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Formel 1: Ist das eigentliche Problem bei Aston Martin die Mentalität?

Veröffentlicht:

von Anne Malin

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Videoclip • 02:07 Min


Aston Martin ist gegenwärtig das Sorgenkind der Formel 1. Der englische Rennstall konnte noch keinen Grand Prix in der laufenden Saison zu Ende fahren. Formel-1-Legende David Coulthard stellte nun infrage, ob das wirklich nur an den vielzitierten Vibrationen im Auto liegt.

Lediglich beim Sprintrennen in China konnten Fernando Alonso und Lance Stroll ein Rennen über die volle Länge mitfahren. Beim Rennen am Sonntag gab der zweimalige Weltmeister nach 36 Runden auf. Die Vibrationen im Auto seien so stark gewesen, dass der Spanier "jegliches Gefühl in seinen Händen und Füßen" verloren habe.

Formel-1-Legende David Coulthard äußerte im Podcast "Up to Speed" jetzt Zweifel an dieser Erklärung. In seiner Karriere habe der Vizemeister von 2001 ebenfalls mit starken Vibrationen gekämpft: "Bei einem Grand Prix habe ich nie aufgegeben, denn man will ja die Punkte", erklärte der Schotte.

Aston Martin: Vibrationen wohl nicht so schlimm

Er wisse zwar nicht genau, "was [Alonso] im Auto empfindet", aber die Vibrationen seien offensichtlich nicht schlimm genug, um das Auto abzustellen, und er habe sich die Onboard-Aufnahmen angeschaut.

Den katastrophalen Saisonstart nur auf die Vibrationen zu schieben, sei "also eher eine Frage der Bequemlichkeit". Der 54-Jährige führte aus: "Ein Fahrer würde lernen, die Nationalhymne rückwärts zu singen und dabei mit Kettensägen zu jonglieren, wenn er dadurch auch nur eine Zehntelsekunde gewinnen könnte."

Tatsächlich bestätigte Aston Martin diese These durch die Blume selbst. Der Aston-Martin-Einsatzleiter Mike Krack bestätigte im Nachgang des Großen Preises von China, dass Alonso das Rennen theoretisch zu Ende hätte fahren können.

"Zu diesem Zeitpunkt waren wir jedoch nicht in einer besonders starken Position. Deshalb war die Entscheidung letztlich relativ einfach zu treffen", sagte er. Hätte Alonso also die Chance auf Punkte gehabt, hätte er wohl versucht, das Rennen zu beenden.

Ob mit dieser Einstellung viel gewonnen werden kann, wird sich wohl zeigen.

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