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Formel 1 - Der große Mercedes-Verlierer: Für George Russell kann es ungemütlich werden - Kommentar
Aktualisiert:
von Andreas Reinersran Mehr Sport
Formel 1 - Fans spotten über Monaco: "Asphalt hält nicht mal bis zur Zielflagge"
Videoclip • 02:06 Min
Sechs Rennen sind in der Formel-1-Saison absolviert. Das Bild, das sich abzeichnet, lässt George Russell nicht gut aussehen. Es könnte noch ungemütlicher werden. Ein Kommentar.
Es ist kein gutes Zeichen, wenn ein Fahrer anfängt, das Schicksal zu verfluchen.
Das Pech. Die Verkettung unglücklicher Umstände. Dass einfach alles gegen ihn läuft.
Für George Russell fühlt sich die aktuelle Situation in der Formel 1 "sehr schmerzhaft" an. Das sei "eine unglaublich bittere Pille", die er schlucken müsse. "Ich bin am Boden zerstört. Ich bin mehr als nur frustriert. Ich habe Mühe zu begreifen, was hier gerade vor sich geht."
Und dabei rechnete er vor, dass er bei weniger Pech womöglich 70 Punkte mehr hätte und die Saison ganz anders aussehen würde.
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Formel 1: Keine Titel im Konjunktiv
Hätte, hätte. Im Konjunktiv gewinnt man keine Titel.
Was er nach seinem verkorksten Monaco-Wochenende mit einem bitteren zwölften Platz von sich gab, hörte sich nach Verzweiflung an. Nach Ratlosigkeit. Und ein bisschen Fatalismus.
Und das ist in der Formel 1, in der die Gründe für gewisse Entwicklungen anhand unzähliger Daten durchexerziert und analysiert werden können, kein guter Ratgeber. Sondern ein Alarmsignal.
Nicht selten sogar der Sprung in einen Teufelskreis. Denn nach dem Qualifying, das mit Platz sechs auch missriet, sagte er: "Offensichtlich gibt es etwas in meinem Fahrstil, das dem Auto im Moment nicht hilft."
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George Russell: Im Mercedes die besten Voraussetzungen
Der Brite weiß: Er sitzt im besten Auto. Er ist ein Topfahrer. Seine Chancen auf den WM-Titel waren noch nie so groß.
Er galt deshalb bereits vor der Saison als heißer Favorit. Und hat sich natürlich auch etwas ausgerechnet.
Doch der Dominator der Königsklasse ist ausgerechnet sein Teamkollege. Kimi Antonelli ist nicht nur der Mann der Stunde, sondern auch der Titelanwärter Nummer eins.
George Russell vs. Kimi Antonelli: Großer Blamage-Faktor
19 ist er erst, fährt die Siege aber ein wie ein alter Hase. Fünf in Folge sind es, fünf aus den ersten sechs Rennen. 68 Punkte Vorsprung hat er bereits auf Russell, für den es in den kommenden Wochen und Monaten ungemütlich werden kann.
Zum einen ist da der Blamage-Faktor. Russell ist 28, absolviert seine achte Saison in der Formel 1. Wenn er jetzt nicht Weltmeister wird, wann dann?
Stattdessen lässt er sich von Antonelli nach allen Regeln der Kunst abkochen, dabei ist der gerade in seinem zweiten Jahr. Ein echter Diamant, keine Frage, aber noch nicht fertig geschliffen, immer noch in der Lernphase. Doch schon jetzt klar im Vorteil, was das Standing im eigenen Lager angeht.
Hinzu kommt der Druck. Der, denn sich Russell selbst macht. Der von Mercedes kommt. Von seinem Teamkollegen.
Und von Max Verstappen.
George Russell: Der Druck kommt auch von Max Verstappen
Das Interesse von Mercedes-Teamchef Toto Wolff an dem viermaligen Champion ist bekannt. Und ein Weltmeister-Auto ist ein unschlagbares Pfund in möglichen Verhandlungen. Und für Verstappen der einzige triftige Grund, Red Bull zu verlassen.
Plus: Russells Vertrag läuft bis 2026, das hat er selbst bestätigt. Ebenso wie die Leistungsklausel. Heißt: Sein Arbeitspapier verlängert sich, falls er performt. "Wenn ich ein gewisses Ziel erreiche", so Russell beim "Daily Telegraph", ohne dieses Ziel zu verraten. Anders gesagt: "Mein Platz für 2027 liegt in meinen Händen."
Beziehungsweise sein Schicksal.
Auch das sollte er in die eigene Hand nehmen, anstatt es zu verfluchen. Sonst wird es ungemütlich.
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