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NFL: Patrick Mahomes wird Comeback Player of the Year - Way too early Award-Favoriten der Saison 2026

Veröffentlicht:

von Marcus Giebel

NFL

NFL-Quiz: Teste dein Rookie-Wissen!

Videoclip • 07:21 Min


Für die NFL-Teams beginnt zum Frühlingsende die Vorbereitung auf die neue Saison mit den OTAs. In diesen Wochen wird also der Grundstein gelegt. Zu früh, um schon die Award-Favoriten vorherzusagen. Wirklich zu früh? ran wagt den Ausblick.

Die NFL ist in jeder Saison für Überraschungen gut. Teams, mit denen kaum ein Experte gerechnet hat, schaffen einen tiefen Playoff-Run oder stehen am Ende sogar im Super Bowl. Andere, deutlich besser eingeschätzte Mannschaften wechseln dagegen zum Start der Postseason vom Rasen aufs Sofa.

Und auch Profis, die vorher kaum jemand auf dem Radar hatte, spielen sich in den Vordergrund. Dafür bleiben andere weit hinter den Erwartungen zurück oder werden von Verletzungen außer Gefecht gesetzt.

Lange Rede, kurzer Sinn: Für Vorhersagen ist die NFL nicht die optimale Liga. ran lässt sich davon nicht entmutigen und wagt bereits einen Blick auf die Vergabe der Season Awards, die erst kurz vor dem Super Bowl im Februar ansteht.

MVP: Christian McCaffrey

Es wird mal wieder Zeit, dass der wichtigste Award an einen Nicht-Quarterback geht. Zuletzt war das 2012 mit Adrian Peterson der Fall. Am naheliegendsten wäre da Christian McCaffrey, der konstanteste Running Back der jüngeren NFL-Vergangenheit. Bereits vier 1000-Rushing-Yards-Saisons legte die Allzweckwaffe der Offense der San Francisco 49ers hin, 2019 kam er obendrein auf eine vierstellige Anzahl an Receiving Yards.

In der vergangenen Saison landete "CMC" auf Platz vier, 2023 beendete er das MVP-Race sogar als Dritter und wurde Offensive Player of the Year, in dem Jahr dazwischen bremsten ihn Achillessehnenprobleme aus. Vor der anstehenden Saison feiert er seinen 30. Geburtstag und scheint sein Toplevel sogar noch nach oben schrauben zu können.

Wichtig wäre, dass auch die übrige Offense die jüngsten Verletzungsprobleme abschüttelt, Brock Purdy in seinen Rhythmus kommt und George Kittle McCaffrey die Wege freiblocken kann. Dann spricht nichts dagegen, dass der Quarterback-Streak bei den MVP Awards endet.

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Offensive Player of the Year: Justin Jefferson

Tausend-Yards-Saisons sind für Justin Jefferson das normalste der NFL-Welt. In jeder seiner sechs NFL-Jahre sammelte der Wide Receiver der Minnesota Vikings eine vierstellige Anzahl an Receiving Yards. Bestwert waren die 1809 Yards im Jahr 2022, die ihm die Auszeichnung als Offensive Player of the Year einbrachten.

Damals verteilte Kirk Cousins die Bälle. Zuletzt hatten die "Vikes" enorme Verletzungssorgen auf der Quarterback-Position, weshalb sich zwischen "Jets" und den eingesetzten Signal Callern um J.J. McCarthy keine wirkliche Chemie entwickeln konnte. Für die neue Saison hat die Franchise mit Kyler Murray nachgelegt. Wer startet, muss sich zeigen, aber die Aussichten für Jefferson haben sich keinesfalls verschlechtert.

Defensive Player of the Year: Maxx Crosby

Unfreiwillig sorgte Maxx Crosby für die Story der Free Agency. Sein Trade zu den Baltimore Ravens für zwei Erstrunden-Picks schien bereits eingetütet, doch dann schickte das Team den Pass Rusher zurück zu den Las Vegas Raiders und beanstandete Sorgen bezüglich seiner Fitness nach einer vorangegangenen Knie-OP zu Jahresbeginn.

Dass die Ravens stattdessen Free Agent Trey Hendrickson unter Vertrag nahmen, verstand längst nicht jeder Beobachter. Denn Crosby gilt als kompletter Edge Rusher, verbuchte 2025 mit 24 Run-Stopps ohne Raumgewinne mehr als jeder andere Defender seit 2018.

Nach der Trade-Enttäuschung – immerhin wäre er bei einem potenziellen Contender gelandet – würde es nicht verwundern, wenn der 28-Jährige nun besonders motiviert in seine achte Saison geht. Und nochmal einen draufsetzt, um sich seinen ersten individuellen Award zu holen.

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Coach of the Year: John Harbaugh

Kaum war John Harbaugh nach 18 Jahren von den Baltimore Ravens entlassen worden, streckte gefühlt jeder Klub auf Coach-Suche seine Hände nach ihm aus. Immerhin gewann der 63-Jährige den Super Bowl, führte das Team zwölf Mal in die Playoffs und entwickelte Lamar Jackson zum zweimaligen MVP.

2019 wurde Harbaugh bereits zum Coach of the Year gekürt, die Chancen auf eine Wiederholung stehen nicht schlecht. Denn letztlich entschied er sich für die New York Giants, die zuletzt alles andere als erfolgreich unterwegs waren. Seit der Playoff-Teilnahme 2022, die Brian Daboll den Titel als Coach of the Year einbrachte, gewannen die "Big Blue" nur noch 13 von 51 Spielen.

Die Voraussetzungen für eine deutlich erfolgreichere Zukunft sind auch abseits von Harbaugh vorhanden. Jaxson Dart hat in seiner Rookie-Saison gezeigt, dass er der erhoffte Franchise Quarterback werden könnte, mit Malik Nabers steht einer der talentiertesten Receiver im Roster, hinzu kommt Running Back Cam Skattebo, der 2025 so manche Defense schwer in Verlegenheit brachte. Auf der defensiven Seite des Balles wurde im jüngsten Draft gleich in den Top 10 nachgelegt: mit Edge Arvell Reese.

Die Playoffs sind also nicht in unerreichbarer Ferne. Sollte das Harbaugh-Team in der Postseason mitmischen, dürfte der nächste Award in seinen Trophäenschrank wandern.

Comeback Player of the Year: Patrick Mahomes

Mit Verletzungen musste sich Patrick Mahomes in seiner NFL-Karriere bereits regelmäßig auseinandersetzen. Doch der Kreuzbandriss aus dem Dezember war auch für den dreimaligen Super-Bowl-Sieger zu viel. Die Saison war schon zu jenem Zeitpunkt nicht mehr zu retten, seit dem verhängnisvollen Tag wird bei den Kansas City Chiefs aber nur noch rückwärts gezählt – bis zu jenem Tag, an dem Mahomes wieder einsatzbereit auf dem Platz steht.

Zuletzt hieß es, der 30-Jährige könnte zu den OTAs zurückkehren, soll zum Saisonstart im September auch auflaufen können. Allerdings ist fraglich, auf welchem Niveau Mahomes sich zu Beginn präsentieren wird. Wohl kaum auf MVP-Level. Steigert er sich aber im Laufe der Saison und kommt seinen früheren Leistungen einigermaßen nahe, gibt es wohl keinen Weg an ihm vorbei, wenn der Comeback Player of the Year gesucht wird. Da können sich Micah Parsons, Kyler Murray oder Malik Nabers strecken, wie sie wollen.

Offensive Rookie of the Year: Carnell Tate

Als erster Wide Receiver ging Carnell Tate vom Draft Board – bereits an vierter Stelle. Früher wurde aus der Positionsgruppe in den vergangenen 17 Jahren nur Travis Hunter gezogen, der aber als Two Way Player gilt und bei den Jacksonville Jaguars künftig als Cornerback eingesetzt werden soll.

Bei Tate schlugen die Tennessee Titans zu. Womit er in der NFL von Cam Ward bedient wird, dem First Overall Pick des Draft 2025. In dessen Rookie-Saison mangelte es nach dem Wadenbeinbruch von Calvin Ridley an einem klaren Nummer-1-Receiver. Diese Rolle kann nun Tate direkt übernehmen und sich für den Rookie-Award bewerben.

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Defensive Rookie of the Year: Arvell Reese

Bei den New York Giants kommt Arvell Reese in eine Defense, die mit Dexter Lawrence einen wichtigen Anker verloren hat. Mit dem fünften Pick des Draft könnte sie aber direkt einen neuen gefunden haben. Dass der Edge Rusher in der NFL schnell Fuß fassen wird, bezweifelt wohl kein Experte.

Eine seiner Stärken: Reese kann auf verschiedenen Positionen eingesetzt werden, nicht nur in der D-Line, sondern auch als Linebacker. Wobei er sich eher nahe der Line of Scrimmage sieht. Head Coach John Harbaugh hat es schon in Baltimore verstanden, eine ligaweit gefürchtete Defense aufzubauen. Die Giants haben also die Zutaten, um Reese ins Rennen um den Rookie-Award zu schicken.

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