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Biathlon - Drama für deutsches Duo: Erst Sensations-Sieg, dann disqualifiziert
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von SIDran Mehr Sport
Olympia-Schock für deutsches Biathlon-Paar: Liebe auf Eis
Videoclip • 01:15 Min
Die deutsche Single-Mixed-Staffel überrascht in Nove Mesto. Doch statt des Sieges endet der Tag mit der Disqualifikation.
Drama in Nove Mesto: Die deutsche Single-Mixed-Staffel mit Marlene Fichtner und Leonhard Pfund hat beim Biathlon-Weltcup schon einen Überraschungssieg gefeiert. Doch ein Fauxpas nach dem Schießen sorgt am Ende für die Disqualifikation und einen Kampf mit den Tränen.
Weil Fichtner nach ihrem zweiten Liegendschießen beim Verlassen der Matte ihren linken Arm nicht durch den Gewehrriemen bekam, wurde dem DSV-Duo aufgrund eines Verstoßes gegen die Sicherheitsbestimmungen der Erfolg aberkannt.
"Die Regel besagt, dass zum Zeitpunkt des Verlassens beide Arme durch das Tragegestell sein müssen und dass dieses auf der Schulter ist. Das war nicht der Fall", sagte DSV-Sportdirektor Felix Bitterling: "Die Fernsehbilder diesbezüglich waren eindeutig, die Regel ist eindeutig." Für die jungen Athleten sei der Ausgang "natürlich schon schwer".
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Zuvor hatten sich Fichtner und Pfund mit nur vier Nachladern und starker Laufleistung durchgesetzt und damit vermeintlich den ersten deutschen Erfolg im Single Mixed seit dem 20. Januar 2024 gefeiert, als sich Vanessa Voigt und Justus Strelow auf der Olympiastrecke von Antholz Platz eins gesichert hatten.
Somit erbte dann aber Finnland (0 Strafrunden+8 Nachlader) Platz eins, Frankreich (0+6/+11,3 Sekunden) und Norwegen (0+8/+16,7) vervollständigten das Podest.
Hiobsbotschaft vor der Siegerehrung
"Es fühlt sich ziemlich hart an. Es ist einfach echt schade jetzt, wir hatten uns richtig gefreut, dass alles so gut geklappt hat. Es war echt ein cooles Rennen", sagte Pfund, der erste Weltcup-Sieg "wäre schon echt geil gewesen". Man müsse die Entscheidungen aber jetzt "anerkennen, es lässt sich nicht ändern".
In dem Rennen, das nicht auf dem Programm für die Winterspiele steht, hatten fast alle Topnationen auf ihre nominell besten Athletinnen und Athleten verzichtet. Fichtner und Pfund hatten sich mit überzeugenden Leistungen in den verkürzten Einzeln für eine Teilnahme empfohlen - und unterstrichen dieses Vertrauen mit einem bärenstarken Auftritt.
Fichtner, die beim Auftakt in Östersund mit ihrem Partner Lucas Fratzscher Rang vier erreicht hatte, startete mit zwei Nachladern ordentlich in das Rennen. In der Folge blieb das DSV-Duo stets vorne im Kampf um den Sieg, ehe Pfund auf der Schlussrunde mit einem beherzten Antritt am bis dato führenden Finnen Tero Seppala vorbeiging.
Doch noch vor der Siegerehrung kam dann die bittere Nachricht - und Fichtner kämpfte mit den Tränen.
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