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NFL: Las Vegas Raiders - Maxx Crosby über Ravens-Fiasko: "Ich war stocksauer, verwirrt und hatte pure Angst"

Veröffentlicht:

von Mike Stiefelhagen

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Videoclip • 01:23 Min


Maxx Crosby spricht erstmals über den geplatzten Trade zu den Baltimore Ravens. Der Defense-Star der Las Vegas Raiders zeigt sich dabei verunsichert.

Maxx Crosby hat sich erstmals ausführlich zum gescheiterten Trade zu den Baltimore Ravens geäußert.

Der 28-Jährige gab dabei tiefe Einblicke in die emotionale Ausnahmesituation rund um den gescheiterten Medizincheck.

Der Pass Rusher der Las Vegas Raiders wurde demnach in Baltimore massiv verunsichert. In seinem Podcast "The Rush" erzählt Crosby vom geplatzten Deal.

Der Defensive End war dabei "stocksauer", aber auch gleichermaßen "verwirrt".

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Maxx Crosby: "Niemand wird jemals die ganze Wahrheit sagen"

"Niemand wird jemals die ganze Wahrheit darüber zugeben, was wirklich passiert ist. Am Ende spielt das aber keine Rolle. Ich bin dort, wo ich sein soll", sagte Crosby über seinen Aufenthalt in Baltimore.

Die vergangenen Tage waren für ihn ein regelrechter "Wirbelsturm". Nachdem die Ravens den Trade wegen gemeldeter Bedenken um sein Knie platzen ließen, habe ihn die Situation mental stark belastet.

Crosby berichtete zudem, dass ihn die Ravens am 9. März via 1. Klasse nach Washington, D.C. fliegen ließen - da es keinen Direktflug nach Baltimore gegeben habe. Drei Tage nach dem kolportierten Trade.

Einen Tag später habe er den Medizincheck inklusive MRT absolviert. Mit General Manager Eric DeCosta habe er allerdings erst kurz vor seiner Abreise gesprochen.

Crosby verwundert über das Fehlen des Ravens-Managers

"Ich dachte, ich würde DeCosta direkt sehen, als ich dort ankam", sagte Crosby gegenüber "ESPN". "Warum das nicht so war, weiß ich nicht. Ich will da nicht spekulieren. Er hatte den Trade gerade eingefädelt und ich habe ihn fünf Stunden lang nicht gesehen."

Auch die Atmosphäre und die Energie auf dem Gelände der Ravens sei ihm merkwürdig vorgekommen: "Nach ein paar Stunden ging es zu den MRTs, den Röntgenaufnahmen und dem ganzen anderen Kram. Diese Untersuchungen haben ewig gedauert, wirklich extrem lange. Ich habe noch gefragt, ob ich vor meiner Abreise vielleicht den Head Coach sehen kann. Einfach um kurz mit ihm zu sprechen, über Football zu reden. Er ist schließlich ein defensiv denkender Trainer. Und wir hatten vorher noch nie wirklich miteinander zu tun."

Als DeCosta ihm nach der Wartezeit mitteilte, dass ein Teamarzt Bedenken wegen seines operierten Knies habe und zusätzliche medizinische Einschätzungen einholen wolle, wurde Crosby eingeschüchtert:

"Mein erster Gedanke war pure Angst. Was zur Hölle ist jetzt los? Neal ElAttrache hatte mich operiert. Für mich ist er der beste Chirurg im ganzen Land, absolute Spitzenklasse. Er hat praktisch alle meine Operationen gemacht. Das ist mein Mann, zu dem habe ich großes Vertrauen. Da hat es mich plötzlich voll erwischt. Ich habe mich gefragt: Stimmt irgendetwas nicht?"

Crosby: "Heilige Scheiße, ich will einfach nur weg"

Nach eigener Aussage geriet der Pass Rusher innerlich regelrecht in Panik. Die Sorge, womöglich erneut operiert werden zu müssen, habe ihn sofort beschäftigt. "Tief in mir drin bin ich völlig ausgerastet. Was ist hier eigentlich los?"

Der fünfmalige Pro Bowler erklärte, er sei daraufhin in sein Hotel zurückgekehrt und habe mit seinen Beratern C.J. LaBoy und Doug Hendrickson gesprochen.

Beide hätten bereits vermutet, dass Baltimore den Deal womöglich noch platzen lassen könnte. Später habe Crosby noch mit einem Mitarbeiter der Ravens gesprochen, der ihm signalisiert habe, dass der Trade weiterhin zustande kommt.

Wenig später habe ihn einer seiner Agenten informiert, dass Baltimore den Deal endgültig abgesagt habe. Crosbys erste Reaktion: "Ich dachte nur: 'Heilige Scheiße'! Ich habe zu LaBoy gesagt: 'Ich will hier einfach nur weg.'"

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Crosby-Chirurg sieht NFL-Superstar voll im Plan

DeCosta räumt ein, dass ihn die Entscheidung selbst schwer getroffen habe: "Ich trage Verantwortung für die Ravens, für diese Gemeinschaft, für unsere Fans und für Steve Bisciotti, unseren Teameigentümer. Deshalb müssen wir das tun, was wir für das Beste für das Team halten. Genau das versuchen wir immer".

Crosbys Chirurg Dr. Neal ElAttrache erklärte derweil, dass sich der Routinier in der frühen Phase seiner Rehabilitation nach einem schwereren Meniskusriss sowie begleitenden Belastungsschäden an Knochen und Knorpel im Knie gut entwickle. Der Star-Verteidiger soll rechtzeitig zum Trainingscamp im Juli wieder einsatzbereit sein.

Trotz seines emotionalen Abschiedsvideos an die Raiders-Fans betonte Crosby, dass er wieder bereit sei für seine achte Saison in Las Vegas:

"Ich bin hier. Ich bin dazu bestimmt, ein Raider zu sein. Ich bin da voll drin! Solange sich daran nichts ändert. Und das sehe ich im Moment nicht kommen. Aber in dieser verdammten Liga weiß man nie."

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