Bundesliga
Borussia Mönchengladbach - Strafe für Florian Neuhaus: Gladbach hat bereits davor verloren - ein Kommentar
Aktualisiert:
von Andreas Reinersran Fußball Bundesliga
Gladbach: Florian Neuhaus sorgt mit diesem Video für Ekat
Videoclip • 01:43 Min
Die Borussia hat die Strafe für Florian Neuhaus verkündet. Verloren hatte der Klub schon im Vorfeld. Ein Kommentar.
Man kann den Verantwortlichen von Borussia Mönchengladbach einen feinen niederrheinischen Humor attestieren.
Denn der ist bekannt für Selbstironie und ein Augenzwinkern. Florian Neuhaus nach dem schlagzeilenträchtigen Skandal-Video und Aussagen wie "Don Rollo gibt Florian Neuhaus 1,2,3,4 Millionen" für (1,2,3) 4 Wochen in die U23 zu degradieren, zeugt von einer guten Portion dieses oft subtilen Humors.
Borussia Mönchengladbach: Aus für Don Rollo? Neuer Sportdirektor wohl im Anflug
Gladbach: Welche Chancen hat Florian Neuhaus nach Malle-Skandal?
Dass der Klub dies tatsächlich aber schenkelklopfend und feixend so beschlossen hat, darf man bezweifeln. Denn zu lachen hat die Borussia im Moment nicht so viel.
Im Grunde hatten die Gladbacher schon vorher keine Chance.
Das Wichtigste in Kürze
Gladbach: Noch härtere Strafe für Neuhaus?
Sollte Neuhaus für die Aussagen gegen Manager Roland Virkus, die laut Geschäftsführer Dr. Stefan Stegemann "vereinsschädigend und inakzeptabel" seien und zudem "handelnde Personen tief enttäuscht" hätten, noch härter bestraft werden?
Oder weniger hart? Oder gar nicht? Hätte man beim "Don-Rollo"-Skandal ein Auge zudrücken sollen, weil Profis auch nur Menschen sind? Das richtige Augenmaß beim Strafmaß zu finden, ist immer ein schmaler Grat und damit auch eine Kunst. Stets davon begleitet, bei den Maßnahmen daneben zu greifen.
Die Borussia hat in der Hinsicht die wohl bestmögliche Entscheidung getroffen, weil alles, was als zu gering empfunden werden könnte, ein falsches Signal gewesen wäre. Und umgekehrt alles, was als zu hart eingestuft worden wäre, möglicherweise zu einem Eigentor geführt hätte.
Wenn man denn einfach mal davon ausgeht, dass die nicht näher bezifferte "hohe Geldstrafe" auch tatsächlich in einem empfindlichen Verhältnis zu seinem in dem Video preisgegebenen Gehalt steht.
Gladbach: Die Probleme liegen tiefer
Dass es trotz der schnellen Reaktion und der Strafe weiter rumort, liegt daran, dass die Probleme deutlich tiefer liegen und schon viel länger schwelen, als es das Video gibt. Sie müssen aufgearbeitet und gelöst werden. Vielleicht ist das Video, verbunden mit den teils emotionalen Reaktionen aus dem Umfeld, eine Art Weckruf, die Baustellen anzugehen.
Denn die Liste ist lang. Eine unbefriedigende sportliche Entwicklung, Management-Fehler, Kommunikations-Patzer, Diskussionen um die in der Kritik stehenden Gerardo Seoane und Roland Virkus, ein schwieriger Transfersommer - die Strafe war folgerichtig, sie wird die wahren Probleme aber erst einmal nicht lösen.
Sondern vor allem auf Betriebstemperatur halten. Wahrscheinlich deutlich länger als 1,2,3,4 Wochen.
Mehr News und Videos

Champions League
CL-Ansetzung fix: Termine für Bayern vs. Real stehen fest

Champions League
Bayern freut sich auf Real: "Haben vor niemandem Angst"

Champions League
Liverpool schaltet Gala aus, Atletico zittert sich weiter

Champions League
Kane trifft traumhaft: Starke Bayern fordern jetzt Real

Champions League
Historisch! Bayern-Youngster knackt CL-Rekord

Champions League
Bayern-Noten: Kane brilliert, Guerreiro fällt ab

Länderspiele
DFB-Team: Nagelsmann überrascht mit Torwart-Nominierung

Champions League
Debüt gegen Bergamo: Das ist Bayern-Debütant Ofli

Länderspiele
DFB-Team: Frankfurt-Youngster wohl wieder nominiert