WM 2026
WM 2026: Patriots-Spielort Foxborough droht mit WM-Ausstieg - Finanzierungsprobleme?
Aktualisiert:
von SIDran Fußball
100 Tage vor WM: Mexiko im Kriegszustand
Videoclip • 01:07 Min
In den US-Spielorten schrillen die Alarmglocken - rund 100 Tage vor dem Beginn der Fußball-WM werden die Fragezeichen hinter der Endrunde nicht kleiner.
Die Drohung ist unmissverständlich. Wenn bis zum 17. März die Finanzierung nicht steht, wird der Spielort Boston aussteigen.
Soweit wollen die anderen zehn US-Gastgeberstädte rund 100 Tage vor dem Beginn der Fußball-WM (11. Juni bis 19. Juli) zwar (noch) nicht gehen, doch das bisher vergebliche Warten auf rund 900 Millionen Dollar an zugesagten Bundesmitteln lässt auch dort die Alarmglocken schrillen.
Grönland, ICE, Boykott, Mexiko und nun auch noch das Geld - der Countdown zur XXL-Endrunde steht unter keinem guten Stern.
Die neuesten negativen Schlagzeilen kommen aus dem 18.000 Einwohner zählenden Bostoner Vorort Foxborough, wo das zur WM-Arena umfunktionierte Stadion des Football-Giganten New England Patriots steht.
Ob dort tatsächlich die sieben geplanten WM-Partien ausgetragen werden, hängt offenbar am seidenen Faden. "Das Geld muss hier sein", sagte der zuständige Verwaltungsboss Bill Yukna, der auf keinen Fall die Steuerzahler für die Sicherheitskosten bezahlen lassen will: "Wir sind eine kleine Stadt. Wir wollen nur unsere Bürger schützen."
Finanzierung noch nicht gesichert
Von 7,8 Millionen Dollar ist in Foxborough die Rede. Doch der Spielort Boston im Bundesstaat Massachusetts ist nur ein Teil des Problems. US-Behörden warnen für das ganze Land vor gravierenden Sicherheitsrisiken bei der WM infolge der teilweisen Haushaltssperre.
Laut einem "BBC"-Bericht erklärten lokale Verantwortliche bei einer Anhörung im Sicherheitsausschuss des Repräsentantenhauses, dass die Vorbereitungen aufgrund der ausbleibenden Gelder erheblich im Rückstand seien.
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Laut Ray Martinez, dem operativen Geschäftsführer des WM-Organisationskomitees in Miami, benötige die Stadt bis Ende März 70 Millionen Dollar. Andernfalls müssten Rahmenveranstaltungen wie das Fan-Festival abgesagt werden.
Er warnte vor "katastrophalen" Folgen für die Planungen. Joseph Mabin, stellvertretender Polizeichef von Kansas City, sieht ohne die Finanzhilfe nicht genügend Personal, um während der Endrunde für Sicherheit zu sorgen.
Probleme auch in Mexiko
Mit den Spielorten Atlanta, Boston, Dallas, Houston, Los Angeles, Kansas City, Miami, New York/New Jersey, Philadelphia, San Francisco und Seattle stellen die USA den Großteil der WM-Stadien. In Kanada (Toronto, Vancouver) kommen zwei Standorte hinzu, in Mexiko (Mexico City, Monterrey, Guadalajara) soll in drei Städten gespielt werden.
Angesichts des ausgebrochenen Drogenkriegs sehen Experten allerdings große Fragezeichen hinter der Sicherheitslage in Mexiko.
Mit Blick auf die USA hatte die nationale Koordinationsstelle für Katastrophenhilfe (FEMA) als Teil des Heimatschutzministeriums (DHS) im November ein WM-Programm aufgelegt. In dessen Rahmen sollten den Gastgeberstädten 625 Millionen Dollar für Sicherheitsmaßnahmen zur Verfügung gestellt werden. Der Betrag wurde im Dezember um 250 Millionen Dollar aufgestockt, unter anderem zur Abwehr von Gefahren durch Drohnen.
Donald Trump droht mit Verlegung der Spielorte
Dass US-Präsident Donald Trump zwischenzeitlich mit einer Verlegung von WM-Spielen aus Hochburgen seiner politischen Gegner drohte, passt ins Bild der problembeladenen Vorbereitungen.
Und dennoch baut die Gouverneurin von Massachusetts darauf, dass die Schwierigkeiten rechtzeitig gelöst werden. "Es wird stattfinden", sagte Maura Healey, Politikerin der Demokratischen Partei, schränkte aber ein: "Wir müssen nur sicherstellen, dass die Kosten gedeckt sind - denn Städte und Gemeinden sind ohnehin schon genug belastet."
Genau wie der WM-Countdown.
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