Leichtathletik
Sebastian Sawe gewinnt London-Marathon in unter zwei Stunden - mit knappem Vorsprung
Aktualisiert:
von SIDran Fußball
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Videoclip • 01:01 Min
Beim Marathon in London gelingt Sebastian Sawe Historisches. Der Kenianer bewältigt die Distanz in weniger als zwei Stunden. Das ist für den Sieg auch nötig.
Neuer Marathon-König am Buckingham Palace: Sebastian Sawe hat als erster Mensch unter regulären Bedingungen die Marathon-Schallmauer von zwei Stunden geknackt.
Der Kenianer stürmte bei seinem Triumph in London nach 42,195 km in unglaublichen 1:59:30 Stunden ins Ziel, damit verbesserte Sawe den alten Weltrekord seines Landsmanns Kelvin Kiptum aus dem Jahr 2023 um sagenhafte 65 Sekunden.
"Ich bin so glücklich. Das ist für mich ein unvergesslicher Tag", sagte Sawe der beim Zieleinlauf seine Arme weit ausbreitete, mit beiden Händen das Victory-Zeichen machte und sich anschließend bekreuzigte: "Als ich die Zeit sah, war ich total begeistert."
26 04 2026. London, United Kingdom. Sabastian Sawe breaks two hour barrier as he wins the Elite men™s race at the London Marathon. PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxHUNxONLY xStephenxLockx xixImagesx IIM-26734-0020
Bild: i Images
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Sawe-Weltrekord - auch Kejelcha knackt Zwei-Stunden-Marke
Hinter dem Titelverteidiger blieb der Zweite Yomif Kejelcha (Äthiopien) im schnellsten Rennen der Geschichte in 1:59:41 Stunden ebenfalls unter zwei Stunden. Der Dritte Jacob Kiplimo (2:00:28/Uganda) unterbot ebenfalls die alte Weltrekordzeit von Kiptum.
Lauf-Ikone Eliud Kipchoge war am 12. Oktober 2019 in Wien in 1:59:40 Stunden als erster Mensch einen Marathon unter zwei Stunden gelaufen, damals allerdings unter Laborbedingungen. Deshalb fand die Zeit keinen Eintrag in die offiziellen Ergebnislisten. 2388 Tage später legte Sawe nun ganz regulär nach.
"Als das Ziel näher rückte, habe ich mich immer noch stark gefühlt", sagte Sawe, der hinterher stolz mit seinem Schuh, auf den seine Zeit gekritzelt wurde, für die Kameras posierte: "Ich möchte mich beim Publikum bedanken, es hat mir sehr geholfen." Die Fans hätten ihn noch einmal mehr "angetrieben".
Ein Blick auf die Zwischenzeiten verrät, dass Sawe tatsächlich auf den letzten Kilometern immer schneller wurde. Während sein Tempo während der meisten Zeit bei rund 21 km/h lag, zündete er ab Kilometer 30 den Turbo. Zum Schluss lag Sawes Tempo im Schnitt bei über 22 km/h.
Bei dem entfesselten Aufritt von Sawe hatte Amanal Petros keine Chance auf die angestrebte Verbesserung seines deutschen Rekordes. Der Vizeweltmeister von Tokio verlor nach 25 Kilometern an Tempo und landete im Ziel nach 2:08:31 Stunden auf Rang 15.
Bei den Frauen wiederholte nach den Absagen der Olympiasiegerinnen Sifan Hassan (Niederlande/2024) und Peres Jepchirchir (Kenia/2021) Tigst Assefa mit einem starken Finish ihren Triumph aus dem Vorjahr. Mit ihrer Zeit von 2:15:41 Stunden verbesserte die Äthiopierin auch ihren Rekord für ein reines Frauen-Rennen um neun Sekunden.
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