Kommentar
DFB: Nike statt Adidas - der Ausrüsterwechsel ist richtig - ein Kommentar
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von Tobias HlusiakFOTOMONTAGE: Der DFB bekommt einen neuen Ausruester. Ab 2027 werden die Nationalmannschaften nicht mehr von Adidas, sondern von Konkurrent Nike ausgestattet. *** FOTOMONTAGE The DFB gets a new outfitter From 2027, the national teams will no longer be kitted out by Adidas, but by competitor Nike
Bild: Sven Simon
Der DFB wechselt den Ausrüster. Nach 70 Jahren der Zusammenarbeit setzt man ab 2027 nicht mehr auf Adidas, sondern gibt Nike den Vorzug. Eine streitbare Entscheidung, die aber nachvollziehbar ist. Ein Kommentar.
Von Tobias Hlusiak
Tradition ist im Fußball eine wichtige Sache.
Dazu gehört natürlich auch die Erinnerung an legendäre Momente der eigenen Nationalmannschaft. Das Schwelgen in Erinnerungen.
Im deutschen Fall ist dies ganz eng mit drei Streifen verbunden.
Mehr als 70 Jahre lang war die deutsche Vorzeigemarke Adidas aus Herzogenaurach Ausrüster der Nationalmannschaft(en) gewesen, hatte legendäre Trikots designt, dem Verband in vielen Höhen und Tiefen treu zur Seite gestanden.
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Adidas hat große Verdienste um den deutschen Fußball, keine Frage.
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Nike zahlt den doppelten Preis
Und trotzdem darf Tradition nicht alles sein.
Erstrecht nicht, wenn es um derart viel Geld geht, wie im heutigen Fußballgeschäft. Auch der DFB, als größter Sportverband der Welt, kann sich davon nicht freimachen.
Und so haben die Bosse eine nachvollziehbare Entscheidung getroffen, als sie am Donnerstagnachmittag doch etwas überraschend den Wechsel von Adidas zu Nike bekanntgaben.
Das deutsche Unternehmen hatte zuletzt nach Informationen der "BILD" rund 50 Millionen Euro jährlich an den DFB gezahlt.
Vom amerikanischen Riesen - so will es das "Handelsblatt" erfahren haben - gibt es nun ab 2027 für sieben Jahre mehr als 100 Millionen Euro.
Das ist schlichtweg ein Angebot, das der chronisch klamme Verband nicht ablehnen konnte.
Die Kassen des DFB müssen gefüllt werden
Der Neubau des Headquarters in Frankfurt am Main - der "Campus" - hat knapp 200 Millionen Euro gekostet. Hinzu kommt die seit Jahren dürftige sportliche Ausbeute der A-Nationalmannschaft.
Die Kassen sind längst nicht mehr prall gefüllt.
Der Ausrüsterwechsel ist deshalb richtig. Auch wenn er ein harter Schlag ist. Besonders für Fans und Beobachter, die viel Wert auf Tradition legen.
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