Tour de France
Besondere Pläne: Startet die Tour de France 2029 in Berlin?
Veröffentlicht:
von Franziska WendlerDie Tour de France endet traditionsreich in Paris
Bild: IMAGO/Matthias Wjst
Es wäre der Traum für viele Radsport-Fans in Deutschland. Schon in drei Jahren könnte die Tour de France in Berlin starten.
Können sich die Radsport-Fans in Deutschland auf ein ganz besonderes Highlight freuen?
Für die Tour de France 2029 gibt es nämlich einen ganz besonderen Plan. Genau 40 Jahre nach dem Mauerfall könnte die berühmteste Radrundfahrt der Welt in Berlin starten und im Anschluss ganze drei Etappen quer durch den Osten führen.
Ein durchaus teures Vergnügen, liegen die Kosten doch bei bis zu 25 Millionen Euro. "Ein Drittel wollen wir mit privaten Sponsoren abdecken", wird Thomas Hofmann, Präsident des sächsischen Radsportverbandes dazu von der "Bild" zitiert.
Der Rest soll aus öffentlichen Töpfen fließen. Während eine Zusage aus Sachsen-Anhalt bereits vorliegt, muss und wird sich der Berliner Senat noch mit dem Thema beschäftigen.
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Hohe Ausgaben wären nötig
Die hohen Kosten würden übrigens zu einem Großteil als Lizenzgebühr an den Veranstalter ASO fließen, die Ausgaben sollen sich in Form von Werbe- und Tourismuseffekten aber rechnen.
"Für jeden Euro, den man ausgibt, kommt erfahrungsgemäß mehr als das Zehnfache zurück", ist Andreas Prokop von Verein Grand Depart Allemagne überzeugt. Kalkuliert wird mit einem wirtschaftlichen Mehrwert von rund 150 Millionen.
Wichtig: Sollte die Tour de France in drei Jahren durch den deutschen Osten führen, dann führt an der Hauptstadt Berlin kein Weg vorbei, darauf bestehen die französischen Organisatoren.
Diese wollen den Plan auch 2029 statt wie geplant 2030 umsetzen, um das Mauerfall-Jubiläum würdigen zu können.
Tour de France: Prolog in Berlin?
Das Problem: Selbstverständlich gibt es Konkurrenz. So bewerben sich auch Slowenien, Heimat von Radsport-Superstar Tadej Pogacar, und Tschechien um eine Austragung.
Sollte Deutschland ausgewählt werden, dürfte die Frankreich-Rundfahrt übrigens mit einem Prolog in Berlin beginnen. "Durch das Brandenburger Tor, zur Siegessäule und französischen Botschaft", erläutert Prokop die Pläne.
In der Folge gäbe es drei weitere Etappen durch Sachen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.
Übrigens: Langfristig haben die Tour-Organisatoren mehr als nur einen Tour-Start im Sinn. So soll ein nachhaltiges Eintagesrennen entstehen – und es steht sogar die Bewerbung für eine Straßenrad-WM auf dem Plan.

