur Kanonenfutter für die Top-Teams sein würden - Kap Verde zeigt allerdings, dass die Außenseiter durchaus für die ein oder andere Überraschung gut sein können.
Die Inselgruppe umfasst gerade einmal 600.000 Einwohner - und doch steht die Mannschaft kurz vor dem Einzug in die K.o.-Runde. Mit Spanien und Uruguay konnte man gegen zwei eindeutige Favoriten jeweils einen Punkt holen, nun folgt das Endspiel gegen Saudi-Arabien. Der Einzug in die nächste Runde wäre nichts anderes als eine nicht für möglich gehaltene Sensation. Aber auch wenn es nicht reicht, kann die Mannschaft mächtig stolz auf sich sein.
Besonders herzerwärmend: Die Mutter von Vozinha, dem 40-jährigen Torwart des Teams, durfte nach vorherigen Visa-Problemen doch noch in die USA einreisen und ihren Sohn live vor Ort auf der größten Bühne des Fußballs sehen.
Gewinner: Gastgeber können überzeugen
Die drei Gastgeberländer USA, Mexiko und Kanada konnten bisher allesamt gewinnen.
Die Vereinigten Staaten und Mexiko sind bereits für die K.o.-Runde qualifiziert, Kanada hat gute Chancen. Für Kanada wäre es der erste Einzug in ihrer Geschichte, Mexiko und die USA schafften in der Vergangenheit bereits des Öfteren in der K.o.-Runde.
Gerade die USA könnten von einem vergleichsweise machbaren Turnierbaum profitieren und möglicherweise das ein oder andere K.o.-Spiel leichtere Gegner gewinnen.
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Gewinner: Ronaldo hat Portugal wieder hinter sich
Er war der große Verlierer des ersten Spieltags: Während die Superstars Kylian Mbappe, Lionel Messi und Harry Kane überzeugen konnten, wirkte Ronaldo beim 1:1 gegen die DR Kongo eher wie ein Fremdkörper. Viele Fans wie auch Experten sprachen davon, dass er die Mannschaft mehr spalte als ihr helfe.
Beim 5:0 gegen Usbekistan wirkte "CR7" allerdings wie ausgewechselt: Er erzielte zwei Tore und war deutlich besser ins Spiel eingebunden. Besonders bezeichnend war dabei, dass der 41-Jährige einen Freistoß in aussichtsreicher Position überraschend an Nuno Mendes abgab, welcher die Verwirrung nutzte und zum 2:0 traf.
"Back! I'm back!", rief der Superstar später nach dem Abpfiff in die Kamera.
Gewinner: Messi macht Argentinien zum WM-Favoriten und sich zum Rekordtorschützen
Nach seinem Hattrick im Auftaktspiel der argentinischen Nationalmannschaft gegen Algerien legte Lionel Messi gegen Österreich nach und erzielte seine WM-Tore 17 und 18, womit er nun alleiniger WM-Rekordtorschütze ist.
Im Vorfeld wurde spekuliert, ob der 39-Jährige nach zweieinhalb Jahren in der MLS noch das Zeug dazu hat, um bei einer WM ein Schlüsselspieler zu sein. Nach zwei Spielen ist eindeutig: Messi ist nicht nur der aktuelle Top-Torschütze des Turniers, er macht Argentinien durch seine Leistungen im Alleingang zu einem WM-Favoriten.
Gewinner: Saibari wird zum Shootingstar
Ismael Saibari hat wohl die beste Woche seiner Karriere hinter sich. Nach dem Treffer gegen Brasilien steht dem Wechsel zum FC Bayern wohl nichts mehr im Wege. Gegen Schottland traf der 25-Jährige dann erneut und schoss sein Team damit höchstwahrscheinlich in die K.o.-Runde.
Mit Marokko war ohnehin zu rechnen, durch die starken Auftritte von Saibari hat die Mannschaft nun einen weiteren Star und umso bessere Chancen im weiteren Turnierverlauf.
Gewinner: Eloy Room sichert Curacao ersten WM-Punkt und knackt Rekord
Nach der 1:7-Klatsche im Auftaktspiel gegen die DFB-Elf konnte Curacao im zweiten Gruppenspiel gegen Ecuador die Null halten und bei ihrem zweiten WM-Spiel überhaupt den ersten Punkt holen.
Matchwinner war dabei der 37-jährige Torhüter Eloy Room, der mit 15 Paraden einen neuen WM-Rekord aufstellte. Hinsichtlich einer Einwohnerzahl von gerade einmal 150.000 ist jeder Punkt an sich schon eine Sensation.
Gewinner: Dieser Deniz Undav muss starten
Nachdem sich die deutsche Elf gegen die Elfenbeinküste lange schwer tat, stellte die Einwechslung von Deniz Undav den Spielverlauf auf den Kopf. Der 29-Jährige erzielte zwei Tore und schoss den DFB damit zum Gruppensieg.
Insgesamt kommt der Stuttgarter damit bereits auf fünf Scorerpunkte bei der WM - gleich viele hat nur Lionel Messi. Im letzten Gruppenspiel gegen Ecuador wird Undav aller Voraussicht nach starten. Sollte er dann wieder abliefern, gibt es wenige Argumente gegen einen Platz in der Startelf in der K.o.-Runde.
Gewinner: Schamane sichert Ghana einen Punkt gegen England
Ein ghanaischer Schamane hatte vor dem WM-Duell zwischen Ghana und England angekündigt, Harry Kane zu verfluchen, damit dieser kein Tor erziele.
Und tatsächlich: Der Bayern-Stürmer vergab die größte Chance der Engländer und das Spiel endete 0:0. Inwieweit Nana Kwaku Bonsam dafür mitverantwortlich war? Kann man nur mutmaßen.
Damit stehen die Chancen von Ghana auf den Einzug in die K.o.-Runde nach dem Auftaktsieg gegen Panama äußerst gut.
Und auch Kane muss sich wohl keine Sorgen mehr machen: Der Schamane erklärte nach dem Spiel, dass er den Engländer wieder "freigeben" würde.
Verlierer: Belgien enttäuscht erneut
Belgien gilt seit Jahren bei großen Turnieren als Geheimfavorit, doch wieder einmal enttäuscht die Mannschaft. Nach dem 1:1 gegen Ägypten kam das Team um Superstar Kevin De Bruyne auch gegen die Iran nicht über ein 0:0 hinaus.
Dabei haben die "Red Devils" auch noch kein eigenes Tor in zwei Spielen erzielt, gegen Ägypten gelang der Ausgleich durch ein Eigentor.
Gegen Neuseeland muss Belgien jetzt eine deutliche Leistungssteigerung zeigen, sonst droht sogar das Ausscheiden in der Gruppenphase. Und das in einer der einfachsten Gruppen im ganzen Turnier.
Verlierer: Tunesien - Zwei Trainer, kein Punkt, neun Gegentore
Nach der 1:5-Klatsche beim WM-Auftaktspiel war direkt Schluss für Tunesien-Trainer Sabri Lamouchi. Als Ersatz kam Herve Renard, großartig anders lief es mit ihm an der Seitenlinie aber auch nicht. Gegen Japan hagelte es eine 0:4-Niederlage.
Tunesien ist damit bereits nach zwei Spieltagen aus dem Turnier ausgeschieden. Doch das schwerste Spiel kommt erst noch: Im dritten Gruppenspiel wartet die Niederlande, für die es im Fernduell gegen Japan sogar noch um die bessere Tordifferenz gehen könnte.
Verlierer: Türkei "Geh-heim-Favorit" statt Geheimfavorit
24 Jahre musste die Türkei auf die Teilnahme an einer WM-Endrunde warten - die Erwartungen waren entsprechend hoch: Mit Spielern wie Arda Güler, Kenan Yildiz und Hakan Calhanoglu trat man mit mehreren Top-Stars an.
Zudem sah die Gruppe mit Australien, Paraguay und den USA mehr als machbar aus - gerade dadurch, dass sich die acht besten Gruppendritten ebenfalls für die K.o.-Runde qualifizieren, standen die Chancen sehr hoch, dass die Türkei bei dieser WM womöglich ein Geheimfavorit sein könnte.
Doch nach zwei Spieltagen steht bereits fest, dass die Türkei nicht in die nächste Runde einziehen wird. Nach der schwachen Leistung beim 0:2 gegen Australien folgte eine noch schwächere Leistung gegen Paraguay, gegen die man selbst nach 45 Minuten in Überzahl kein Tor erzielen konnte und erneut verlor. Die traurige Bilanz nach zwei Spielen: 62 Schüsse - 0 Tore, 0 Punkte, 0 Chance mehr auf die K.o.-Runde.
Verlierer: Die Spannung - viele Gruppen sind bereits entschieden
Die Aufstockung auf 48 Mannschaften sorgte unter anderem dafür, dass sich neben den zwei bestplatzierten Mannschaften jeder Gruppe auch die acht besten Gruppendritten durchsetzen. Das sorgt nach zwei Spieltagen bereits dafür, dass sich viele große Nationen bereits in Sicherheit wiegen können und vorzeitig eine Runde weiter sind.
Zudem wird das Problem weiter dadurch verschärft, dass erstmals bei einer WM der direkte Vergleich bei Punktgleichheit entscheidet. Dadurch wissen einige Mannschaften - wie die Türkei - schon jetzt, dass sie selbst mit einem hohen Sieg keine Chance mehr auf die K.o.-Runde haben.
Verlierer: Miroslav Klose verliert seinen WM-Rekord
Zwölf Jahre lang hat der Rekord von Miroslav Klose gehalten - nun wurde er von Lionel Messi gebrochen, und die Chancen, dass der Argentinier noch nachlegt, sind nicht gerade gering.
Im Ranking steht nun auch Mbappe wie der DFB-Stürmer bei 16 Toren. Der 27-jährige Franzose hat im Gegensatz zu Messi aber nicht nur den Rest dieser WM, sondern voraussichtlich noch weitere Turniere, in denen er seine Bilanz weiter ausbauen kann.
Damit wird Klose wohl bald nur noch auf Platz drei in der ewigen Torschützenliste liegen - mit vermutlich immer größer werdendem Abstand zu Platz eins.
Auch interessant: WM-Torschützenliste: Lionel Messi bricht Klose-Rekord, Ronaldo zieht mit Müller gleich - Die ewige Torjäger-Liste im Überblick
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