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Bundesliga: Weniger VAR-Einsätze? Schiedsrichter-Chef Kircher plädiert für "stärkere Persönlichkeiten"

Veröffentlicht:

von SID

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Videoclip • 02:34 Min


Schiedsrichter-Chef Knut Kircher plädiert für weniger Einsätze des VAR.

Schiedsrichter-Chef Knut Kircher will die Eingriffe des Video-Assistenten in der Fußball-Bundesliga reduzieren. Sein Ansatz sei, "dass wir wieder zur ursprünglichen Motivation zurückkehren müssen, klare und offensichtliche Fehler zu korrigieren", sagte der 57-Jährige der Süddeutschen Zeitung. Es müsse akzeptiert werden, dass es "80-zu-20- oder auch 70-zu-30-Entscheidungen" gebe, bei denen der VAR "nichts verloren" habe.

"Wir wollen Schiedsrichter auf dem Feld, die Entscheidungen treffen", führte Kircher aus: "Ich erinnere nur daran, warum der VAR eingeführt wurde. Um glasklare Fehlentscheidungen zu verhindern! Wembleytor, Maradonas Handtor, Thierry Henrys Handspiel in der WM-Qualifikation gegen Irland, die Phantomtore von Helmer oder Kießling in der Bundesliga."

Kircher zufolge hätte die Reduzierung der Eingriffe auch einen positiven Nebeneffekt: "Je seltener der VAR helfen kann, desto mehr ist der Schiedsrichter gefordert. Ich glaube, so entwickeln sich stärkere Persönlichkeiten auf dem Feld", sagte der Geschäftsführer Sport und Kommunikation der DFB Schiri GmbH, der den Umgang mit dem VAR bereits bei seinem Amtsantritt vor fast zwei Jahren als "zu kleinteilig" empfand.

Bundesliga: Wieder Kritik am VAR

Zuletzt hatte es wieder verstärkt Kritik an dem VAR und den Schiedsrichtern gegeben, die Stimmung sei laut Kircher "am Anschlag". Nach dem Bundesliga-Topspiel zwischen Bayer Leverkusen und Bayern München (1:1) hatte etwa Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß die Leistung des Gespanns um Christian Dingert als "schlechteste Leistung eines Schiedsrichter-Teams, die ich je bei einem Bundesligaspiel erlebt habe" bezeichnet.

Dies wies Kircher nun bestimmt zurück. "Ich kann schon verstehen, dass nach solchen Spielen emotionale Reaktionen kommen, aber wenn man es fachlich-nüchtern analysiert, stimmt der Vorwurf natürlich nicht", so der 244-malige Bundesligaschiedsrichter: "Aber das weiß Uli Hoeneß ja auch."

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