Fußball
Real Madrid: Perez-PK erinnert eher an schlechten Paten als guten Präsidenten - ein Kommentar
Veröffentlicht:
von Christoph Gailerran Fußball
El Clasico: Real Madrid wird zerlegt! Fans finden es "wunderschön"
Videoclip • 01:40 Min
Die kuriose Pressekonferenz von Real Madrids Präsidenten Florentino Perez wurde zu einem Rundumschlag gegen Medien, Kritiker, Schiedsrichter und La Liga. Dabei gab der 79-Jährige aber eher das Bild eines schlechten Paten als eines weitsichtigen Präsidenten ab. Ein Kommentar.
Als Florentino Perez am Dienstagabend um 18:18 Uhr im Pressezentrum von Real Madrid zur erst kurz zuvor anberaumten Pressekonferenz Platz nahm, ahnten wohl die wenigsten Anwesenden, was für ein verbaler Rundumschlag des Vereins-Oberhaupts gleich folgen würde.
Nachdem der 79-Jährige zunächst vorgezogene Neuwahlen des Vorstandes ankündigte und Gerüchte um seinen persönlichen Rücktritt zurückwies, ging es erst so richtig los.
Der erfolgreiche Bauunternehmer aus Madrid stellte sich nicht etwa sachlich den Fragen nach der sportlich erfolglosen Saison der "Königlichen", vielmehr polterte der Präsident los wie ein schlechter Mafia-Pate.
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Real Madrid: Ist Perez einen Schritt zu weit gegangen?
Angebliche Feinde hier, kuriose Verschwörungs-Theorien dort, Korruptions-Vorwürfe, gefolgt von Drohungen in nahezu alle Richtungen. Medien, seine Kritiker, die Schiedsrichter, die Liga - alle bekamen ihr Fett weg und das nicht zu knapp. Angesichts dieser Tirade stellen sich jetzt mehrere Fragen.
Eine der wichtigsten: Ist Perez nach dieser verbalen Entgleisung überhaupt noch länger als Oberhaupt eines Weltklubs wie Real Madrid tragbar? Diese Frage können die Mitglieder nun durch die vorgezogenen Wahlen ohnehin selbst beantworten. Eigentlich läuft Perez' Amtszeit noch bis 2029, durch die ausgerufenen Neuwahlen könnte diese nun deutlich früher enden.
Was aber machen die Bosse von La Liga nach der skurrilen Perez-PK? Immerhin hat er La Liga wortwörtlich "als ewigen Feind" bezeichnet. Wie geht man als Ligaverband also mit einem "Big Player" um, der so offen wie selbstverständlich von Feindschaft spricht?
Wirre Perez-PK: Wie schlecht kann man beraten sein?
Mit seinem Rundumschlag hat Perez Real nicht im Sinne eines weitsichtigen Präsidenten vertreten, sondern den Madrilenen vielmehr einen klassischen Bärendienst erwiesen. Die vielen drastisch gewählten Aussagen werden eher früher als später wie ein Boomerang in Richtung Perez und Real zurückkommen, davon kann man wohl sicher ausgehen.
Deshalb stellt sich auch die konkrete Frage, wie schlecht der Klub-Boss wohl beraten gewesen sein muss, verbal so heftig zu entgleisen? Damit hat er eher das Gegenteil von dem erreicht, was der Klub nach den verpassten Saisonzielen und der geleakten Kabinen-Schlägerei zwischen Federico Valverde und Aurelien Tchouameni eigentlich gerade bräuchte - nämlich Ruhe.
Das Verhalten von Perez hatte hingegen nichts mit dem Auftritt eines ruhigen, besonnenen Präsidenten eines so großen und stolzen Vereins zu tun, sondern war vom Niveau wirklich näher an einem extrem aufbrausenden Paten dran.
Und das ist einem Verein wie Real Madrid schlicht unwürdig.
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