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NFL: Moore-Trade reicht nicht - Buffalo Bills müssen noch mehr für Josh Allen tun - Kommentar
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von Christian StüweNFL
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Videoclip • 01:38 Min
Die Buffalo Bills holen mit D.J. Moore den dringend benötigten Receiver für ihren Quarterback. Das kann sehr gut funktionieren. Dennoch sollten die Bills weiterhin die Augen nach Verstärkungen offenhalten sollten. Ein Kommentar.
Von Christian Stüwe
Am Donnerstagabend deutscher Zeit wurde der nächste spektakuläre Trade der NFL-Offseason bekannt: Die Chicago Bears schicken Receiver D.J. Moore zusammen mit einem Fünftrundenpick nach Buffalo. Im Gegenzug erhalten die Bears einen Zweitrundenpick.
Die Bills schließen damit die größte Lücke in ihrem Roster. Moore soll der neue Nummer-eins-Receiver sein und Superstar-Quarterback Josh Allen entlasten. Das kann funktionieren - muss es aber nicht.
Denn der Trade ist in gewisser Weise eine Wette.
Die Bills setzen darauf, dass Moore in Buffalo an alte Zeiten anknüpfen kann. Zwischen 2019 und 2021 fing der mittlerweile 28-Jährige bei den Carolina Panthers in drei Spielzeiten hintereinander Pässe für mehr als 1.100 Yards – die Statistiken eines echten Superstars.
D.J. Moore: Die Brady-Connection als Erfolgsformel?
Der damalige Offensive Coordinator der Panthers war Joe Brady, der mittlerweile Head Coach in Buffalo ist. Die Hoffnung ist also berechtigt, dass Moore in Bradys System wieder aufblüht und genau der Unterschiedsspieler wird, den die Bills so schmerzlich vermissen.
Garantiert ist das jedoch nicht. In Chicago zeigte die Formkurve von Moore zuletzt nämlich deutlich nach unten. Vor allem die vergangene Saison verlief enttäuschend: Obwohl der Ballfänger in allen 17 Spielen auf dem Feld stand, kam er nicht über 50 Catches und 683 Receiving Yards hinaus.
Dass die Bears ihn ziehen ließen, um künftig voll auf eine junge Receiver-Gruppe um Rome Odunze zu setzen, ist vor dem Hintergrund dieser Zahlen absolut nachvollziehbar.
NFL-Transactions: San Francisco 49ers traden für Defense-Star

Osa Odighizuwa (San Francisco 49ers)
Die 49ers verstärken ihre Defense. Wie "ESPN"-Insider Adam Schefter berichtet, holen die "Niners" Defensive Tackle Osa Odighizuwa per Trade von den Dallas Cowboys und geben dafür einen Drittrunden-Pick im Draft 2026 ab. Der 27-Jährige hat vor einem Jahr einen Vierjahresvertrag über 80 Millionen Dollar in Dallas unterschrieben. Die Cowboys hatten ihn im Draft 2021 in der dritten Runde verpflichtet. In der Saison 2025 verzeichnete Odighizuwa in 17 Spielen 3.5 Sacks und 44 Tackles.IMAGO/Icon Sportswire

Tua Tagovailoa (Atlanta Falcons)
Das ging schnell: Nach der Entlassung von Tua Tagovailoa bei den Miami Dolphins steht auch schon ein Abnehmer bereit. Die Atlanta Falcons sichern sich verschiedenen Medienberichten zufolge die Dienste des Quarterbacks. Tagovailoa wird in der Offseason mit Michael Penix um den Starting-Job kämpfen. Es handelt sich um einen Einjahresvertrag.Imagn Images

Devin Bush (Chicago Bears)
Die Chicago Bears haben Devin Bush unter Vertrag genommen. Der 27-Jährige spielte die letzten beiden Saisons bei den Cleveland Browns, in der vergangenen Spielzeit fing der Linebacker drei Interceptions und erzielte danach zwei Touchdowns. Gedraftet wurde Bush 2019 in der ersten Runde an Position zehn von den Pittsburgh Steelers. Nach drei Jahren in der "Steel City" spielte er eine Saison bei den Seattle Seahawks. In Chicago unterschreibt er nun einen Dreijahresvertrag im Wert von 30 Millionen Dollar, von denen 21 Millionen Dollar garantiert sein sollen.Icon Sportswire

Malik Willis (Miami Dolphins)
Der begehrteste Quarterback der diesjährigen Free Agency ist vom Markt! Die Miami Dolphins ersetzen Tua Tagovailoa mit Malik Willis, der zuletzt als Backup von Jordan Love bei den Green Bay Packers glänzte. Willis unterschreibt laut NFL-Insider Ian Rapoport einen Dreijahresvertrag in Höhe von 67,5 Millionen Dollar. Der Quarterback erhält dabei 45 Millionen Dollar garantiert.Icon Sportswire

Alec Pierce (Indianapolis Colts)
Pierce galt als der begehrteste Wide Receiver, der den freien Markt testet - und die Colts haben schnell Nägel mit Köpfen gemacht und ihren begehrten Passempfänger gehalten. Der 25-Jährige unterschreibt laut NFL-Insider Ian Rapoport einen Vierjahresvertrag in Höhe von 116 Millionen Dollar, wovon 84 Millionen Dollar garantiert sind.IMAGO/ZUMA Wire

Rashan Gary (Dallas Cowboys)
Die Green Bay Packers haben Rashan Gary zu den Dallas Cowboys getradet. Als Gegenwert sollen die Packers laut NFL-Insider Ian Rapoport einen Viertrunden-Pick im Draft 2027 erhalten. Der Defensive Liner erzielte in den ersten sieben Spielen der Saison 2025 starke 7,5 Sacks, konnte in der Folge allerdings nicht nachlegen. Gary spielte daher nur 58,3 Prozent der Defensiv-Snaps. In sieben Saisons bei den Packers bestritt er 106 Spiele und erzielte 46,5 Sacks.Icon Sportswire

Danielle Hunter (Houston Texans)
Die Houston Texans haben Pass Rusher Danielle Hunter nach einer starken Saison mit einer Vertragsverlängerung belohnt. Der 31-Jährige unterschrieb einen neuen Einjahresvertrag über 40,1 Millionen Dollar und steht damit bis Ende der Saison 2027 bei den Texanern unter Vertrag. Hunter war ein elementarer Baustein der Texans-Defense und sammelte in der abgelaufenen Saison 15 Sacks. Zudem wurde er zum Second-team All-Pro gewählt.IMAGO/Icon Sportswire

Tremaine Edmunds (Chicago Bears)
Die Chicago Bears haben sich von Linebacker Tremaine Edmunds getrennt. Durch die Entlassung des 27-Jährigen kreieren die Bears rund 15 Millionen Dollar an Cap Space. Edmunds gehörte in der vergangenen Saison noch zu den unumstrittenen Startern in Chicago.Imagn Images

Stefon Diggs (New England Patriots)
Die Zeit von Wide Receiver Stefon Diggs bei den New England Patriots ist abgelaufen! Die Patriots haben dem 32-Jährigen laut Medienberichten mitgeteilt, sich in der kommenden Woche zum offiziellen Saisonstart von ihm zu trennen. Diggs selbst verabschiedete sich in einer Instagram-Story mit den Worten: "Danke für ein wunderbares Jahr. Wir sind für immer Familie, Patriots" und einem Herz-Emoji. Beim Super-Bowl-Teilnehmer kam Diggs 2025 auf 17 Spiele, 1013 Receiving Yards und vier Touchdowns.Icon Sportswire

Graham Glasgow (Detroit Lions)
Der Umbau in der Offense der Lions geht weiter. Nachdem am Montag zunächst Running Back David Montgomery zu den Texans getradet wurde, folgte später die Entlassung von Center Graham Glasgow. Während die Lions so 5,5 Millionen Dollar Cap Space erhalten, wird sich der 33-jährige Glasgow die Frage stellen, ob er woanders sein Glück versucht oder sich in die Football-Rente verabschiedet. Glasgow war 2016 von den Lions in der 3. Runde gedraftet worden und hat mit Ausnahme von drei Jahren bei den Broncos seitdem in Detroit gespielt - als Center, aber auch auf beiden Guard-Positionen.Icon Sportswire

David Montgomery (Detroit Lions)
Die Detroit Lions geben laut NFL-Insider Ian Rapoport David Montgomery an die Houston Texans ab. Im Gegenzug für den Running Back erhält das Team um Amon-Ra St. Brown Texans-O-Liner Juice Scruggs, einen Viertrunden- und einen Siebtrundenpick. Montgomery war hinter Jahmyr Gibbs nur noch Running Back Nummer zwei. Zuletzt hielten sich hartnäckige Gerüchte, dass der 28-Jährige mit seiner Rolle unzufrieden sei.Imagn Images

Tytus Howard (Cleveland Browns)
Die Cleveland Browns haben sich dringend benötigte Hilfe für die Offensive Line besorgt. Via Trade wechselt Right Tackle Tytus Howard von den Houston Texans nach Cleveland, die Browns schicken dafür einen Fünftrundenpick nach Texas. In Cleveland bekommt Howard zudem eine Vertragsverlängerung über drei Jahre und 63 Millionen Dollar.ZUMA Press Wire

Sam Franklin Jr. (Buffalo Bills)
Die Buffalo Bills verlängern den Vertrag mit Safety Sam Franklin Jr. um drei Jahre. Laut Jeremy Fowler von "ESPN" kann er bis zu 7,5 Millionen US-Dollar verdienen. Franklin verbuchte in der vergangenen Saison als wichtiger Spieler in den Special Teams 13 Tackles. Er gelangte 2020 als ungedrafteter Rookie in die NFL, spielte bis 2024 für die Carolina Panthers, schaffte es dann bei den Bills über den Practice Squad in den offiziellen Kader.Imagn Images

Javonte Williams (Dallas Cowboys)
Die Dallas Cowboys haben Running Back Javonte Williams mit einem neuen Vertrag ausgestattet. Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, unterschrieb der 25-Jährige einen Dreijahresvertrag über 24 Millionen Dollar, davon sollen 16 Millionen garantiert sein. Williams lief in der abgelaufenen Saison für 1.201 Yards und sammelte elf Touchdowns. Durch die Luft kamen weitere 137 Receiving Yards und zwei Touchdowns hinzu.Icon Sportswire

Lorenz Metz (New England Patriots)
Lorenz Metz hat sich nach seinem Playoff-Intermezzo bei den New England Patriots auch für die nahe Zukunft an die Franchise gebunden. Der 28 Jahre alte Offensive Lineman unterschrieb nach Saisonende einen Futures/Reserve Contract und wird damit zumindest die Saisonvorbereitung wohl bei den Patriots verbringen.Imagn Images

Brandon Aiyuk (San Francisco 49ers)
Das Kapitel von Wide Receiver Brandon Aiyuk bei den San Francisco 49ers ist so gut wie beendet. "Ich denke, dass man mit Sicherheit sagen kann, dass Brandon seinen letzten Snap als 49er bereits gespielt hat", erklärte General Manager John Lynch auf der Jahresabschluss-Pressekonferenz. Aiyuk, der seit Mitte 2024 verletzungsbedingt kein Spiel mehr gemacht hat, wird demnach wahrscheinlich entlassen werden.Imagn Images

Trevon Diggs (Green Bay Packers)
Das Intermezzo von Trevon Diggs in Green Bay ist vorbei. Die Packers haben den Cornerback entlassen, das gab die Franchise bekannt. Der 27-Jährige durchläuft nun den Waiver Wire. Sollte er nicht verpflichtet werden, wird er zum Free Agent. Ende Dezember hatten sich die Dallas Cowboys von ihm getrennt, die Packers verpflichteten ihn und er spielte in zwei Partien. Green Bay macht damit 15 Millionen Dollar an Cap Space frei.IMAGO/Icon Sportswire

Lenny Krieg (New York Jets)
Kicker Lenny Krieg hat eine neue Heimat in der NFL gefunden: Die New York Jets statteten den Deutschen mit einem Future/Reserve Contract aus und holten ihn vom Practice Squad der Atlanta Falcons. Damit haben die Jets die Rechte an Krieg für die Saison 2026, aber nicht darüber hinaus.Imagn Images

Jakobi Meyers (Jacksonville Jaguars)
An der Trade Deadline erst per Trade gekommen, nun ein neuer Vertrag: Die Jacksonville Jaguars statten Wide Receiver Jakobi Meyers mit einem neuen Kontrakt über drei Jahre und 60 Millionen Dollar aus, davon sind 40 Millionen garantiert. Nachdem Meyers bei den Las Vegas Raiders nicht glücklich wurde, tradeten die Jaguars für ihn. Nach der Saison wäre er Free Agent geworden.Icon Sportswire

Travis Jones (Baltimore Ravens)
In seinem letzten Vertragsjahr haben die Baltimore Ravens Nägel mit Köpfen gemacht und Defensive Tackle Travis Jones mit einem neuen Vertrag ausgestattet. Die Stütze der Defensive Line verdient über die kommenden drei Jahre 40,5 Millionen Dollar. Der Third Round Pick von 2022 spielt sein bestes Jahr und ist zu einem zuverlässigen Run Stopper geworden.Icon Sportswire

Luke Wattenberg (Denver Broncos)
Die Denver Broncos haben einem Anker ihrer Offensive Line einen neuen Vertrag gegeben. Wie NFL-Insider Tom Pelissero berichtet, statten die Broncos ihrem Center Luke Wattenberg mit einem neuen Vierjahresvertrag aus, der ihm 48 Millionen Dollar einbringt, damit sind nur drei Center besser bezahlt als Wattenberg. Die Hälfte davon sind garantiert. Laut "Pro Football Focus" hat Wattenberg diese Saison noch keinen Sack zugelassen. Auch interessant: NFL: Denver Broncos ohne Bo Nix - Ersatzmann spielt gegen sein Ex-TeamIcon Sportswire

Aidan Hutchinson (Detroit Lions)
Die Detroit Lions binden einen weiteren Leistungsträger langfristig an sich. Nach Jameson Williams und Kerby Joseph verlängerte nun auch Defensive End Aidan Hutchinson in Detroit. Der Edge Rusher unterschrieb für vier weitere Jahre und erhält nach Angaben seines Beraters Mike McCartney in diesem Zeitraum 180 Millionen Dollar, 141 davon sind demnach garantiert. Auch interessant: NFL: Amon-Ra St. Brown kritisiert Fans der Detroit LionsImagn Images
Die Bills müssen noch mehr für Josh Allen tun
Die Bills hingegen brauchen eine unumstrittene Nummer eins, eine Lebensversicherung für Allen. Jahr für Jahr wird in Buffalo vom Super Bowl geträumt, doch in den Playoffs fehlte dem Superstar-QB meist die nötige Unterstützung.
Was auch an der Receiver-Gruppe lag, die sich seit dem Abgang von Stefon Diggs vor zwei Jahren wackelig präsentiert. Exemplarisch dafür steht Keon Coleman, der in seinen ersten beiden NFL-Jahren sein großes Potenzial zwar andeuten konnte, insgesamt aber hinter den Erwartungen zurückblieb.
Sollte Coleman nun im Windschatten von Moore aufblühen, könnte in Buffalo tatsächlich etwas Großes entstehen. Doch auch dahinter stehen Fragezeichen.
Dabei wird Josh Allen im Mai bereits 30 Jahre alt und biegt damit in die Phase ein, die statistisch gesehen die besten Jahre in der Karriere eines Quarterbacks markieren.
Für die Bills ist es höchste Zeit, noch mehr für ihren Franchise-Spieler zu tun. Die Verantwortlichen müssen "All-in" gehen, um das Team für einen echten Super-Bowl-Run zu optimieren. Deshalb darf die Verpflichtung von D.J. Moore nicht das Ende der Bemühungen gewesen sein.
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