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NBA Finals: Tyrese Haliburton und die Indiana Pacers auf den Spuren von Dirk Nowitzki und den Dallas Mavericks

Veröffentlicht:

von Christoph "Icke" Dommich und Raman Rooprail

Bild: Getty Images


Die Indiana Pacers, angeführt von Tyrese Haliburton, sind drauf und dran, eine der größten NBA-Sensationen der Liga-Historie zu erreichen. Die Erfolgsgeschichte erinnert nicht nur deswegen an den legendären Run von Dirk Nowitzki und den Dallas Mavericks 2011.

Von Christoph "Icke" Dommisch und Raman Rooprail

"He's got a Chip on his Shoulder" ist eine klassische amerikanische Floskel.

Sinngemäß übersetzt: "Er hat etwas zu beweisen" oder "Er fühlt sich unterschätzt und will es allen zeigen".

Auch wenn US-Sportstars diese Floskel teils inflationär benutzen, trifft diese auf kaum jemand besser zu als auf Tyrese Haliburton.

In einem Interview Ende 2023 untermauerte Haliburton dieses Narrativ. "Mein ganzes Leben schon", antwortete der Point Guard der Indiana Pacers auf die Frage in der "The Dan Patrick Show", wie lange er schon den berühmten "Chip on his Shoulder" trägt.

Das Narrativ erhielt in dieser Saison neues Futter. Erst verpasste er überraschend eine All-Star-Nominierung, dann wurde Haliburton in einer anonymen Umfrage unter NBA-Spielern vor den Playoffs zum "Most Overrated Player" der Liga gewählt.

Ob eine neue Umfrage heute das gleiche Ergebnis hervorbringen würde? Wohl kaum.

Indiana Pacers: Tyrese Haliburton mit historischem Playoff-Lauf

Haliburtons unglaublicher Playoff-Lauf mit den Pacers ist jetzt schon historisch. Bereits drei Mal drehte Indiana angeführt von ihrem Star-Spieler einen Rückstand von mindestens sieben Punkten in der finalen Minute des Spiels - das gelang in der ruhmreichen NBA-Historie noch niemandem.

Aber es wird noch besser: Haliburton gelang in jeder Runde ein Gamewinner oder Buzzer Beater, der eine Partie auf den Kopf stellte. Und immer mal lag Indiana in diesen Spielen mit mindestens 15 Punkten zurück.

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NBA Awards: Die Gewinner der Auszeichnungen für die Regular Season 2024/25

  • NBA Awards 2024-25

    NBA Awards: Gewinner der Auszeichnungen
    Die Regular Season ist vorbei und alle individuellen Auszeichnungen der NBA stehen fest. Mit dabei: Ein erstmaliger MVP und ein erstmaliger Coach of the Year. ran zeigt alle Gewinner der NBA Awards 2024/25. (Stand: 22.05.25)

    Getty Images

  • Oklahoma City Thunder v Los Angeles Clippers

    NBA Most Valuable Player
    Gewinner: Shai Gilgeous-Alexander (Oklahoma City Thunder)
    Stats in der Regular Season: 32,7 Punkte, 5,0 Rebounds, 6,4 Assists pro Spiel

    2025 Getty Images

  • Indiana Pacers v Cleveland Cavaliers

    NBA Coach of the Year
    Gewinner: Kenny Atkinson (Cleveland Cavaliers)
    Stats in der Regular Season: 64 Siege, 18 Niederlagen

    2025 Getty Images

  • Cleveland Cavaliers v New York Knicks

    NBA Clutch Player of the Year
    Gewinner: Jalen Brunson (New York Knicks)
    Stats in der Regular Season: 26,0 Punkte, 2,9 Rebounds, 7,3 Assists pro Spiel

    2025 Getty Images

  • Boston Celtics v Houston Rockets

    NBA Sixth Man of the Year
    Gewinner: Payton Pritchard (Boston Celtics)
    Stats in der Regular Season: 14,3 Punkte, 3,8 Rebounds, 3,5 Assists pro Spiel

    2025 Getty Images

  • Atlanta Hawks v Orlando Magic - Play-In Tournament

    NBA Most Improved Player
    Gewinner: Dyson Daniels (Atlanta Hawks)
    Stats in der Regular Season: 14,1 Punkte, 5,9 Rebounds, 4,4 Assists, 3,0 Steals pro Spiel

    2025 Getty Images

  • Cleveland Cavaliers v Portland Trail Blazers

    NBA Defensive Player of the Year
    Gewinner: Evan Mobley (Cleveland Cavaliers)
    Stats in der Regular Season: 18,5 Punkte, 9,3 Rebounds, 3,2 Assists, 1,6 Blocks pro Spiel

    2025 Getty Images

  • San Antonio Spurs v Utah Jazz

    NBA Rookie of the Year
    Gewinner: Stephon Castle (San Antonio Spurs)
    Stats in der Regular Season: 14,7 Punkte, 3,7 Rebounds, 4,1 Assists, 0,9 Steals pro Spiel

    2024 Getty Images

  • Houston Rockets v Golden State Warriors - Game Three

    NBA Hustle Award
    Gewinner: Draymond Green (Golden State Warriors)
    Stats in der Regular Season: 9,0 Punkte, 6,1 Rebounds, 5,6 Assists, 1,5 Steals pro Spiel

    2025 Getty Images

  • Golden State Warriors v Houston Rockets - Game Five

    NBA Twyman-Stokes Teammate of the Year
    Gewinner: Stephen Curry (Golden State Warriors)
    Stats in der Regular Season: 24,5 Punkte, 4,4 Rebounds, 6,0 Assists pro Spiel

    2025 Getty Images

  • 2019 NBA Awards Presented By Kia On TNT - Inside

    Weitere Awards
    • NBA Basketball Executive of the Year: Sam Presti (Oklahoma City Thunder)
    • NBA Social Justice Champion: Jrue Holiday (Boston Celtics)
    • NBA Sportsmanship Award: Jrue Holiday (Boston Celtics)

    2019 Getty Images


Auch die jeweiligen Würfe hatten alle etwas ikonisches. In Runde eins ein Korbleger gegen die Milwaukee Bucks mit Giannis Antetokounmpo im Gesicht. Gegen die an Nummer 1 gesetzten Cleveland Cavaliers ein spektakulärer Step-Back-Dreier, nachdem Haliburton zuvor seinen eigenen Freiwurf absichtlich verwarf, den Rebound aufsammelte und anschließend das Spiel entschied.

Es wurde aber sogar noch besser. Der Buzzer Beater gegen die New York Knicks in Spiel eins, nachdem der Ball eine gefühlte Ewigkeit in der Luft hing inklusive der berühmten "Choke"-Geste vor den Augen von Pacers-Legende Reggie Miller, der einst ebenfalls die Knicks im Madison Square Garden zur Verzweiflung getrieben hatte. Und natürlich jetzt der Gamewinner mit 0,3 Sekunden auf der Uhr beim Finals-Auftakt, der die Geschichte der "Comeback-Pacers" endgültig krönte.

Parallelen zu Dirk Nowitzki und den Dallas Mavericks

Die Pacers egalisierten bei den Oklahoma City Thunder einen 15-Punkte-Rückstand im vierten Viertel. Das gab es in der Finals-Geschichte seit 1971 zuvor nur zwei Mal. Wem das zuletzt gelang? Den Dallas Mavericks 2011, angeführt von Dirk Nowitzki.

Es ist nicht die einzige Parallele, die die heutigen Pacers mit der Truppe um den Würzburger verbindet. Denn kurioserweise war Indianas Head Coach Rick Carlisle auch Trainer von den Mavericks 2011, als diese wie bei den Pacers nur mit Nowitzki als All Star einen unermüdlichen Playoff-Run starteten.

Dabei schlugen Dirk und Co. erst die Mega-Stars der Western Conference um Kobe Bryant, Tim Duncan, Tony Parker, Manu Ginobili, Kevin Durant, Russell Westbrook und James Harden, nur um im Finale dann auch noch die "Big Three" der Miami Heat um LeBron James, Dwyane Wade und Chris Bosh in ihre Schranken zu weisen.

Indiana Pacers schreiben ihre eigene Geschichte

Zugegeben, hier unterscheiden sich die Geschichten etwas. Haliburton, auch wenn er selber dieses Jahr nicht gewählt wurde, hat mit Siakam einen All Star an seiner Seite. Außerdem musste Nowitzki bei seinem Run dutzende Superstars bezwingen, während Haliburton und Co. im Osten auf keine mit Stars gespickte Truppe trafen.

Das soll der Story aber keinen Abbruch tun. Niemand kann sich seine Gegner selbst aussuchen und mit dem Narrativ der "Comeback-Pacers" inklusive Haliburtons zahlreichen heroischen Last-Second-Körben schreibt Indiana aktuell ihre ganz eigene magische Geschichte.

Ob Haliburton und den Pacers letztlich wie Nowitzki und den Mavericks auch die endgültige Krönung gelingt, steht noch in den Sternen. Der Weg für die wohl größte Finals-Überraschung seit 2011 ist dafür allerdings geebnet.

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