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Weltmeisterschaft

WM 2026: Die Playoffs zur Qualifikation grenzen an Wettbewerbsverzerrung - ein Kommentar

Veröffentlicht:

von Tobias Wiltschek

ran Fußball

WM 2026 macht's möglich: Bier-Verlängerung in Philly

Videoclip • 01:06 Min


Während die schon qualifizierten Teams fleißig für die WM testen können, stehen die Playoff-Teilnehmer so kurz vor der Endrunde immer noch unter immensem Druck. Das ist nicht fair und sollte schnellstens wieder geändert werden. Ein Kommentar.

Joshua Kimmich sagte bei der Pressekonferenz vor dem Spiel des DFB-Teams gegen die Schweiz einen Satz, den wohl kaum jemand noch im Kopf hat.

"Ich bin ganz froh, dass wir keine Playoffs spielen, sonst hätten wir jetzt ganz andere Probleme", erklärte der Kapitän, ehe er sich wieder wichtigeren Themen zuwandte.

Was auch verständlich war. Deutschland hatte sich ja durch das furiose 6:0 gegen die Slowakei im November direkt für die WM qualifiziert. Was soll man da noch länger darauf eingehen?

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WM: Playoff-Modus wirft Fragen auf

Sieht man seine Aussage aber nicht nur durch die deutsche Brille, hat der Profi des FC Bayern München ein Thema angesprochen, das sich durchaus lohnt, einmal kritisch hinterfragt zu werden.

Muss denn wirklich erst auf den letzten Drücker entschieden werden, welche Spieler sich den größten Traum im Weltfußball erfüllen dürfen und welche nicht?

Und was macht es mit einer Mannschaft, die Ende März noch nicht weiß, ob sie zweieinhalb Monate später die WM spielen kann oder doch wieder nur Zuschauer ist?

Man muss hier nicht schon wieder das bereits so oft zitierte Beispiel Italien anführen, um zu verdeutlichen, welch tiefes Trauma ein Scheitern an der allerletzten Hürde auslösen kann. Insgesamt standen und stehen weltweit 22 Teams in den Playoffs - 16 davon aus Europa.

Selbst bei einer erfolgreichen Qualifikation durch die Hintertür sind die Teams gegenüber den bereits zuvor qualifizierten Mannschaften massiv benachteiligt. So sehr, dass der Modus mit den späten Playoffs mit Blick auf die Endrunde schon an Wettbewerbsverzerrung grenzt.

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WM: Nachteile für Playoff-Teams sind zu hoch

Während sich Teams wie Deutschland, England oder Brasilien schon seit Monaten auf die WM einstellen und ohne großen Druck dafür einspielen können, sieht das bei den Playoff-Teilnehmern ganz anders aus.

Die können es sich nicht erlauben, ihre Stars angesichts des ohnehin schon kräftezehrenden Endspurts in der Klub-Saison zu schonen. Mit allen damit verbundenen Verletzungsrisiken.

Und Testspiele als Chance, sich noch für den WM-Kader zu empfehlen? Ebenfalls Fehlanzeige. Denn die wird es für die betreffenden Spieler und Teams vor den Nominierungen Mitte Mai schlicht nicht mehr geben. Auch die Tatsache, dass die Playoff-Gewinner bei der Auslosung in Topf 4 landeten und folglich schwereren Gruppen zugelost wurden, ist ein nicht zu unterschätzender Faktor.

Dazu kommen Nachteile bei der Organisation von Quartieren und der Bestellung von Tickets für die Fans. Die stehen schon seit Monaten vor der Frage, sich entweder auf gut Glück Tickets zu besorgen – mit dem Risiko, dass sie dann ihr Team gar nicht spielen sehen – oder bis zum Schluss zu warten, bis die ohnehin schon astronomischen Preise noch weiter in die Höhe geschossen sind.

FIFA und UEFA müssen zurück zur alten Regelung

Dabei ist es noch gar nicht so lange her, dass vor EM- und WM-Endrunden alle Teilnehmer die gleichen Voraussetzungen hatten. Die späten Playoff-Termine gibt es erst seit der Qualifikation für die WM 2022 in Katar.

Vorher wurden zwar auch Playoffs gespielt. Allerdings fanden die nicht erst im März statt, sondern schon im November des vorangegangenen Jahres – und damit vor den Auslosungen.

Zu dieser Regelung müssen die internationalen Verbände wieder zurückkehren. Nur so kann sichergestellt werden, dass alle Teilnehmer die gleichen Chancen bei der Vorbereitung auf die Endrunden haben.

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