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Bijan Robinson revolutioniert die NFL: Endlich bekommen Running Backs das Geld, das sie verdienen - ein Kommentar

Veröffentlicht:

von Chris Lugert

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NFL: Bijan Robinson überrascht mit neuem Skill

Videoclip • 01:01 Min


Bijan Robinson ist ab sofort nach Durchschnittsgehalt der bestbezahlte Running Back der NFL-Geschichte. Der Vertrag für den Falcons-Profi ist auch ein Befreiungsschlag für eine zuletzt oft unterbezahlte Position. Ein Kommentar.

Ein Blick auf die Statistik genügt, und es dürfte eigentlich keine Frage mehr sein, ob Bijan Robinson einen Rekordvertrag verdient.

Schließlich führte er die NFL in der vergangenen Saison in Scrimmage Yards an, sammelte die viertmeisten Rushing Yards und verbuchte mehr Receiving Yards als nominelle Top-Receiver bei ihren Teams wie Michael Pittman oder Ladd McConkey.

Doch Robinson ist Running Back, und auf dieser Position herrschte in der NFL in den vergangenen Jahren eine gewisse "Geiz ist geil"-Mentalität. Denn der Wert, der Value, eines Running Backs wurde nicht besonders hoch eingeschätzt.

Ehe man einen Spieler dieser Position teuer bezahlt, lässt man ihn lieber gehen und sorgt für günstigen Ersatz - meist in späteren Runden im Draft.

Die Atlanta Falcons sind jetzt einen anderen Weg gegangen. Robinson erhält eine Vertragsverlängerung um drei Jahre und insgesamt 75 Millionen Dollar, davon sind 51 Millionen Dollar garantiert. Sein jährliches Durchschnittsgehalt von 25 Millionen Dollar macht den 24-Jährigen zum bestbezahlten Running Back der NFL-Geschichte.

Dieser neue Vertrag ist nicht nur Lohn für Robinsons individuell herausragende Leistungen, sondern auch ein Befreiungsschlag für eine ganze Positionsgruppe.

Denn mit dem gefallenen Dominostein dürften auch andere Franchises vermutlich eher gewillt sein, tiefer in die Tasche zu greifen, sofern sie einen herausragenden Running Back in ihrem Kader haben.

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Ziehen die Lions mit Gibbs direkt nach?

Dazu gehören etwa die Detroit Lions mit Jahmyr Gibbs. Passenderweise befand sich Gibbs zuletzt zeitgleich mit Robinson im Hold-In. Beide waren also zwar beim Training Camp ihrer Teams anwesend, trainierten aber nicht mit. Durchaus denkbar, dass Gibbs jetzt ebenfalls zeitnah einen neuen Deal unterschreibt, der womöglich exakt 25,1 Millionen Dollar im Jahr wert ist.

Generell ist diese Entwicklung ein Segen für alle Running Backs. Bereits der Fakt, dass die Arizona Cardinals im vergangenen Draft an dritter Stelle Jeremiyah Love auswählten, zeigt, dass es in der Liga offenbar ein Umdenken gibt. Fun Fact: Mit 53 Millionen Dollar garantiert wird Love diesbezüglich aufgrund seiner frühen Draftposition sogar höher bezahlt als Robinson.

Spätestens die vergangene Saison hat bewiesen, wie wichtig ein starkes Laufspiel und vor allem das richtige Personal sind. Die Annahme, man könnte doch mit jedem x‑beliebigen Running Back erfolgreich sein, verfängt nicht mehr. Die Kansas City Chiefs etwa mussten erleben, dass ein Top-Quarterback nicht reicht, wenn das Passspiel klemmt und gar kein Laufspiel vorhanden ist.

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Entwicklung auch wichtig für den Nachwuchs

Die Seattle Seahawks wiederum hätten ohne ihr starkes Laufspiel wohl nicht den Super Bowl gewonnen. Dass Kenneth Walker als erster Running Back seit 28 Jahren zum Super Bowl MVP gewählt wurde, passt ins Bild einer sich verändernden Wahrnehmung rund um die Position. Dass die Teams bei ihren Verträgen jetzt ebenfalls den nächsten Schritt gehen, ist dabei nur folgerichtig.

Denn klar ist auch: Ohne diese Aufwertung gibt es für junge Spieler kaum noch Anlass, in der Highschool oder am College als Running Back aufzulaufen.

Zu gefährlich ist diese Position auch hinsichtlich Verletzungen, langfristige Sicherheit auf einen NFL-Job würde es ebenfalls nicht geben. So gesehen ist die neue Marschroute auch wichtig für die Zukunft der Liga an sich.

Denn Running Backs und generell das Laufspiel sind ein elementarer Bestandteil des American Football. Dass Teams das jetzt erkannt haben, kommt spät, aber nicht zu spät - und Robinson hat einen großen Anteil daran.

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