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NFL: Denver Broncos erhalten durch Trade für Jaylen Waddle ihr fehlendes Puzzlestück - ein Kommentar

Aktualisiert:

von Daniel Kugler

NFL

NFL: Kaum da, schon Zoff? Jaylen Waddle droht Ärger bei den Broncos

Videoclip • 01:16 Min


Die Denver Broncos schnappen sich Star-Receiver Jaylen Waddle per Trade von den Miami Dolphins und sichern sich damit ihr fehlendes Puzzlestück. Ein Kommentar.

Die Denver Broncos spielten 2025 eine bärenstarke Saison.

Mit einer 14-3-Bilanz sicherte man sich Platz eins in der AFC und hatte den Super Bowl bereits in Sichtweite. Im Conference Championship Game gegen die New England Patriots war dann nach dem Verletzungsdrama um Quarterback Bo Nix jedoch Schluss.

Damit diese Leistungen keine Eintagsfliege gewesen ist, sorgte die Franchise während der Free Agency mit dem Blockbuster-Trade für Jaylen Waddle für Aufsehen.

Mit dem Star-Wide-Receiver bekommt Nix eine echte Nummer-eins-Anspielstation, die die Offense auf ein neues Level hebt.

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Jaylen Waddle: Trade-Gegenwert ist nicht überzogen

Auf den ersten Blick hat es der Preis in sich. Neben Waddle erhalten die Broncos einen Viertrunden-Pick im diesjährigen Draft, dafür schickt die Franchise aber einen Erst-, Dritt- und Viertrunden-Pick 2026 zu den Miami Dolphins.

Dabei ist jedoch zu beachten, dass alle drei abgegebenen Picks sehr spät in den jeweiligen Runden liegen - jeweils auf Position 30. Der Trade hat es also in sich, ist aber absolut im Rahmen.

Waddle ist 27 Jahre alt, wird Ende November 28, hat damit noch einige Jahre auf absolutem Top-Niveau vor sich. Zudem gibt der Deal den Verantwortlichen in Denver Planungssicherheit, da der Passempfänger noch drei Spielzeiten unter Vertrag steht und dabei insgesamt 68,6 Millionen Dollar kassiert.

Darüber hinaus belastet der Neuzugang die Bücher der Broncos 2026 laut "ESPN" nur mit moderaten knapp fünf Millionen Dollar, da Waddle von den Dolphins bereits den Großteil seines garantierten Gehalts für die kommende Spielzeit kassiert hat.

Ganz grundsätzlich haben Unterschiedsspieler eben ihren Preis. Und gerade in Bezug auf die Kriterien Altersstruktur, Qualität, Verfügbarkeit und Vertragslänge kamen nicht wirklich viele andere Spieler dieses Güteklasse für die Broncos in Frage.

Eagles-Receiver A. J. Brown wäre eine weitere adäquate Option gewesen, allerdings sollen die Broncos an einem Trade für den wechselwilligen "Philly"-Star laut "The Athletic"-Insiderin Dianna Russini gar nicht interessiert gewesen sein. Die charakterlichen Fragezeichen bei Brown, dem divahaftes Verhalten angelastet wird, dürften dabei ihr Übriges getan haben.

Jaylen Waddle hebt Broncos-Passspiel auf neues Level

Mit Waddle bekommen die Broncos nun ihr fehlendes Puzzlestück.

Das Receiving Corps um Courtland Sutton, Troy Franklin und Pat Bryant sowie Tight End Evan Engram machte in der vergangenen Saison einen guten Job, die Passing Offense landete auf Rang elf im ligaweiten Vergleich. Von den Top-Positionsgruppen der NFL war man damit aber noch ein gutes Stück entfernt.

Auch wenn Sutton seit Jahren als verlässlicher Receiver auftritt, ist er kein klarer WR1 und liegt ein gutes Stück hinter den Top-Spielern auf seiner Position. Einen wirklich elitären Receiver suchte man in Denver seit Jahren vergebens. Auch der 2020er Erstrunden-Pick Jerry Jeudy, der die Franchise 2024 per Trade zu den Cleveland Browns verlassen hat, konnte die Erwartungen nicht erfüllen.

Und so richtete das Team von Head Coach Sean Payton diesmal eben nicht wie gewohnt den Blick auf den Draft, sondern tradete für die große Lösung. Mit Waddle bekommen die Broncos den gewünschten Unterschiedsspieler - einen Speedster mit Big-Play-Potenzial. Er ist einer der explosivsten Spieler der Liga, der gegnerische Defenses zu jedem Zeitpunkt aushebeln kann.

Der Erstrunden-Pick von 2021 hatte zu Beginn seiner Karriere in drei aufeinanderfolgenden Saisons jeweils über 1.000 Receiving Yards aufgelegt (Bestleistung 2022 mit 1.356 Yards). Diese Marke hat er seit 2023 zwar nicht mehr erreicht, man muss bei der Bewertung neben einigen Verletzungen, die ihn zahlreiche Spiele kosteten, aber auch die Umstände bei den Dolphins beachten.

Waddle legte in seinen bisherigen fünf Jahren in der NFL im Schnitt 75 Catches, über 1.000 Receiving Yards und fünf Touchdowns auf und das trotz der - freundlich ausgedrückt - schwankenden Leistungen von Quarterback Tua Tagovailoa, der vor wenigen Wochen in Miami entlassen wurde.

Mit diesen Schwankungen und Unsicherheiten Under Center soll für den Star-Receiver nun endgültig Schluss sein. Nix hat in der vergangenen Spielzeit bereits angedeutet, dass er ein verlässlicher Playmaker ist. Durch die Verpflichtung von Waddle verfügt der Quarterback nach der Rückkehr von seiner schweren Knöchelverletzung nun über bisher nicht vorhandene Möglichkeiten, durch die die Broncos-Offense deutlich schwerer ausrechenbar wird.

Der Waddle-Trade ist ein echtes Statement. Denver sendet damit eine unmissverständliche Ansage an die Konkurrenz: Das Ziel für 2026 ist einzig der Super Bowl!

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