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Fast 100 Millionen Dollar Dead Money drohen

NFL - Scherbenhaufen in Miami: Warum Tua Tagovailoa die Dolphins in eine Krise stürzt - Ein Kommentar

Aktualisiert:

von Kai Esser

NFL

NFL: Reise nach Jerusalem? Tua Tagovailoa überrascht mit Aussage

Videoclip • 01:22 Min


Die Miami Dolphins haben Tua Tagovailoa auf die Bank gesetzt. Während das sportlich nachvollziehbar ist, können sich die Dolphins das finanziell eigentlich nicht leisten. Sie stehen vor einem Scherbenhaufen.

Von Kai Esser

Als Head Coach Mike McDaniel nach der peinlichen Niederlage gegen die Pittsburgh Steelers ein Bekenntnis zu Quarterback Tua Tagovailoa vermied, war eigentlich jedem schon klar, was wenig später dann offiziell vermeldet wurde: Die Miami Dolphins setzen Tua auf die Bank, Rookie Quinn Ewers übernimmt.

Der einstige Hoffnungsträger, der 2020 noch unter dem Motto "Tanking for Tua" an fünfter Stelle nach Florida gedraftet wurde, ist nun offiziell gescheitert. Nachdem er zuvor einen Vertrag über 53 Millionen Dollar jährlich unterschrieb.

Damit stehen die Dolphins vor einem Scherbenhaufen. Sportlich wie finanziell.

Tua Tagovailoa: Die Miami Dolphins hatten keine Wahl

Aus sportlicher Sicht ist diese Entscheidung nachvollziehbar, wenn nicht sogar überfällig. Tua führt die Liga in Interceptions an, wirft den Ball kaum über die Line of Scrimmage und falls doch, endet es oft in einem Turnover.

Der einzige Ort, an dem der Spielmacher noch mehr Fehler gemacht hat, als auf dem Feld, ist im Presseraum der Dolphins. Seine Medienrunden und Pressekonferenzen wirkten oft wirr.

Mal offenbarte er, dass er es schwer hat, über seine Offensive Line hinwegzuschauen. Später zählte er seine Teamkollegen an, die angeblich nicht zu Meetings kämen. An einem Tag schiebt er die Schuld von sich weg, an einem anderen nimmt er alle Schuld auf sich. So unsouverän, wie sich Tua in der Pocket benimmt, benimmt er sich auch auf dem Podium.

Schließlich wären da die Verletzungen und Gehirnerschütterungen, die der Hawaiianer bereits erlitt. Verständlich, dass er Sorge vor weiteren Kopfverletzungen hat, aber das sieht man seinem Spiel deutlich an. Ein Quarterback mit Angst kann nachhaltig keine Spiele gewinnen.

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Miami Dolphins stehen vor finanziellem Desaster

Weniger nachvollziehbar scheint diese Entscheidung jedoch finanziell zu sein. Im Sommer 2024 statteten die Dolphins ihn mit einem Vierjahres-Vertrag über 53,1 Millionen Dollar jährlich aus. Durch die gezogene Fifth Year Option ist 2025 gerade mal das erste gültige Jahr dieses Monster-Vertrags.

Heißt im Klartext: Würden die Dolphins ihn cutten, würde das ihre Gehaltsobergrenze mit 99 Millionen Dollar belasten - dem Rest der Garantien, die Tua noch zustünden. Mit Abstand NFL-Rekord, das würde sogar den Cut von Russell Wilson bei den Denver Broncos von 2024 in den Schatten stellen.

Das könnten die Dolphins mit ein wenig Tricksereien zwar auf 2026 und 2027 aufteilen, um die Summe an sich kämen sie jedoch nicht herum.

Tua-Trade? Dolphins blicken in ungewisse Zukunft

Und ihn traden? Dann wären es nur 45 Millionen "Dead Money". Aber welches Team würde für den Führenden in Interceptions traden wollen, der garantiert 54 Millionen Dollar kostet? Dass die Dolphins dafür ein Team finden, ist ziemlich ausgeschlossen, wenn sie nicht noch hochwertige Draft Picks oben drauf legen.

Erschwerend kommt hinzu: Die Dolphins haben aktuell schon kaum Geld. Stand jetzt wäre Miami voraussichtlich rund 30 Millionen Dollar im Minus für 2026 - und da sind noch keine 99 Millionen Tua-Belastung eingerechnet.

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