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NFL: US-Justizministerium leitet Ermittlungen wegen TV-Verträgen ein
Veröffentlicht:
von Chris LugertNFL
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Die TV-Verträge der NFL beinhalten auch in den USA verschiedene Deals mit Pay-TV- und Streaminganbietern. Das US-Justizministerium will sich die Situation jetzt genauer ansehen.
Droht der NFL in den USA Ärger aufgrund der Struktur ihrer zahlreichen TV-Verträge? Wie "ABC" berichtet, hat das Justizministerium der Vereinigten Staaten Ermittlungen gegen die Liga eingeleitet, um festzustellen, ob die NFL mit ihren Fernsehverträgen gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen hat.
Hintergrund sind vor allem die Verträge mit Pay-TV- und Streaminganbietern, für die die Fans in den USA extra Geld zahlen müssen, um alle Spiele live sehen zu können. Das "Wall Street Journal" berichtete als Erstes über diese Nachricht und schrieb, dass "Art und Umfang" der Ermittlungen des Justizministeriums unbekannt seien.
Die NFL verfügt über eine kartellrechtliche Ausnahmeregelung für die Aushandlung ihrer Fernsehverträge durch den Sports Broadcast Act von 1961, der jedoch nur für das frei empfangbare Fernsehen gilt. Gerichte haben in der Vergangenheit entschieden, dass er nicht für andere Medien gilt, darunter Kabel, Satellit und Streaming.
In den USA bestehen momentan Verträge der NFL mit ESPN/ABC, NBC Sports, CBS Sports, Prime Video und Netflix. Darüber hinaus sind einige Auslandsspiele exklusiv im NFL Network zu sehen. Allerdings werden alle Spiele eines bestimmten Teams innerhalb des eigenen Marktes immer kostenlos übertragen.
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NFL betont Fanfreundlichkeit
Die NFL verwies in einer Stellungnahme auf die Fanfreundlichkeit ihrer TV-Verträge. "Das Medienvertriebsmodell der NFL ist das fan- und sendefreundlichste in der gesamten Sport- und Unterhaltungsbranche", schrieb die NFL.
Und weiter: "Mit über 87 % unserer Spiele im frei empfangbaren Fernsehen, darunter 100 % der Spiele in den Märkten der teilnehmenden Teams, stellt die NFL seit Jahrzehnten ihre Fans in den Mittelpunkt der Verbreitung ihrer Inhalte. Die Saison 2025 war unsere meistgesehene seit 1989 und spiegelt die Stärke des NFL-Vertriebsmodells und dessen breite Verfügbarkeit für alle Fans wider."
Einer der größten Kritiker der aktuellen NFL-Verträge ist der republikanische Senator Mike Lee aus Utah, der auch Vorsitzender des Unterausschusses für Kartellrecht, Wettbewerbspolitik und Verbraucherrechte des Justizausschusses im US-Senat ist.
Lee schrieb bereits Anfang März einen Brief an das Justizministerium, um die aktuelle Situation zu prüfen. Dabei verwies er darauf, dass Fans beinahe 1000 Dollar an Abogebühren hätten zahlen müssen, um die NFL komplett zu sehen. "Forbes" schätzte die Kosten auf 765 Dollar, um wirklich jedes Spiel verfolgen zu können.
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Missbraucht die NFL ihre Sonderstellung?
Lee erklärte auf "X" mit Verweis auf die Ausnahmeregelung von 1961: "Die heutige Vertriebslandschaft unterscheidet sich erheblich von den Bedingungen, die zu dieser Ausnahmeregelung geführt haben."
Anstelle einer "kleinen Anzahl kostenloser Fernsehsender" vergebe die NFL nun Lizenzen für Spiele "gleichzeitig an Abonnement-Streaming-Plattformen, Premium-Kabelkanäle und Technologieunternehmen, die nach unterschiedlichen Geschäftsmodellen arbeiten", betonte er.
Lee weiter: "Soweit kollektiv lizenzierte Spielpakete hinter Abonnement-Bezahlschranken platziert werden, entsprechen diese Vereinbarungen möglicherweise nicht mehr dem gesetzlichen Konzept der gesponserten Fernsehübertragung oder der der kartellrechtlichen Ausnahmeregelung zugrunde liegenden Begründung des Verbraucherzugangs."
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