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Fußball

FC Bayern München: Alphonso Davies am Scheideweg seiner Karriere

Veröffentlicht:

von Christoph Gailer

ran Fußball Bundesliga

FC Bayern - Fans euphorisch: "Baut Kompany eine Statue"

Videoclip • 02:00 Min


Bayern-Star Alphonso Davies kommt seit seinem Comeback einfach nicht so richtig in Tritt. Nun liegen enorm wichtige Wochen vor dem Kanadier - und vielleicht sogar ein Abgang aus München?

Er komme "langsam wieder in seine Form", sagte Coach Vincent Kompany vom FC Bayern München zuletzt über Linksverteidiger Alphonso Davies.

Entsprechend bekam der 25-Jährige beim 4:3-Sieg in der Bundesliga beim 1. FSV Mainz 05 eine Chance von Beginn an. Nutzen konnte der frühere Münchner Leistungsträger diese aber nicht.

In der indiskutablen ersten Halbzeit des bereits feststehenden Meisters gehörte Davies (ran-Note 5 in der Einzelkritik) nämlich zu den ganz großen Enttäuschungen aufseiten der Gäste, die zur Pause mit 0:3 zurücklagen.

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Kaum Einsätze über 90 Minuten für Davies seit seinem Comeback

In Mainz konnte Davies kaum einmal auf links seine unnachahmlichen Flügelläufe zeigen, mit denen er vor seiner schweren Kreuzbandverletzung oft genug auch Weltklasse-Gegenspieler zur Verzweiflung brachte.

Er war kurzum selbst auf dem besten Wege, der beste Linksverteidiger der Welt zu werden, dann kam der folgenschwere Kreuzbandriss. Seit er sich Ende 2025 sportlich zurückmeldete, kämpft Davies um Spielzeit und Form. Bislang durfte er seit seinem Comeback aber nur in zwei Pflichtspielen über die volle Distanz ran.

Besonders in Schlüsselspielen musste sich Davies zuletzt mit recht wenig Einsatzminuten begnügen: 16 Minuten im Halbfinale des DFB-Pokals in Leverkusen, 45 bzw. 21 Minuten in den Champions-League-Duellen gegen Real Madrid.

Kompany-Lob für die Davies-Konkurrenten

Umso wichtiger wäre es für Davies, bei den wenigen Einsatzminuten sportlich zu überzeugen. In Mainz gelang ihm das schon mal überhaupt nicht.

Zumal sich während der langen Verletzungspause von Davies für FCB-Coach Kompany verlässliche Alternativen auf den Außenverteidiger-Positionen herauskristallisiert haben, die nun für den Rückkehrer den Konkurrenzkampf deutlich verschärfen.

"Keiner von uns weiß, ob Konrad oder 'Stani' besser links oder rechts ist. Wenn Sie mich fragen, wer spielt am besten links und wer rechts von den beiden, ist es fast unmöglich zu beantworten. Für uns ist das ein Luxus", lobte Kompany zuletzt Laimer und Stanisic, die beide variabel auf links und rechts außen in der Viererkette eingesetzt werden können und das zuletzt offensichtlich zur großen Zufriedenheit des Belgiers erledigt haben.

Davies bei den Bayern: Langfristiger Vertrag, aber auch langfristige Zukunft?

Damit dürfte Davies schon am Dienstag beim Halbfinal-Hinspiel in der Champions League bei Paris St. Germain (ab 21:00 Uhr im Liveticker) erst mal wieder nur ein Platz auf der Bank blühen. Und wie sieht es langfristig um die Perspektive von Davies an der Säbener Straße aus?

Darüber gab es zuletzt unterschiedlich lautende Berichte. "Sport Bild" und "Sport 1" berichteten, dass ein Davies-Verkauf im Sommer 2026 durchaus ein realistisches Szenario sei, das Portal "Fichajes.net" vermeldete sogar ein angebliches Preisschild der Bayern von 60 Millionen Euro.

"Sky" hielt in der Causa Davies dagegen, dem TV-Sender zufolge ist der Nationalspieler zwar nicht unverkäuflich, aber die Münchner würden ihn nicht aktiv zum Verkauf anbieten. Zudem soll auch der Spieler selbst, der noch einen Vertrag bis 2030 in München hat und 15 Millionen Euro Jahresgehalt kassieren dürfte, gar nicht erst über einen Wechsel nachdenken.

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Nebendarsteller beim Triple, Hauptdarsteller bei der Heim-WM?

Verlängert hat Davies seinen Vertrag in München im Februar 2025, nachdem es zuvor immer wieder Gerüchte um einen Wechsel zu Real Madrid gegeben hatte. Schmackhaft gemacht wurde ihm die Verlängerung in München letztendlich laut "Bild" unter anderem wohl durch ein üppiges Handgeld in Höhe von 22 Millionen Euro.

Trotz finanziell lukrativen Vertrags steht Davies aber mittlerweile in München und auch generell in seiner Karriere ein wenig am Scheideweg. Genau genommen ist der einstige Leistungsträger und Fanliebling derzeit nur Nebendarsteller im Star-Ensemble des Rekordmeisters, der immer noch um das Triple kämpft.

Und all das in den Wochen unmittelbar vor dem bislang größten Event des kanadischen Fußballs, der Heim-WM 2026, die zusammen mit den USA und Mexiko als Gastgeber-Nationen ausgetragen wird. Nun bleibt für Davies aber zumindest die Hoffnung, von Nationaltrainer Jesse Marsch spätestens bei der WM-Endrunde wieder in die Rolle des Hauptdarstellers befördert zu werden.

So könnte die WM für Davies eine Art sportlicher Neuanfang werden. Darauf wird man möglicherweise insgeheim auch an der Säbener Straße hoffen, um bald wieder den alten "Phonzie" im Team begrüßen zu dürfen.

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