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Mick Schumacher: Nach katastrophalem Start - Zwischenbilanz zu seiner Indy-Car-Saison
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von Anne Malinran Mehr Sport
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Nach vier Rennen belegt Mick Schumacher mit 31 Punkten den letzten Platz in der Gesamtwertung der US-amerikanischen Indy-Car-Serie. Die Zahlen selbst erzählen aber nur die halbe Wahrheit.
Nach dem Ende seiner Formel-1-Karriere ist Mick Schumacher dieses Jahr in einer anderen Rennserie an den Start gegangen. Bei der NTT IndyCar Series tritt er für das Honda Rahal Letterman Lanigan Racing Team an. Die amerikanische Rennserie umfasst 17 Rennen pro Saison und geht am 19. April in Long Beach weiter.
Bis jetzt ist Schumachers Start in die neue Rennserie eher misslungen. In der Fahrerwertung belegt er den letzten Platz und sein bestes Ergebnis bisher ist Rang 18 in Phoenix.
Bereits beim Saisonauftakt in St. Petersburg in Florida war für den 27-Jährigen nach vier Kurven Schluss. Durch einen nicht selbstverschuldeten Unfall mit Sting Ray Robb konnte er nicht mal eine von 100 Runden beenden.
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Das erste Rennen der Saison hat ihm allerdings trotzdem Punkte eingebracht. Anders als in der Formel 1 werden bei der IndyCar auch Punkte an Fahrer vergeben, die das Rennen gar nicht beendet haben. Für einen Sieg gibt es 50 Punkte, für den zweiten Rang 40 und die Bronze-Medaille beschert 35 Zähler in der Gesamtwertung.
Für Platz zehn gibt es immerhin noch 20 Punkte und danach jeweils einen Punkt weniger pro Platzierung. Alle Fahrer, die Platz 25 oder höher belegen, erhalten fünf Punkte.
Dass es manchmal mehr als 25 Fahrer gibt, liegt daran, dass es bei der Indy-Car-Series normal ist, dass nicht alle Fahrer an allen Rennen teilnehmen. Bei dem beliebtesten Rennen, den Indianapolis 500, traten im vergangenen Jahr 33 Piloten an. Beim Saisonauftakt in Florida waren es nur 25 Fahrer.
Mick Schumacher: Schwerer Start in die Indy-Car-Saison
Für Mick Schumacher stand nach dem unglücklichen Start dann das Rennen auf dem Good Ranchers 250 at Phoenix Raceway an. Hier erzielte er seine Saisonbestleistung mit Rang 18.
Aber auch bei diesem Rennen lief nicht alles rund. Bei seinem ersten Boxenstopp versagte der Schlagschrauber vorne rechts und sein Mechaniker musste bis zur Box seines Teamkollegen Graham Rahal rennen, um Ersatz zu besorgen.
In Folge des dementsprechend sehr langen Boxenstopps wurde Schumacher von der Spitzengruppe überrundet und konnte sich über die 250 Runden nicht zurück in die Führungsrunde kämpfen. Zwar fuhr er die beste Leistung außerhalb der Führungsrunde, konnte aber auch von einer Gelbphase nicht entscheidend profitieren.
Indy-Car: Unfälle in Arlington
Als nächstes gastierte die Rennserie bei den Streets of Arlington in Texas. Den kurzen Aufwärtstrend konnte Schumacher allerdings nicht bestätigen. Mit Platz 22 und acht Zählern war er zwar nicht Letzter, doch konnte Schumacher in der Fahrerwertung auch nicht Fuß fassen.
Bereits in Runde zwei kassierte er nach einem Zwischenfall mit Christian Lundgaard eine Durchfahrtsstrafe, die jedwede Chance auf die Top 10 bereits ruinierte.
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"Lundgaard versuchte, außen vorbeizugehen und zog dann wieder nach innen. Ich habe mich für die Innenseite entschieden, dabei haben die Räder blockiert und wir haben uns berührt", reflektierte der 27-Jährige die Szene, die ihm die Durchfahrtsstrafe einbrachte, selbst.
In Runde 40 dreht sich der Sohn der Formel-1-Legende dann noch einmal selbst nach einer Berührung mit Josef Newgarden. "Er kam aus der Box zurück auf die Strecke und für mich sah es so aus, als würde er direkt in meine Linie ziehen. Er war im Schatten der Brücke schwer auszumachen. Das passte einfach zum Rest dieses dummen Rennens", kommentierte Schumacher die zweite rennentscheidende Situation.
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Regelwerk-Irrtum in Alabama
Ende März startete der ehemalige Haas-Pilot beim vierten Rennen der Saison auf dem Barber Motorsports Park in Alabama. Es war erfreulicherweise das erste Rennen, das Schumacher ohne nennenswerte Zwischenfälle oder Unfälle absolvieren konnte. Unerfreulicherweise erreichte er die Ziellinie als 24ter. Sein Teamkollege Graham Rahal schaffte es hingegen sogar auf Rang drei. Schlechter war nur sein anderer Teamkollege Louis Foster auf Platz 25.
Beim Start lag Schumacher noch auf Rang 19, doch nach einem frühen Boxenstopp in Runde 14 konnte er auf den weichen Reifen nicht mithalten. Aber bei den folgenden Stops wurden nicht die harten und - bei den gegebenen Konditionen - eindeutig besseren Reifen gebracht.
Im Nachgang des Rennens kamen dazu Spekulationen auf, dass sich das Team von Schumacher, Rahal Letterman Lanigan Racing, bei den Rennregeln vertan hätte. Graham Rahal gab selbst zu: "Ich bin ehrlich, ich habe es vermasselt, weil ich ganz ehrlich dachte, dass die Regel besagt, dass man heute zwei 'Alts' fahren muss. Aber das gilt nur für Straßenkurse."
Damit bezog er sich auf das neue Regelwerk dieser Saison. Bei temporären Straßenkursen wie St. Petersburg oder Arlington müssen zwei "Alts", also Alternates, die weichen Reifen, zum Einsatz kommen. Der Barber Motorsports Park ist allerdings eine permanente Strecke, für die diese Regelung nicht greift.
Mit dem Fehler war Rahal nicht alleine. Auch der US-TV-Kommentator ging davon aus, dass das Rennen mit mindestens zwei Alternates gefahren werden müsste. Und scheinbar war auch Rahal Letterman Lanigan Racing dieser Fehler unterlaufen.
Schumacher steht noch ganz am Anfang der Saison
Eine genauere Betrachtung der Saison lässt also durchblicken, dass die Zahlen und Daten nur die halbe Wahrheit erzählen. Dass viele der Probleme bei den bisherigen Rennen nicht selbstverschuldet waren, bringt Schumacher allerdings auch keinen zusätzlichen Punkt ein.
Klar ist, dass sein Auto nicht unbedingt an der Spitze mitfahren kann. "Wir hatten phasenweise Pace, konnten aber nichts damit anfangen. Wir müssen verstehen, warum wir den Speed der Top-Leute nicht mitgehen konnten", zählte Schumacher sein Team selbst an.
Trotzdem belegen seine Teamkollegen Platz zwölf und 21. Pech und äußere Einwirkungen gehören im Motorsport einfach dazu. Genau deswegen hätte er in Arlington zeigen können, was in ihm steckt. Leider haute er sich dort selbst aus dem Rennen.
Auf der anderen Seite ist Mick Schumacher bis dato eben nur vier Rennen gefahren. In einer neuen Rennserie anzukommen, braucht vielleicht einfach auch Zeit. Und auf keinem anderen Rookie lastet so viel Druck und Aufmerksamkeit wie auf dem Sohn der deutschen Formel-1-Legende.
Wichtig ist nun, dass er es schafft, nach der dreiwöchigen Pause den Abwärtstrend zu unterbrechen. Nicht als ob es nach Platz 24 noch besonders weit nach unten ginge, aber der ehemalige Formel-1-Pilot muss den Start der Saison jetzt hinter sich lassen und aus der Ausgangslage und dem Auto das Beste herausholen.
Und in Phoenix hat Schumacher bereits bewiesen, dass er das kann. Im Qualifying sicherte er sich einen sensationellen vierten Platz. Wenn er die Leistungen insgesamt stabilisieren und zwischendurch immer mal solch einen Lichtblick bringen und auch zu Ende fahren kann, dann gibt es definitiv noch Hoffnung - denn nach vier Rennen ist eine Saison noch nicht verloren.
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