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Champions League

Borussia Dortmund: Lobeshymnen auf den BVB kommen mal wieder zu früh - Kommentar

Aktualisiert:

von Justin Kraft

ran Fußball Bundesliga

BVB-Fans feiern Tor-Gala: "Erntedankfest gesichert"

Videoclip • 02:07 Min


Borussia Dortmund setzt eine starke Serie fort. Lobgesänge kommen dennoch zu früh. Ein Kommentar.

Von Justin Kraft

Niko Kovac ist mit Borussia Dortmund derzeit sehr erfolgreich. Aus den letzten acht Pflichtspielen holte der BVB mit dem verdienten 4:1 gegen Bilbao nun sechs Siege, spielte zweimal unentschieden. Damit sind sie in dieser Saison noch ungeschlagen.

Saisonübergreifend kassierten die Schwarzgelben in nun 20 Pflichtspielen nur eine einzige Niederlage – das 2:3 bei der Klub-WM gegen Real Madrid. Das ist beeindruckend.

So beeindruckend, dass im Umfeld bereits das Jubeln ausgebrochen ist.

Kovac habe den Klub "wiederbelebt", schrieb der "Focus" etwa. "Sport1" sah gegen Bilbao eine "BVB-Gala" und "t-online" bezeichnete die Leistung als "furios". Auch rund um die Bundesliga wurden bereits erste Diskussionen losgetreten, ob Dortmund mal wieder in der Lage sein könnte, den FC Bayern zu stürzen. Auch weil BVB-Spieler selbst über den Titel sprachen.

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Wie so oft in den vergangenen Jahren kommen die Lobgesänge früh in der Saison. Wie so oft könnte sich das Blatt aber schnell wenden.

Niko Kovac hat den BVB stabilisiert

Gerade bei derart antizyklischer Kritik ist es umso wichtiger, hervorzuheben, auf welchem Niveau sie sich bewegt: Natürlich ist es richtig, dass Kovac den BVB stabilisiert hat. Wer in 20 Partien nur eine einzige Niederlage kassiert, hat gute Argumente auf seiner Seite.

Bedenkt man, wo die Dortmunder vor dem Trainerwechsel im Februar standen, ist die Leistung umso bemerkenswerter. Vor allem defensiv haben die Schwarzgelben zugelegt. In den acht Spielen der aktuellen Saison blieb man fünfmal zu Null. Sieben der insgesamt acht Gegentore verteilen sich auf zwei Spiele: St. Pauli und Juventus.

Auch bei den erwarteten Gegentoren ist der BVB die klare Nummer zwei in Deutschland: 4,0 sind hinter dem FC Bayern (2,9) Bestwert. Es ist also alles andere als Zufall, dass man derzeit erfolgreich ist.

Borussia Dortmund steht vor richtungsweisenden Wochen

Aber – und das ist der Punkt – bisher ist die Serie relativ brotlos. Schaut man auf die vergangene Rückrunde, dann war da noch nicht allzu viel von der jetzigen Stabilität zu sehen. Einige Spiele wurden sehr glücklich auf die eigene Seite gezogen, in anderen verpassten es die Gegner, klare Schwächen der Dortmunder auszunutzen.

Es folgte eine schwache Klub-WM gegen überwiegend individuell unterlegene Gegner. Die Leistungen waren so schwankend wie eh und je. Und in dieser Saison? Bisher traf die Mannschaft von Kovac in der Bundesliga nur auf einen Gegner aus der oberen Tabellenhälfte: Gegen St. Pauli reichte es mit einem durchwachsenen Auftritt am ersten Spieltag nur zu einem 3:3.

Ansonsten ging es gegen Union Berlin (11.), Heidenheim (17.), Wolfsburg (12.) und Mainz (14.). In der Champions League offenbarte Juventus Turin, dass Dortmund vielleicht doch nicht so stabil ist, wie es sich aktuell anfühlt. Athletic Bilbao war in der ersten Halbzeit kaum existent, brachte den BVB im zweiten Durchgang dann aber doch noch ins Schwitzen.

Fußball: Das sind die 15 wertvollsten Mannschaften der Welt

  • Das sind die wertvollsten Mannschaften der Welt
    Immer mehr Geld ist im Fußball im Umlauf, die Ablösesummen und Marktwerte der Spieler und der gesamten Kader steigen kontinuierlich. ran präsentiert euch die höchsten Kaderwerte weltweit, inklusive des jeweils wertvollsten Spielers pro Team. Vertreten sind acht englische, drei spanische, zwei italienische, eine französische und eine deutsche Mannschaft. (Stand: 28.09.2025/Quelle: transfermarkt.de)

    IMAGO/Icon Sportswire

  • 15. Nottingham Forest
    Kadermarktwert: 566 Millionen Euro
    Wertvollster Spieler: Murillo, 23 Jahre, Innenverteidigung, 55 Millionen Euro Marktwert (rechts im Bild)

    IMAGO/NurPhoto

  • 14. Juventus Turin
    Kadermarktwert: 582,7 Millionen Euro
    Wertvollste Spiele: Lois Openda, 25 Jahre, Sturm, 50 Millionen Euro Marktwert (Bild: vordere Reihe, 1. von rechts);
    Bremer, 28 Jahre, Innenverteidigung, 50 Millionen Euro Marktwert (Bild: hintere Reihe, 1. von links);
    Kenan Yildiz, 20 Jahre, Linksaußen, 50 Millionen Euro Marktwert (Bild: vordere Reihe, 2. von rechts)

    IMAGO/BSR Agency

  • 13. Atletico Madrid
    Kadermarktwert: 627,8 Millionen Euro
    Wertvollster Spieler: Julian Alvarez, 25 Jahre, Sturm, 100 Millionen Euro Marktwert (Bild: Rückennummer 19)

    IMAGO/Le Pictorium

  • 12. Newcastle United
    Kadermarktwert: 659,05 Millionen Euro
    Wertvollster Spieler: Bruno Guimaraes, 27 Jahre, Defensives Mittelfeld, 80 Millionen Euro Marktwert (Bild: Rückennummer 39)

    IMAGO/NurPhoto

  • 11. Inter Mailand
    Kadermarktwert: 707,8 Millionen Euro
    Wertvollster Spieler: Lautaro Martinez, 28 Jahre, Sturm, 95 Millionen Euro Marktwert (Bild: Rückennummer 10)

    IMAGO/Marco Canoniero

  • 10. Manchester United
    Kadermarktwert: 723,2 Millionen Euro
    Wertvollster Spieler: Benjamin Sesko, 22 Jahre, Sturm, 70 Millionen Euro Marktwert (Bild: 2. von rechts)

    IMAGO/Shutterstock

  • 9. Tottenham Hotspur
    Kadermarktwert: 891,1 Millionen Euro
    Wertvollster Spieler: Xavi Simons, 22 Jahre, Offensives Mittelfeld, 70 Millionen Euro Marktwert (Bild: in der Mitte)

    IMAGO/Action Plus

  • 8. FC Bayern München
    Kadermarktwert: 905,15 Millionen Euro
    Wertvollster Spieler: Jamal Musiala, 22 Jahre, Offensives Mittelfeld, 140 Millionen Euro Marktwert (Bild: in der Mitte)

    IMAGO/Imagn Images

  • 7. Paris Saint-Germain
    Kadermarktwert: 1,07 Milliarden Euro
    Wertvollste Spieler: Ousmane Dembele, 28 Jahre, Sturm, 90 Millionen Euro Marktwert (Bild: 1. von links);
    Khvicha Kvaratskhelia, 24 Jahre, Linksaußen, 90 Millionen Euro Marktwert (Bild: Rückennummer 7);
    Desire Doue, 20 Jahre, Rechtsaußen, 90 Millionen Euro Marktwert (Bild: Rückennummer 14)

    IMAGO/Nicolo Campo

  • 6. FC Chelsea
    Kadermarktwert: 1,08 Milliarden Euro
    Wertvollster Spieler: Cole Palmer, 23 Jahre, Offensives Mittelfeld, 120 Millionen Euro Marktwert (Bild: 1. von rechts)

    IMAGO/Eibner

  • 5. FC Barcelona
    Kadermarktwert: 1,11 Milliarden Euro
    Wertvollster Spieler: Lamine Yamal, 18 Jahre, Rechtsaußen, 200 Millionen Euro Marktwert (Bild: 4. von rechts)

    IMAGO/ZUMA Press Wire

  • 4. FC Liverpool
    Kadermarktwert: 1,12 Milliarden Euro
    Wertvollster Spieler: Florian Wirtz, 22 Jahre, Offensives Mittelfeld, 140 Millionen Euro Marktwert (Bild: in der Mitte)

    IMAGO/Sports Press Photo

  • 3. Manchester City
    Kadermarktwert: 1,23 Milliarden Euro
    Wertvollster Spieler: Erling Haaland, 25 Jahre, Sturm, 180 Millionen Euro Marktwert (Bild: Rückennummer 9)

    IMAGO/Action Plus

  • 2. FC Arsenal
    Kadermarktwert: 1,33 Milliarden Euro
    Wertvollster Spieler: Bukayo Saka, 24 Jahre, Rechtsaußen, 150 Millionen Euro Marktwert (Bild: Rückennummer 7)

    IMAGO/News Images

  • 1. Real Madrid
    Kadermarktwert: 1,4 Milliarden Euro
    Wertvollste Spieler: Kylian Mbappe, 26 Jahre, Sturm, 180 Millionen Euro Marktwert (Bild: links);
    Jude Bellingham, 22 Jahre, Offensives Mittelfeld, 180 Millionen Euro Marktwert (Bild: rechts)

    IMAGO/Pressinphoto


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Bei allem berechtigten Lob für eine gute Serie muss man dann doch einordnen, dass die Superlative, die teilweise schon unterwegs sind, zu früh kommen. Wie oft war der BVB in der Vergangenheit schon an einem Punkt, an dem die Hoffnung auf den Durchbruch groß war?

Und wie oft stürzte er kurz darauf ab? Im Oktober geht es jetzt gegen Leipzig, Bayern, Kopenhagen, Köln und Frankfurt. Spätestens bis Anfang November sollten die Hymnen also noch in der Schublade bleiben.

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