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NFL – Indianapolis Colts: Jonathan Taylor spielt eine MVP-Saison - ohne Chance auf den Titel? Ein Kommentar
Aktualisiert:
von Franziska WendlerJonathan Taylor beim entscheidenden Touchdown
Bild: AFP/GETTY IMAGES/SID/ANDY LYONS
Jonathan Taylor spielt bei den Indianapolis Colts eine fabelhafte Saison. Im Kampf um die MVP-Trophäe wird ihm das aber nichts bringen. Ein Kommentar.
Von Franziska Wendler
Josh Allen, Lamar Jackson, Lamar Jackson, Patrick Mahomes, Aaron Rodgers, Aaron Rodgers, Lamar Jackson, Patrick Mahomes, Tom Brady, Cam Newton, Aaron Rodgers, Peyton Manning.
Blickt man zurück auf die vergangenen zwölf Jahre der MVP-Auszeichnung in der besten Football-Liga der Welt, dann wäre wohl eher die Abkürzung MVQ angebracht. Most Valuable Quarterback statt Most Valuable Player.
Prämieren die Verantwortlichen den besten Spieler der Liga, dann prämieren sie in der Regel einen Spielmacher – egal wie gut Spieler auf anderen Positionen performt haben. Der bis dato letzte Spieler, der zum MVP gekrönt wurde, aber nicht auf der QB-Position spielte, war Running Back Adrian Peterson im Jahr 2012.
NFL MVP 2025? Colts dank Jonathan Taylor erfolgreich
Auch in der laufenden Spielzeit steht die wichtigste Einzel-Auszeichnung im Mannschaftssport American Football auf dem Programm. In den ersten acht Wochen tat sich vor allem ein Spieler als möglicher Kandidat hervor: Jonathan Taylor.
14 Touchdowns insgesamt, darunter vier Spiele mit jeweils drei Touchdowns. 850 Rushing Yards, dazu 206 Receiving Yards. Wahrlich Fabelzahlen, die der 26-Jährige auflegt.
Taylor trägt seine Indianapolis Colts quasi von alleine, läuft sie von Sieg zu Sieg. Mit einer Bilanz von 7:1 ist das Team statistisch aktuell das beste in der NFL.
Blöd nur, dass Jonathan Taylor kein Quarterback ist.
Indianapolis Colts: Taylor sticht mit seinen Leistungen hervor
Der Running Back liefert eine beeindruckende Saison und hätte die MVP-Auszeichnung absolut verdient. Dass der Colts-Profi am Ende als strahlender Sieger auf dem Podium steht, daran kann man als NFL-Beobachter aber beim besten Willen nicht glauben.
Zu häufig wurden Spielmacher ausgezeichnet – und zu wichtig wird die Position im Allgemeinen genommen. Gewiss: Der Quarterback ist der wichtigste Spieler auf dem Feld. Taugt der Quarterback nichts, dann wird es auch nichts mit den großen Erfolgen.
Allerdings wird es auch ohne starke Spieler auf den Skill-Positionen nichts mit den Erfolgen. Josh Jacobs bei den Packers, Javonte Williams bei den Cowboys, James Cook bei den Bills – bärenstarke Running Backs gibt es in der laufenden NFL-Saison einige. Und doch sticht Taylor hervor. Und das nicht nur, weil er die mit Abstand meisten Touchdowns auf dem Konto hat.
NFL: Running Backs müssen härter kämpfen
Seit Jahren schon werden in der NFL – neben den Spielmachern – vor allem die Star-Receiver mit Geld zugeschüttet. Die Running Backs müssen dagegen viel härter um Top-Verträge kämpfen. Austauschbar, zu schnell kaputt – Argumente gegen die Positionsgruppe wurden vielfach vorgetragen.
Umso mehr beweist Taylor aktuell, wie wichtig starke Running Backs doch sind.
Es wäre zu wünschen, dass die NFL-Verantwortlichen den 26-Jährigen auszeichnen. Weil er außergewöhnlich spielt – und um die Positionsgruppe zu stärken.
Daran glauben kann man aber nicht.
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