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Champions League

Arsenals Finalhoffnung? Kai Havertz ist der Mann für die wichtigen Momente

Veröffentlicht:

von Justin Kraft

ran Fußball

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Videoclip • 01:21 Min


Kai Havertz ist ein Mann für die großen Momente. Für den FC Arsenal könnte er im Champions-League-Finale gegen PSG abermals der Unterschiedsspieler sein.

Kai Havertz kann ein Mann für die ganz wichtigen Momente sein. Das hat er in seiner Karriere schon häufiger bewiesen. 2022 erzielte er für den FC Chelsea bei der Klub-WM das entscheidende Tor für den Titelgewinn. In dieser Saison erzielte er im Halbfinale des League Cups den späten Treffer gegen die Blues.

Auch in der Champions League verhalf er dem FC Arsenal gegen Sporting im Viertelfinale zum Weiterkommen. Im Saisonfinale der Premier League brachte der Deutsche die Gunners auf Kurs, um Burnley zu besiegen und den Titel zu sichern.

Und dann ist da noch dieses eine Tor, das in seiner Karriere wohl ganz oben steht. Im Jahr 2021 blieb Havertz kurz vor der Halbzeit gegen Manchester City cool und versenkte die Kugel zum 1:0, das gleichzeitig das einzige Tor bleiben sollte. Chelsea gewann an jenem Abend die Champions League.

Fünf Jahre später will der Nationalspieler seine Geschichte wiederholen. Diesmal mit dem FC Arsenal. Am Samstagabend treffen die Londoner auf Paris Saint-Germain – den amtierenden Champions-League-Sieger. Die Spielanlage wird vermutlich ähnlich sein.

Und mittendrin: der wiedergenesene Havertz. Seine Saison verlief alles andere als nach Plan, und dennoch könnte er abermals das entscheidende Puzzleteil in einem wichtigen Spiel werden.

Kai Havertz: Erst verletzt, dann entscheidend für die Meisterschaft

Den Großteil dieser möglicherweise historischen Saison des FC Arsenal hatte Havertz wegen einer schweren Verletzung am Knie verpasst. Seine Rückkehr im Januar hielt nicht allzu lange an. Kurz darauf folgte nämlich eine Muskelverletzung.

Rechtzeitig zur Crunchtime kam der ehemalige Leverkusener aber in Form. Sein Tor am 33. Spieltag gegen Manchester City konnte die Niederlage zwar nicht verhindern, dafür bereitete er wenige Tage später aber das einzige Tor im Duell mit Newcastle vor und ebnete so den Weg für eine direkte Reaktion.

Genau da, wo Arsenal ihn am meisten gebraucht hat, war er mal wieder zur Stelle. Havertz scheint so etwas wie Druck nicht zu kennen. Seine Leichtigkeit auf dem Platz wird ihm gern mal negativ vorgehalten, wenn es nicht läuft. Tatsächlich aber ist sie sinnbildlich dafür, dass er alle Störgeräusche mental ausblenden kann.

Auch wenn Arsenal in dieser Saison größtenteils ohne ihn erfolgreich war, ist der Linksfuß ein wichtiger Anker für Mikel Arteta. Der spanische Trainer sagte bereits beim ersten Comeback im Januar, dass er sein Team nochmal auf "ein anderes Level" hieven würde.

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Ein Gamechanger für den FC Arsenal

Havertz ist ein hervorragender Kombinationsspieler, der gut in das Positions- und Passspiel der Gunners passt. Unter Arteta ist Arsenal immer pragmatischer geworden und spielt vor allem in der Champions League einen eher auf defensive Stabilität fokussierten Fußball.

Viele Fans kritisieren die fehlende Ästhetik und verlieren dabei den Blick darauf, dass die Engländer auch ziemlich gut darin sind, sich spielerisch aus Pressingsituationen zu befreien. Mit Havertz haben sie nun eine weitere Option im Spiel nach vorn. Einer, der Bälle festmachen kann. Nicht als typischer Wandspieler, aber als jemand, der sich in engen Räumen technisch behaupten kann.

In seinen Teams spielte er in den vergangenen Jahren unterschiedliche Positionen, weil er ein sehr gutes Spielverständnis hat und schnelle, oft richtige Entscheidungen treffen kann. Havertz ist nicht so spektakulär wie es Jamal Musiala oder Florian Wirtz im DFB-Team sind, wenn sie in Form sind. Aber er ist gut darin, sich seine Momente im Spiel zu nehmen und sie zu nutzen.

Auch Julian Nagelsmann hofft auf Kai Havertz

Das macht ihn aus Arsenal-Sicht auch zu einem Hoffnungsträger für das Finale gegen Paris Saint-Germain. Unter Luis Enrique spielen die Franzosen einen sehr offensiven Fußball. Für Havertz bedeutet das, dass sich definitiv Räume ergeben werden.

Räume, die er in Umschaltbewegungen oder aus eigenen Ballbesitzphasen heraus nutzen kann. Wie 2021, als er mit nur einem Steckpass plötzlich frei vor dem Tor von Manchester City auftauchte. Sein Gespür für diese Situationen zeichnet ihn aus. Seine Kaltschnäuzigkeit im Abschluss sowieso.

Und auch Julian Nagelsmann wird genau hinschauen, wie sich Havertz im Champions-League-Finale schlägt. Eigentlich ist die Offensive mit Musiala, Wirtz, Woltemade und eben Havertz so gut besetzt wie kein anderer Mannschaftsteil. Selbst hinter diesen Spielern gibt es noch Kandidaten, die zu Unterschiedsspielern taugen.

Nur sind viele von denen aktuell nicht in Form. Musiala und Wirtz haben eine komplizierte Saison hinter sich, Woltemade tat sich schwer damit, die hohe Ablösesumme in Newcastle zu rechtfertigen. Vielleicht ist es am Ende also Havertz, der zum deutschen Superstar des Sommers avanciert.

Denn auch wenn er im Klubfußball bisher oft der Mann für die entscheidenden Momente war: In der Nationalmannschaft gelang ihm das noch nicht so häufig. Der Trend zeigt bei Havertz in die richtige Richtung. Bevor er sich aber damit beschäftigen kann, das DFB-Team zu retten, will er am Samstagabend dafür sorgen, dass sich Geschichte wiederholt.

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