Handball-EM-Finale live auf Joyn
Handball-EM: Andreas Wolff attackiert Experten wegen der Kritik an Torhüter David Späth
Aktualisiert:
von Tobias Wiltschekran Mehr Sport
Handball-EM: Hollywood-Star bejubelt deutschen Finaleinzug
Videoclip • 01:12 Min
Andreas Wolff regt sich vor dem EM-Finale gegen Dänemark maßlos darüber auf, wie von Experten mit seinem Kollegen David Späth umgegangen wurde.
Deutschland steht im Finale der Handball-EM und brennt gegen Dänemark auf Revanche für das verlorene Hauptrundenspiel gegen den nördlichen Nachbarn.
Doch in die Freude und Euphorie mischen sich auch sehr kritische Töne, die ebenfalls mit dem 26:31 am vergangenen Montag zu tun haben.
Damals nämlich stand zum Unverständnis einiger Experten nicht Andreas Wolff, sondern David Späth im Tor der deutschen Mannschaft. Vor dem Finale am Sonntag gegen Dänemark attackierte Wolff nun die Experten mit scharfen Tönen.
Handball-EM: Wolff findet Kritik an Späth "unfassbar respektlos"
"Ich finde es David gegenüber unfassbar respektlos, wie mit dieser Thematik umgegangen wurde und wird", ärgerte sich der Torhüter vom THW Kiel und redete sich in Richtung der Experten weiter in Rage.
"Wir haben vor dem Turnier gesagt, dass wir ein Torhüter-Duo sind, das durch seine Ausgeglichenheit und die Qualität beider funktioniert", betonte Wolff: "Und dann fängt David in einem Spiel an und die ganze Welt verliert den Kopf. Das ist wirklich unter aller Sau. Das ist komplett despektierlich David gegenüber und, wenn ich darüber nachdenke, regt mich das tierisch auf."
Damit attackierte er die beiden deutschen Handball-Ikonen Stefan Kretzschmar und Pascal Hens, die in ihrer Funktion als Experten für den Sender "Dyn" die Entscheidung pro Späth nicht nachvollziehen konnten.
"Ich habe gedacht: Okay, schenken wir ab", hatte Hens gesagt. Kretzschmar fügte nach einem generellen Lob an Späth hinzu: "Was kann das bedeuten als Zeichen für die Mannschaft? Wie nehme ich das als Mannschaft auf in einem der alles entscheidenden Spiele?"
Gislason: "David ist aus dem Rückraum eher einer, der besser steht"
Auch Bundestrainer Alfred Gislason verteidigte die Entscheidung pro Späth, der gegen Dänemark 50 Minuten lang im deutschen Tor gestanden hatte. "David ist aus dem Rückraum eher einer, der besser steht. Andi ist aus der Nahdistanz der Beste, den es gibt. Dass die Dänen sehr viel aus dem Rückraum kommen, das wissen alle Handball-Experten“, sagte der Isländer in der "ARD".
Ob sich Gislason im Finale auch für Späth entscheidet, blieb vorerst offen. Wolff jedenfalls hätte damit kein Problem. "Sollte David morgen anfangen, ist das auf keinen Fall irgendein Zeichen, dass man Dänemark nicht ernst nimmt oder etwas abschenkt, sondern dass Alfred einfach denkt, dass das genau die richtige Taktik gegen diesen Gegner ist, weil David ein fantastischer Torhüter ist", sagte der Europameister von 2016.
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