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Borussia Dortmund - Vor Duell gegen FC Bayern: Trotz Rückschritt viel Selbstvertrauen getankt - Erkenntnisse
Aktualisiert:
von Tobias WiltschekBVB-Coach Niko Kovac nahm Serhou Guirassy in der zweiten Halbzeit vom Platz
Bild: Kirchner-Media
Dortmund erkämpft in Leipzig noch ein Remis. Die Statistik von Serhou Guirassy lässt für das Spiel gegen die Bayern aber nichts Gutes ahnen. Fünf Erkenntnisse.
Von Tobias Wiltschek
Waren es nun zwei verlorene Punkte oder ein gewonnener Punkt für Borussia Dortmund? Diese Frage ist nach dem wilden 2:2 bei RB Leipzig schwer zu beantworten.
Einerseits müssen die Dortmunder froh sein, dass sie durch das Tor von Joker Fabio Silva tief in der Nachspielzeit überhaupt noch einen Punkt mitnehmen konnten.
Andererseits hatten die Gäste in der Schlussphase gleich mehrere gute Chancen, und ihnen wurde kurz vor dem Ausgleich auch noch ein – zumindest aus ihrer Sicht – klarer Elfmeter verweigert, als Karim Adeyemi im Strafraum zu Fall gebracht wurde.
Mit Blick auf das Topspiel gegen den FC Bayern am kommenden Samstag lassen sich trotzdem ein paar wichtige Erkenntnisse gewinnen.
BVB kann selbstbewusst in den Bundesliga-Klassiker gehen
Das ist wohl die wichtigste Erkenntnis aus dem Spiel in Leipzig: Die Zeiten, in denen den Dortmundern mangelnde Mentalität vorgeworfen werden konnte, sind vorbei.
Wie schon beim 3:3-Thriller gegen die Frankfurter Eintracht und vor ein paar Wochen beim 1. FC Heidenheim bewies der BVB auch bei RB Leipzig große Moral und kam nach einem Rückstand noch zurück.
Diese Mentalität ist auch gegen den FC Bayern vonnöten, wenn die Dortmunder bei momentan acht Punkten Rückstand die letzte Chance nutzen wollen, den Titelkampf doch noch einmal spannend zu gestalten.
Dortmund gerät zu oft in Rückstand
Die Dortmunder haben in den letzten elf Bundesliga-Spielen viermal mit mindestens zwei Toren Vorsprung und zu Null gewonnen. Auch das ist grundsätzlich eine positive Tendenz.
Trotzdem aber sind immer wieder Spiele dabei, in denen sie in Rückstand geraten – siehe Frankfurt, Heidenheim oder Leipzig. Bei RB hinten zu liegen, ist grundsätzlich keine Schande. Dass der BVB in Sachsen aber in den ersten 45 Minuten komplett chancenlos war und vom überragenden Yan Diomande phasenweise hergespielt wurde, sollte schon zu denken geben.
Kovac zieht die richtigen Schlüsse
So schlecht die erste Halbzeit war, so überzeugend trat der BVB zumindest über weite Phasen in der zweiten Hälfte auf. Das lag zu einem Großteil an den taktischen Umstellungen von Trainer Niko Kovac.
Erstens hat er die Doppelsechs zugunsten eines klassischen Zehners aufgelöst und damit die Offensive gestärkt. Zweitens ließ er nach der Pause Diomande praktisch gleich von zwei Spielern verteidigen. Luca Reggiani unterstützte nun Julian Ryerson besser, nachdem der Norweger auf seiner rechten Abwehrseite von Diomande ein ums andere Mal vernascht worden war.
So wurde das Spiel der Dortmunder deutlich offensiver und gleichzeitig defensiv stabiler.
Joker wirbeln Leipzig durcheinander
Dass mit Nico Schlotterbeck, Emre Can und Niklas Süle gleich drei Abwehrspieler verletzt fehlen, machte sich natürlich auch in Leipzig zumindest phasenweise bemerkbar.
In der Offensive aber kann der BVB aus dem Vollen schöpfen. Wenn Serhou Guirassy und Maximilian Beier – wie in Leipzig – keinen guten Tag erwischen, springen Fabio Silva, Karim Adeyemi und Julian Brandt ein.
Das Angriffstrio funktionierte sofort und wirbelte die Leipziger Abwehr ein ums andere Mal durcheinander. Die Gastgeber konnten am Ende froh sein, dass sie noch mit dem einen Punkt davongekommen sind.
Guirassy setzt gegen Leipzig Horrorserie fort
Serhou Guirassy wird von Kovac oft und gern als "unsere Lebensversicherung" bezeichnet. Tatsächlich gehört der Nationalstürmer Guineas mit elf Treffern auch in dieser Saison wieder zu den besten Torschützen der Bundesliga.
Mit Blick auf das Spiel gegen die Bayern muss dem BVB dennoch Angst und Bange werden. Denn auch in Leipzig blieb Guirassy torlos und setzte damit eine fast unglaubliche Serie fort.
Gegen Teams auf den ersten acht Tabellenplätzen hat der 29-Jährige in dieser Saison noch kein einziges Tor geschossen. Die derzeit bestplatzierte Mannschaft, gegen die er genetzt hat, ist Union Berlin auf Platz neun. Alle anderen Tore erzielte er gegen Teams, die dick im Abstiegskampf stecken.
Gegen die Bayern aber brauchen die Dortmunder einen Guirassy in Topform. Ansonsten wird sind die zuletzt aufgekeimten zarten Meisterträume nach dem Bundesliga-Klassiker endgültig ausgeträumt.
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