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Handball-EM 2026: Nur Turnier in Deutschland war besser besucht - EHF zieht positive Bilanz zur Europameisterschaft
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von SIDran Mehr Sport
Handball-EM: Hollywood-Star bejubelt deutschen Finaleinzug
Videoclip • 01:12 Min
Die Handball-EM steht kurz vor dem Finale. Vorher zieht die EHF bereits eine positive Bilanz zum Turnier, räumt aber auch Fehler ein.
Die Europäische Handballföderation (EHF) hat die EM 2026 in Norwegen, Schweden und Dänemark als Erfolg gewertet, nach der massiven Kritik von Kroatiens Nationaltrainer Dagur Sigurdsson aber auch eigene Fehler eingeräumt.
"Wir haben 660.000 Tageskarten verkauft", sagte Generalsekretär Martin Hausleitner am Samstag auf der Abschlusspressekonferenz in Herning: "Das entspricht einer Auslastung von 85 Prozent. Nur die EM 2024 in Deutschland war erfolgreicher."
Vor zwei Jahren hatten in Deutschland etwas mehr als eine Million Zuschauerinnen und Zuschauer (96 Prozent Auslastung) die Hallen besucht.
Zwei Tage nach der Wutrede von Sigurdsson reagierte EHF-Präsident Michael Wiederer mit Verständnis. In der Sache habe Sigurdsson recht gehabt: "Der Spielplan war nicht gut für Island und für Kroatien", sagte der 70-Jährige. Man müsse "mit Kritik leben, wenn etwas nicht in bester Weise ist", so Wiederer.
Sigurdsson, der die EHF in einer knapp dreiminütigen Brandrede mit einer Fast-Food-Kette verglichen hatte, habe sich für die "inakzeptable" Wortwahl aber "mittlerweile entschuldigt".
Ausraster von Kroatien-Trainer Sigurdsson zeigt Wirkung
Sigurdsson hatte vor dem Halbfinale gegen Deutschland eine beispiellose Abrechnung auf dem Podium in Herning abgeliefert. Seine Mannschaft hatte zuvor an zwei aufeinanderfolgenden Tagen antreten müssen und nach dem Abschluss der Hauptrunde im schwedischen Malmö eine rund vierstündige Busfahrt über 340 Kilometer zum Finalspielort Herning auf sich genommen.
Nach zwei Spielen binnen 22 Stunden seien die Spieler "wie Tiefkühlhähnchen" in den Bus gesteckt worden, klagte Sigurdsson.
Die Probleme seien zwar frühzeitig erkannt worden, Änderungen während des laufenden Turniers aber nicht mehr möglich gewesen, sagte Wiederer am Samstag nun.
"Wenn Sie realisieren, dass der Spielplan verbessert werden muss – das war letztes Jahr –, dann kann man das nicht mehr ändern", erklärte Wiederer. Spielpläne seien "Teil der Bewerbungsunterlagen" und würden "drei Jahre im Voraus fixiert".
Bereits am Freitag hatte die EHF Anpassungen bei künftigen Turnieren angekündigt. So sollen schon ab der EM 2026 der Frauen Reise- und Ruhetage klar voneinander getrennt werden. Für die Männer-EM 2028 schließt der Verband Spiele für eine Mannschaft an zwei aufeinanderfolgenden Tagen aus.
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