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Wechsel nach Madrid steht bevor

Bayer Leverkusen: Warum Xabi Alonso beinahe Real Madrid abgesagt hätte

Veröffentlicht:

von Martin Volkmar

ran Fußball Bundesliga

Xabi Alonso: Das war sein emotionalster Moment in Leverkusen

Videoclip • 01:39 Min


Noch immer hat Real Madrid Xabi Alonso nicht offiziell als neuen Chefcoach verkündet. Das könnte auch daran liegen, dass dem Erfolgscoach eine Bedingung gar nicht passt.

Von Martin Volkmar

Die Pressekonferenz mit Carlo Ancelotti am Dienstag vor dem Spiel gegen Real Mallorca trug teilweise surreale Züge.

Denn eigentlich ist klar, wie es auf dem Trainerstuhl bei Real Madrid weitergeht – nur offiziell hüllen sich die "Königlichen" nach wie vor in Schweigen.

Dabei hatte der brasilianische Verband schon am Vortag per Pressemitteilung bekanntgegeben, dass Ancelotti ab Sommer neuer Trainer der "Selecao" wird.

Nachfolger des Italieners soll Xabi Alonso werden, wie auch ran bestätigt wurde.

Doch nach aktuellem Stand ist Ancelotti weiter bis 2026 an Real gebunden und auch die Verpflichtung von Alonso wartet immer noch auf die Verkündung.

Real Madrid: Xabi Alonso und Carlo Ancelotti von Hinhalte-Taktik genervt

Sie werden dann eine Erklärung abgeben, wenn sie es wollen, das ist überhaupt kein Problem“, sagte Ancelotti zur Geheimniskrämerei seines Noch-Vereins, was ihn aber augenscheinlich selbst nervte:

"Ich soll hier jetzt Dinge erklären, die ich jetzt nicht erklären will."

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Das Wichtigste in Kürze

Auch Xabi Alonso soll dem Vernehmen nach genervt gewesen sein vom Verhandlungsstil seines neuen Klubs, weshalb nach ran-Informationen auch eine Absage an Real bis zuletzt durchaus möglich war.

Das lag unter anderem an der nach außen hin immer noch anhaltenden Hängepartie. Der spanische Rekordmeister wollte so lange warten, bis die Mannschaft keine Chancen mehr auf den Titel in La Liga hatte.

Real Madrid hat immer noch eine kleine Titelchance

Auch nach der 3:4-Niederlage im Clasico beim weit enteilten Tabellenführer FC Barcelona besteht sogar noch eine minimale Restchance – möglicherweise wartet die Real-Führung deshalb immer noch.

Daher schufen Ancelotti und Alonso Fakten. Der eine ließ sich am Montag zu Brasiliens Nationalcoach ernennen, der andere gab am vergangenen Donnerstag seinen Abschied nach knapp drei erfolgreichen Jahren bei Bayer Leverkusen bekannt.

Alonso wollte endlich seinem monatelangen Lavieren über seine Zukunft ein Ende machen und damit den Weg für eine ehrenvolle Verabschiedung in seinem letzten Heimspiel am Sonntag gegen Borussia Dortmund freimachen.

Ansonsten hätte sogar die Gefahr bestanden, dass der Meistertrainer beim letzten Auftritt in der BayArena Pfiffe der eigenen Fans riskiert hätte – stattdessen geht er als gefeierte Vereinsikone nun durch die große Vordertür.

Klar ist auch, dass mit Alonso gleich drei Assistenten den Klub verlassen werden: Sebastián Parrilla, der er im Oktober 2022 aus San Sebastian mitbrachte, sowie die bereits seit 2021 in Leverkusen angestellten Alberto Encinas und Ismael Camenforte-López.

All dies klärte sich aber erst vergangene Woche, nachdem die Bayer-Bosse lange das Gefühl gehabt hatten, Alonso hadere mit seiner Zusage für Real.

Xabi Alonso: Klub-WM wäre beinahe zum Dealbreaker geworden

Das soll vor allem an den zahlreichen Bedingungen von Präsident Florentino Perez und seinen Beratern gelegen haben, vor allem eine wäre nach ran-Infos beinahe zum Dealbreaker geworden: Die FIFA Klub-WM.

Die Madrilenen wollen unbedingt, dass Alonso die Mannschaft sofort nach Saisonende übernimmt und in den USA möglichst zum Titel führt, der neben dem Prestige eine Gesamtsumme von bis zu 126 Millionen Euro bringen würde.

Alle Relegationsspiele zwischen Bundes- und 2. Liga sowie zwischen dem deutschen Unterhaus und der 3. Liga gibt es vom 22. bis 27. Mai LIVE in Sat.1, und im Livestream auf ran.de und Joyn.

Alonso hingegen hätte lieber eine mehrwöchige Verschnaufpause nach einer anstrengenden Spielzeit gehabt, um ausgeruht und gut vorbereitet sein neues Team erst im Juli/August zu übernehmen.

Möglicherweise ein Grund, warum die Ernennung des Weltmeisters von 2014 noch immer nicht offiziell ist, doch Real will auf gar keinen Fall mit einem Übergangscoach wie Nachwuchstrainer Raul oder Sportdirektor Santiago Solari zur Klub-WM reisen.

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Real Madrid: Xabi Alonso erwartet eine Mammut-Aufgabe

So oder so erwartet Alonso in Madrid eine Herkulesaufgabe, weil die erfolgsverwöhnte Mannschaft nach einem enttäuschenden Jahr ohne Titel umgebaut und neu ausgerichtet werden muss.

Personell, taktisch und vermutlich auch vom Mindset her, denn die vielen Verhaltensauffälligkeiten am Spielfeldrand, wie im Pokalfinale gegen Barca, haben dem Image des selbsternannten Weltklubs massiv geschadet und sind so gar nicht "Xabi-like".

Derweil stehen auch die Leverkusener vor einer großen Herausforderung, da neben der Lichtgestalt auf der Trainerbank auch mehrere Schlüsselspieler wie Kapitän Jonathan Tah, Jeremy Frimpong (fast sicher zu Liverpool) und vermutlich auch Florian Wirtz (FC Bayern München oder Manchester City) die Werkself und damit die Bundesliga verlassen werden.

Bayer Leverkusen: Keine Trübsal trotz Verlust von Alonso, Tah und wohl Wirtz

Doch unterm Bayer-Kreuz herrscht deshalb alles andere als Trübsal, viel mehr sieht man die Veränderungen auch als Chance für eine Neuausrichtung.

Schließlich habe man immer wieder Topspieler wie etwa Kai Havertz abgegeben und sei trotzdem immer wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt, heißt es.

Die wichtigste Weichenstellung dafür dürfte die Wahl des neuen Chefcoaches sein.

Bundesliga-Transfergerüchte: Kim rückt in den Fokus des FC Chelsea

  • Minjae Kim (FC Bayern)
    Der FC Chelsea beschäftigt sich laut Bayern-Insider Christian Falk mit einer möglichen Verpflichtung von Abwehr-Star Minjae Kim. Zwar liege noch kein konkretes Angebot vor, jedoch haben die "Blues" angeklopft. Der FC Bayern würde sich demnach ab 30 bis 40 Millionen Euro gesprächsbereit zeigen. Auch Tottenham, AC Mailand und Inter Mailand seien am Südkoreaner interessiert, ...

    RHR-Foto

  • Minjae Kim (FC Bayern)
    ...noch deutet aber nichts konkret auf einen Abschied hin. Laut Falk ist Kim auch ohne Stammplatz mit seiner Rolle in München zufrieden. Die Bayern schätzen den Innenverteidiger als starken ersten Backup, selbst wenn dieser dafür ein sehr deftiges Gehalt bezieht. Stand jetzt habe Kim nicht die Absicht, die Bosse über einen Wechselwunsch zu informieren.

    Marco Canoniero

  • Yan Diomande (RB Leipzig)
    Leipzig-Youngster Yan Diomande zählt zu den großen Entdeckungen der Saison. Dies hat offenbar auch Manchester United festgestellt, die laut der spanischen Zeitung "Sport" Interesse am 19-Jährigen haben sollen. Demnach hätte der Flügelspieler die ManUnited-Bosse mit seiner "Schnelligkeit und Dribbelfähigkeit" beeindruckt. Allerdings läuft sein Vertrag bei RB bis Sommer 2030, sodass die mögliche Ablöse sehr hoch ausfallen dürfte.

    AFP/SID/RONNY HARTMANN

  • Victor Osimhen (Galatasaray Istanbul)
    Victor Osimhen steht nun wohl doch auf dem Zettel des FC Bayern. Der Rekordmeister prüft laut "FussballTransfers", ob ein Transfer des nigerianischen Torjägers möglich sein könnte. Osimhen wurde dem FC Bayern bereits im Winter angeboten, allerdings lehnte Max Eberl einen Transfer damals noch ab. Nun beschäftigen sich die Münchner Verantwortlichen erneut mit dem Angreifer. Auch Osimhen selbst kann sich einen Wechsel nach München offenbar gut vorstellen. Neben dem FC Bayern zeigen allerdings auch andere Klubs Interesse - darunter mehrere Vereine aus Saudi-Arabien.

    IMAGO/Buzzi

  • Luka Vuskovic (Hamburger SV)
    Kann der HSV Innenverteidiger Luka Vuskovic halten? "Ich bin Überzeugungstäter. Natürlich glaube ich auch fußballromantisch an Dinge, die schwer vorzustellen sind", sagte Hamburgs Trainer Merlin Polzin der "Bild". Der Kroate ist von Tottenham Hotspur ausgeliehen und liegt bei einem Marktwert von 40 Millionen Euro. Dabei wähnt sich Polzin mit einem Trumpf in der Hand. "Wir wissen auch, was im November passiert..." Dabei spielt Polzin auf das Comeback von Lukas Bruder Mario Vuskovic nach Doping-Sperre an.

    IMAGO/HMB-Media

  • Said El Mala (1. FC Köln)
    Köln-Juwel Said El Mala steht bei einigen Klubs auf dem Zettel, einer wirbt aber wohl besonders intensiv um die Dienste des 19-Jährigen: Brighton & Hove Albion mit Trainer Fabian Hürzeler. Laut "Sky" plant der Premier-League-Klub im kommenden Sommer einen weiteren Vorstoß. Schon in den vergangenen beiden Transferfenstern hat der Klub demnach erfolglos wegen eines möglichen Transfers angefragt. Sein Vertrag in Köln läuft noch bis 2030.

    IMAGO/Revierfoto

  • Rocco Reitz (Borussia Mönchengladbach)
    Borussia Mönchengladbach könnte im Sommer 2026 wohl Rocco Reitz verlieren. Laut "Sky" soll RB Leipzig großes Interesse am 23-Jährigen haben. Dem Bericht nach hat Reitz in seinem Kontrakt offenbar eine Ausstiegsklausel in Höhe von 28 Millionen Euro. Zudem gibt es wohl auch weitere Interessenten wie Eintracht Frankfurt, Bayer Leverkusen und Brighton & Hove Albion. Reitz' Vertrag bei den "Fohlen" läuft noch bis Sommer 2028.

    2025 Getty Images

  • Jeremy Monga (Leicester City)
    Beim englischen Zweitligisten sorgt der erst 16-jährige Jeremy Monga für Aufsehen. Entsprechend sind schon einige Topklubs auf den Teenager aufmerksam geworden. Laut "Teamtalk" gehören auch der FC Bayern und Borussia Dortmund zu den Interessenten an Monga. Demnach sollen auch beide Klubs schon Gespräche mit dem Offensivspieler geführt haben, ...

    2025 Getty Images

  • Jeremy Monga (Leicester City)
    ... der aufgrund der Statuten aber erst im Jahr 2027 nach Deutschland wechseln dürfte. Die Konkurrenz im Werben um den Engländer ist aber wohl riesig. Juventus Turin, Real Madrid und PSG haben wohl ebenfalls schon Kontakt zu Monga aufgenommen, auch die englischen Topklubs Liverpool und Tottenham seien hinter dem Toptalent her, heißt es.

    2025 Getty Images

  • Julian Ryerson (Borussia Dortmund)
    Landet ein BVB-Stammspieler beim FC Barcelona? Wie "Sky" berichtet, hat Barca offenbar ein Auge auf Julian Ryerson geworfen. Der Norweger soll demnach ein günstiger Ersatz für Jules Kounde sein, der in Katalonien vor dem Abgang steht. Erste Gespräche sollen demnach bereits stattgefunden haben. Ob der BVB einem Abgang jedoch zustimmen würde, ist offen.

    2025 Getty Images


"Wir würden uns natürlich freuen, wenn wir in diesem Monat in der Lage wären, das zu entscheiden und zu verkünden", sagte Geschäftsführer Fernando Carro bei "RTL":

"Wir müssen natürlich in der Transferperiode einen Kader zusammenbauen. Und es ist viel einfacher, das zusammen mit einem Trainer zu machen. Von daher ist die Trainerentscheidung vielleicht das erste Puzzlestück, bevor wir dann die Kaderentscheidungen treffen."

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Alonso-Nachfolge bei Bayer Leverkusen: Cesc Fabregas bleibt Favorit

Als Favorit des Spaniers Carro gilt weiterhin dessen Landsmann Cesc Fabregas, der von der Erfahrung und vom Stil her sehr seinem ehemaligen Nationalmannschaftskollegen Alonso ähnelt.

Daran haben auch die Meldungen aus Italien nichts geändert, nach denen sein aktueller Klub AC Como von einem Verbleib des einstigen Stars von Chelsea und Barca überzeugt ist.

Ob Fabregas oder ein anderer wie Erik ten Hag: Unwahrscheinlich ist in jedem Fall, dass sich die Bekanntgabe so lange hinauszögert wie bei Real und Alonso.

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