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FC Millwall: Stadtrat entschuldigt sich für Ku-Klux-Klan-Flugblatt mit dem Vereinslogo

Veröffentlicht:

von ran.de

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Videoclip • 01:13 Min


Der Stadtrat von Westminster hat sich beim englischen Zweitligisten FC Millwall für ein Flugblatt entschuldigt, in dem das Logo des Klubs auf der Uniform eines Mitglieds des Ku-Klux-Klans dargestellt wurde.

Was als Flugblatt zur Sensibilisierung für Rassismus begann, endete für den Stadtrat von Westminster in einem handfesten Skandal. Er brachte zuletzt eine Broschüre in Umlauf, mit der Schüler für Rassismus sensibilisiert werden sollten.

Als Geschichte dahinter dienten die Aussagen des früheren Chelsea-Profis Paul Canonville, der 1981 zum ersten schwarzen Spieler in der Vereinsgeschichte der "Blues" wurde.

Darin äußerte sich der ehemalige Profi unter anderem über umfangreiche rassistische Beleidigungen zu seiner Zeit als Spieler von Chelsea - unter anderem durch Fans des FC Millwall.

"Rassismus ist nie verschwunden. Ich wurde in einem Reservespiel bei Millwall übel beschimpft, aber dann konnte ich den Rassisten meine Meisterschaftsmedaille der 2. Liga von 1984 zeigen", wird Canonville in der Broschüre zitiert.

Millwall-Logo auf Mitglied des Ku Klux Klans gezeigt

Die grafische Darstellung in der Broschüre zur Aussage von Canonville über die rassistischen Beleidigungen der Millwall-Fans sorgte nun aber für einen Skandal. Denn es ist ein offensichtliches Mitglied des Ku Klux Klans zu sehen und auf der Brust der Karikatur ist das Logo von Millwall.

Nachdem der um den Aufstieg spielende Zweitligist von der Broschüre und der unsensiblen Darstellung erfuhr, stehen nun sogar juristische Schritte im Raum. "Der Verein prüft noch seine rechtliche Position in dieser Angelegenheit und kann sich daher nicht weiter dazu äußern", hieß es in einem Statement von Millwall.

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"Schwerwiegender Missbrauch": Stadtrat entschuldigt sich

Nachdem der Stadtrat mittlerweile die weitere Verteilung der Broschüre unterbunden hat, gab es auch eine Entschuldigung an Millwall. "Der Stadtrat hat bestätigt, dass keine weiteren Kopien des Bildes mit dem Vereinslogo angefertigt oder verbreitet werden und dass sämtliches verbleibendes Material in seinem Besitz vernichtet wird", hieß es in einer Stellungnahme des Zweitligisten.

Zudem gab es durch den Stadtrat eine "eine vollständige Entschuldigung für den schwerwiegenden Missbrauch eines registrierten Vereinsabzeichens. Dieses war auf einer Abbildung eines Mitglieds einer rassistischen Hassgruppe in einer in Schulen verteilten Broschüre zur Kindererziehung angebracht worden, wodurch ein falsches und schädliches Bild des Vereins entstand".

Sportlich läuft es für Millwall abseits von dem Broschüren-Skandal richtig gut. Der Klub steht nach 44 von 46 Saisonspielen auf Rang 3 in der Championship, kämpft damit um den Aufstieg in die Premier League.

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