Motorsport
DTM-Star Lucas Auer mit Max Verstappen beim 24-Stunden-Rennen: "Habe großen Respekt davor"
Veröffentlicht:
von Andreas Reinersran racing DTM
DTM Countdown 2026: Rückkehrer, Neulinge und jede Menge PS
Videoclip • 02:26 Min
Das 24-Stunden-Rennen wirft mit den Qualifiers seine Schatten voraus. Wir haben uns vorher mit DTM-Star Lucas Auer unterhalten.
Von Andreas Reiners
Man hört bei Lucas Auer deutlich heraus, wie viel Eindruck die Saison hinterlassen hat. Auch wenn sie bereits zwölf Jahre her ist.
Doch der Jahrgang 2014 war ein exzellenter.
Max Verstappen, Esteban Ocon, Antonio Giovinazzi, Felix Rosenqvist, Jake Dennis, Nicholas Latifi, Tom Blomqvist und Auer – im damaligen Formel-3-Jahrgang steckte jede Menge Talent.
"Das war ein extrem hartes Jahr, ein unglaublich starker Jahrgang", sagte Auer im Gespräch mit ran: "Wenn du dir die Top 10 von damals anschaust, sind das heute alles Profis – viele davon fahren in ihren Serien um Titel oder Siege. Die Formel 3 war damals extrem stark besetzt und eine perfekte Schule für alles, was danach kam. Ich bin wirklich froh, dass ich genau in diesem Jahrgang gefahren bin", sagte er. Und fügte hinzu: "Das war eine unglaubliche Ausbildung."
Ocon wurde damals Champion, Verstappen Dritter. Der Niederländer schaffte 2015 den Sprung in die Formel 1. Auer gelang im selben Jahr der Einstieg in die DTM, wo er inzwischen zum Inventar und regelmäßig zu den Titelkandidaten zählt.
Max Verstappen und Lucas Auer: Wege kreuzen sich erneut
Jetzt kreuzen sich die Wege von Verstappen und Auer erneut. Beide fahren auf einem Mercedes-AMG GT3 des Mercedes-AMG Team Verstappen Racing gemeinsam mit Jules Gounon und Daniel Juncadella das 24-Stunden-Rennen (14. bis 17. Mai) auf dem Nürburgring und zur Vorbereitung auf den Langstreckenklassiker ohne Gounon und Juncadella an diesem Wochenende die Qualifiers an gleicher Stelle.
Für Auer ist es kein zusätzlicher Druck, dass der viermalige Formel-1-Weltmeister mit ihm in einem Team ist. "Aber es ist natürlich eine besondere Situation. Ich finde das auf jeden Fall mega und habe großen Respekt davor. Ich bin auch froh, Teil dieses Fahreraufgebots zu sein. Am Ende sind wir voll in der Vorbereitung und versuchen, uns bestmöglich abzustimmen", sagte er.
Und klar: Bei einer so speziellen und engen Zusammenarbeit wie den Qualifiers oder beim 24-Stunden-Rennen selbst kann man sich von dem aktuell wohl besten F1-Fahrer viel abschauen. Das gilt aber auch umgekehrt, denn Auer gehört zu den gewieftesten GT3-Piloten, schrammte 2022 und 2025 jeweils nur knapp am Titel in der DTM vorbei.
"Für mich ist es extrem spannend, so eng zusammenzuarbeiten", betonte er. "Da kann man auf jeden Fall gegenseitig viel lernen. Gerade bei einem Langstreckenrennen ist der Austausch entscheidend." Und der geht den ganzen Tag über.
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Lucas Auer: "Jeder kann von jedem lernen"
Sind Rennfahrer in der Regel Egoisten und Einzelgänger, ist bei so einem Event intensive Teamarbeit gefragt. Man müsse Informationen teilen und voneinander profitieren. "Nur so kannst du dich über die 24 Stunden hinweg weiterentwickeln und konstant das richtige Tempo gehen. Am Ende gilt: Jeder kann von jedem lernen – und genau so muss es auch sein", so Auer.
Entscheidend sind daher nicht nur Talent, Schnelligkeit oder auch Rennglück, sondern auch die Chemie. "Am Ende geht es darum, dass er ins Team passt und man gemeinsam eine gute Energie entwickelt. Das Team muss frei arbeiten können, jeder braucht den Raum, um sein Talent optimal einzubringen. Dazu gehört natürlich auch sauberes, technisches Feedback – und am Ende musst du einfach abliefern."
Das gilt bereits für die Qualifiers an diesem Wochenende. Dann geht es darum, möglichst viele Runden zu sammeln. Man kann sich auf den Verkehr auf der legendären Nordschleife einstellen, auf Überholmanöver, auf die entscheidenden Stellen der Strecke. "Das ist im Prinzip die letzte Generalprobe, um alles feinzujustieren, bevor es ernst wird", weiß Auer.
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Auer sieht das nicht so. "Die Nordschleife schreibt ihre eigenen Geschichten. Entscheidend ist, dass du dich bestmöglich vorbereitest und alles versuchst. Und dann geht es auch darum, Spaß zu haben. Am Ende entwickelt sich das Rennen ohnehin nach seinen eigenen Regeln. Deshalb: gut vorbereiten, genießen – es ist ein einzigartiges Rennen. Den Rest wird man sehen."
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