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Formel 1: Doch keine Alpine-Übernahme - Mercedes zieht Angebot zurück

Veröffentlicht:

von Anne Malin

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Videoclip • 01:13 Min


Mercedes wird keine Anteile von Konkurrent Alpine übernehmen. Offenbar schreckte der aufgerufene Preis ab. Besonders ein Konkurrent der Silberpfeile dürfte aufatmen.

Mercedes hat sich entschieden, die Verhandlungen um einen möglichen Einstieg beim Konkurrenten Alpine einzustellen.

Die Silberpfeile hatten sich zuvor mit dem Alpine-Mutterkonzern Renault auf eine Übernahme eines Minderheitsanteils geeinigt, doch nun hat sich das Team um Toto Wolff aus den Verhandlungen zurückgezogen.

Mercedes hatte geplant, einen 24-Prozent-Anteil am BWT Alpine Formula One Team, ab nächster Saison Gucci Racing Alpine Formula One Team, zu kaufen. Gerade gehört dieses knappe Viertel Otro Capital, einer Private-Equity-Firma mit Fokus auf Sport und Entertainment.

Laut Berichten der "BBC" war der Preis das Hauptproblem für Mercedes. Otro Capital soll das Alpine-Team mit insgesamt drei Milliarden Dollar bewertet haben und ihren Anteil somit auf 720 Millionen Dollar taxiert haben. Dieser Preis war wohl weit weg von der Mercedes-eigenen Bewertung des Teams.

Otro Capital hatte die Alpine-Anteile im Juni 2023 für 233 Millionen Dollar erworben.

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Formel 1: Mercedes-Einstieg bei Alpine wurde scharf kritisiert

Über diese Nachricht wird man sich in Woking sicherlich freuen, denn McLaren-CEO Zak Brown hatte sich stark gegen die Übernahme ausgesprochen. Er kritisierte kategorisch die Existenz von B-Teams in der Formel 1. Wenn ein Team, ähnlich wie Red Bull, ein Juniorteam habe, würde das zu Wettbewerbsverzerrung führen, führte er an. "Gemeinsame Eigentümerverhältnisse von A- und B-Teams – unabhängig davon, wer es ist – lehne ich ab", erklärte der 54-Jährige.

Brown verwies unter anderem auf den Fall Laurent Mekies. Der Franzose konnte von heute auf morgen von seiner Position als Teamchef der Racing Bulls zum Schwesterteam Red Bull wechseln. Im Vergleich dazu muss Ex-Audi-Chef Jonathan Wheatley vor dem spekulierten Aston-Martin-Wechsel erst den sogenannten "Gardening Leave" abwarten. Diese Regelung verbietet Mitarbeitern eines Rennstalls für einen bestimmten Zeitraum den Antritt einer neuen Beschäftigung bei einem direkten Konkurrenten.

Die Teams können die Länge dieser Zwangspause selbst bestimmen, aber damit keine internen Zukunftsplanungen in konkurrierende Hände fallen, handelt es sich oft um mehrere Monate bis Jahre.

Auch auf der Rennstrecke hat das Team de facto doppelt so viele Boliden. So verteidigen Racing-Bull-Piloten in der Regel überhaupt nicht, wenn Max Verstappen zum Überholen ansetzt.

"Power-Unit-Lieferanten zu haben, ist die Grenze, bis zu der man gehen sollte", nannte Brown die rote Linie.

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