French Open
Alexander Zverev bei French Open unter Druck: Grand-Slam-Titel jetzt oder nie - Kommentar
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von Oliver Jensen:newstime
Im Spiel: Tennis-Superstar trägt Schmuck für 86.000 Euro
Videoclip • 01:23 Min • Ab 12
Carlos Alcaraz ist nicht angetreten, Jannik Sinner überraschend früh ausgeschieden. Alexander Zverev ist nun der Top-Favorit auf den Gewinn der French Open. Doch der Druck ist groß. Wenn er jetzt nicht siegt, wird er vermutlich nie ein Grand-Slam-Turnier gewinnen. Ein Kommentar.
Bis wenige Wochen vor den French Open schien es noch so, als könnte Alexander Zverev ein ähnliches Schicksal drohen wie seinem Landsmann Tommy Haas.
Dieser war ebenfalls ein Top-Spieler seiner Generation, stand zeitweise auf Platz zwei der Weltrangliste, gewann aber nie ein Grand-Slam-Turnier.
Die Karriere von Zverev ist zwar bereits jetzt viel erfolgreicher als die von Haas - er gewann deutlich mehr Turniere und wurde zudem Olympiasieger. Doch in der öffentlichen Wahrnehmungen bleiben vor allem die Grand-Slam-Turniere in Erinnerung.
Zverev hat der 29-Jährige noch keines der großen vier Turniere gewonnen und daher längst nicht den Status von Ikonen wie Michael Stich (gewann 1991 Wimbledon) oder gar Boris Becker (sechs Grand-Slam-Titel).
Nun hat er in Paris aber die einmalige Gelegenheit, in den Kreis der deutschen Grand-Slam-Sieger aufzusteigen.
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French Open: Zverev wäre auch gegen Djokovic Favorit
Der Weltranglisten-Erste Jannik Sinner ist überraschend in der 2. Runde ausgeschieden, Sandplatz-König Carlos Alcaraz verletzungsbedingt gar nicht erst angetreten. Die zwei mit Abstand besten Tennisspieler der Welt, an denen Zverev in den vergangenen Jahre regelmäßig scheiterte, sind damit bereits keine Gefahr mehr.
Zverev ist nun in jedem bevorstehenden Spiel der Favorit. Quentin Halys ist sein Gegner in der 3. Runde. Jeder Gegner, der daraufhin folgt, wird eine machbare Aufgabe sein. Selbst in einem möglichen Halbfinale gegen Novak Djokovic wäre Zverev der Favorit, denn der Serbe ist bereits 39 Jahre alt und leidet wie viele andere Spieler unter der Hitze in Paris.
Auch Becker bezeichnet Zverev nun als Top-Favorit auf den Gewinn der French Open - und dürfte mit dieser Meinung längst nicht alleine dastehen.
Das bedeutet aber auch: Wenn Zverev jetzt nicht gewinnt, wird er vermutlich nie ein Grand-Slam-Turnier gewinnen.
Alcaraz wird zwar auch in Wimbledon noch fehlen, jedoch Sinner dürfte dort wieder seine ganze Qualität ausspielen, zumal in London nicht so hohe Temperaturen wie in Paris zu erwarten sind.
Und klar ist auch: Mit der Zeit werden vermehrt junge Spieler nachkommen und Routiniers wie Zverev das Leben schwer machen. Dies deutete sich bereits im Halbfinale von München an, als Zverev gegen den 24-jährigen Flavio Cobolli verlor.
Zverev war dem Druck nicht immer gewachsen
Die Frage ist nur: Wie wird Zverev bei den French Open mit dem mentalen Druck umgehen? Er ist jetzt nicht mehr der Herausforderer, sondern der Top-Favorit. Alle Augen sind auf ihn gerichtet. Nicht nur in Deutschland, sondern in der ganzen Tennis-Welt.
Nicht immer war er bisher derartigen Situationen gewachsen.
Ein Beispiel: Als Sinner im vergangenen Jahr wegen Doping eine dreimonatige Sperre absetzen musste, schien für Zverev der Weg auf Platz eins der Weltrangliste frei zu sein. Doch ausgerechnet in dieser Phase geriet er in ein Formtief.
Ein solches Szenario darf sich jetzt nicht wiederholen. Die deutsche Nummer eins muss jetzt seine Qualitäten ausspielen.
Dann - und nur dann - wird Zverev als erster deutscher Herren-Spieler jemals die French Open gewinnen und wirklich als ganz großer Spieler in die Tennis-Geschichte eingehen.
Auch interessant: French Open 2026: Zverevs möglicher Weg ins Finale
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