- Anzeige -

Fußball

Real Madrid: Präsident Florentino Perez kündigt vorgezogene Neuwahlen an - Abrechnung mit Kritikern

Veröffentlicht:

von Christoph Gailer

ran Fußball Bundesliga

FC Bayern: Erster Sohn ist da - Luis Diaz gibt schon die Flasche

Videoclip • 01:07 Min


Präsident Florentino Perez hat am Dienstagabend bei einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz vorgezogene Neuwahlen angekündigt und mit seinen Kritikern abgerechnet.

In einer kurzfristig angekündigten Pressekonferenz hat Real Madrids Präsident Florentino Perez am Dienstag zu vorgezogenen Neuwahlen aufgerufen. Die aktuelle Amtszeit von Perez würde eigentlich noch bis zum Jahr 2029 laufen.

Nach der Bekanntgabe der Pressekonferenz des Real-Bosses waren zudem Gerüchte aufgekommen, er könnte seinen Rücktritt erklären.

"Es tut mir leid, Ihnen mitteilen zu müssen, dass ich nicht zurücktrete", entgegnete Perez diesen Gerüchten sofort zu Beginn der Pressekonferenz.

Kommende Livestreams auf Joyn

- Anzeige -
- Anzeige -

Abrechnung mit Kritikern: "Vergessen Sie das nicht"

Danach wandte sich Perez nach der enttäuschenden Saison der Madrilenen an seine Kritiker. "Es gibt Kampagnen gegen mich. Bestimmte Leute nutzen die schlechte Lage aus, um mich persönlich anzugreifen. Sie fragen: 'Wo ist Florentino? Wo ist er?' Sie behaupten, ich hätte unheilbaren Krebs", sagte der Bauunternehmer.

Dies wollte Perez so nicht stehen lassen und stellte bei der Pressekonferenz klar: "Ich bin hier. Ich bin der Chef eines großen Bauunternehmens. Ich bin der Chef von Real Madrid. Ich bin bei bester Gesundheit. Warum behaupten sie, ich hätte Krebs? Woher kommt dieses Gerücht? Warum sagen sie, ich sei krank, schwach und müde?“ Abschließend dazu meinte er: "Ich arbeite Tag und Nacht wie ein Tier."

Zudem führte der 79-Jährige seine Erfolge als Präsident der Madrilenen an: "Unter meiner Präsidentschaft haben wir 76 Titel gewonnen. Vielleicht muss ich Sie daran erinnern. Ja, wir haben dieses Jahr nichts gewonnen, aber vergessen Sie das nicht."

Perez kündigt erneute Kandidatur bei Neuwahlen an - Kritik an Medien

Für die von Perez geforderten Neuwahlen kündigte er zudem an, mit seinem bisherigen Vorstand erneut zu kandidieren. "Jeder, der uns kritisiert und diese Gerüchte über mich verbreitet, kann bei diesen Wahlen gegen mich antreten. Wer sich engagieren will, soll es tun. Hört auf, hinterherzuhinken", sagte der Real-Boss.

Außerdem legte sich Perez auf der Pressekonferenz auch mit Journalisten an. "Sie, Ruben Canizares (Journalist bei ABC), Sie greifen Real Madrid jeden Tag an. Ich werde mein Abonnement bei Ihnen kündigen", sprach er den anwesenden Canizares direkt an, "die Bösen sind die Chefs der großen Zeitungen … und der Journalist Ruben Canizares. Ich kündige morgen mein ABC-Abonnement."

Canizares wiederum wehrte sich umgehend in den sozialen Medien. "Florentino Perez hat eine Pressekonferenz einberufen, um 'ABC', die Vocento-Gruppe und mich zu demütigen. Das habe ich nicht zugelassen. Es gibt Grenzen, die nicht überschritten werden dürfen. Ich bin sehr stolz auf meine Arbeit und meine Zeitung. Das ist klar", schrieb der Journalist auf "X".

Externer Inhalt

Dieser Inhalt stammt von externen Anbietern wie Facebook, Instagram oder Youtube.

Aktiviere bitte Personalisierte Anzeigen und Inhalte sowie Anbieter außerhalb des CMP Standards, um diese Inhalte anzuzeigen.

- Anzeige -
- Anzeige -

Perez: "Dafür müssen sie mich schon erschießen"

Auch das Medienunternehmen "RELEVO" kritisierte Perez scharf, sprach bei der Berichterstattung von einer "inszenierten Kampagne gegen Real Madrid" und erklärte: "Das Medienunternehmen "RELEVO" wurde zusammen mit La Liga gegründet und hat 25 Millionen Euro Verlust gemacht. Dieses Medium wurde ins Leben gerufen, um Real Madrid und Florentino Perez zu diffamieren."

Seinen Kritikern gegenüber gab er sich verbal sehr standhaft und verbal martialisch: "Sie denken, sie können mich aus dem Verein werfen. Dafür müssen sie mich schon erschießen."

Real-Boss Perez sauer wegen Fall Negreira: "La Liga ist unser ewiger Feind!"

Auf die spanische La Liga war Perez generell nicht gut zu sprechen, verwandte auch bei diesem Themenkomplex sehr drastische Worte. "La Liga ist unser ewiger Feind!", sagte das Vereins-Oberhaupt der Madrilenen, "sie betreiben systematische Korruption im Fall Negreira mit Barcelona".

Im Fall Negreira geht es darum, dass der FC Barcelona zwischen 2001 und 2018 etwa sieben bis acht Millionen Euro an Unternehmen gezahlt haben soll, die mit dem damaligen Vizepräsidenten des spanischen Schiedsrichterkomitees (CTA) in Verbindung standen.

Nachdem die Staatsanwaltschaft Negreira vorwarf, mit den Zahlungen von Barcelona Einfluss auf Schiedsrichter genommen zu haben, wurde im Mai 2024 eine Bestechungsanklage vom obersten Gerichtshof Spaniens jedoch abgewiesen. Die Abweisung wurde damit begründet, dass Negreira dem Gesetz nach nicht als "Amtsträger" galt.

Die Ermittlungen dauerten anschließend aber an, im Oktober 2025 hat ein Richter den FC Barcelona als juristische Person formell wegen fortgesetzter Unternehmenskorruption angeklagt.

Auch mit den Schiedsrichter-Leistungen bei Real-Spielen in der laufenden Saison ist Perez äußerst unzufrieden: "Die Schiedsrichter haben uns 18 Punkte in La Liga gestohlen."

Perez über Kabinen-Krach: Leak schlimmer als die Schlägerei

Neben den Themen rund um sein Verhältnis zu den Medien und den Kritikern äußerte sich Perez auch zu sportlichen Angelegenheiten rund um Real Madrid. Zuletzt sorgte eine Kabinen-Schlägerei zwischen Federico Valverde und Aurelien Tchouameni für Negativ-Schlagzeilen bei den "Königlichen".

Die Information rund um den Zwist der beiden Mittelfeldspieler wurde demnach wohl aus der Kabine zu den Medien durchgestochen - sehr zum Ärger von Perez. "Das Leck war schlimmer als die Schlägerei", hielt Perez fest: "Spieler können sich nach einer Schlägerei wieder vertragen, einen Kaffee trinken und sich die Hand geben. Aber so ein Leck ist schrecklich."

Bei der Suche nach dem Maulwurf der Real-Schlägerei ist der Verein aber fündig geworden. "Wir wissen, wer die Informationen über den Kampf an die Medien weitergegeben hat", bestätigte Perez und ließ mit einer weiteren Aussage aufhorchen, die wie eine Drohung klang: "Die Feinde im Verein, die Dinge ausplaudern? Überlasst sie mir. Ich kümmere mich um sie, vertraut mir."

Mehr entdecken

- Anzeige -
- Anzeige -