Heftige Proteste im eigenen Land
Olympia 2026: USA schicken ICE-Beamte nach Italien - Verantwortliche reagieren deutlich
Aktualisiert:
von SID/ran.deran Fußball Bundesliga
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Videoclip • 06:01 Min
Die hochumstrittene US-Einwanderungsbehörde ICE soll die US-Delegation zu den Olympischen Winterspielen nach Italien begleiten. Ganz zum Entsetzen der Gastgeber.
Die US-Regierung schickt Beamte der umstrittenen Einwanderungsbehörde ICE zu den Olympischen Winterspielen nach Italien - und hat im Gastgeberland damit Empörung ausgelöst.
Wie ein Sprecher der Behörde der Nachrichtenagentur "AFP" mitteilte, soll die ICE-Abteilung für Heimatschutz (Homeland Security Investigations) den Sicherheitsdienst des US-Außenministeriums unterstützen und zudem dem "Gastgeberland bei der Überprüfung und Minderung von Risiken durch transnationale kriminelle Organisationen" helfen.
ICE bei Olympia: Vance und Rubio bei Eröffnungsfeier
Für die Eröffnungsfeier der Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo (6. Februar) haben sich US-Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio angekündigt. Präsident Donald Trump wird voraussichtlich nicht nach Italien reisen. ICE teilte mit: "Alle Sicherheitsmaßnahmen unterliegen weiterhin der italienischen Autorität." Weiter hieß es: "Selbstverständlich führt ICE keine Einwanderungskontrollmaßnahmen im Ausland durch."
Mailands Bürgermeister Giuseppe Sala kritisierte den geplanten ICE-Einsatz am Dienstag. "Das ist eine Miliz, die tötet... Es ist klar, dass sie in Mailand nicht willkommen sind, daran besteht kein Zweifel. Können wir nicht einmal Nein zu Trump sagen?", sagte er in einem Interview mit dem Radiosender "RTL 102.5".
Sala: Können wir einmal zu Trump Nein sagen?
"Ich frage mich: Können wir einmal zu US-Präsidenten Donald Trump Nein sagen? Die ICE-Agenten sollten nicht nach Italien kommen, weil sie nicht mit der demokratischen Art und Weise übereinstimmen, wie wir Sicherheit gewährleisten", erklärte Sala.
Auch Alessandro Zan, Mitglied des Europäischen Parlaments für die italienische Partei Partito Democratico, zeigte sich auf "X" empört: "In Italien wollen wir keine Menschen, die Menschenrechte mit Füßen treten und sich jeder demokratischen Kontrolle entziehen." Es sei "nicht akzeptabel, dass eine solche Organisation in unserem Land irgendeine Rolle spielen könnte, gleich welcher Art".
Derweil versuchte Italiens Innenminister Matteo Piantedosi etwas Zündstoff aus der Diskussion zu nehmen: "Es ist eine Aufregung über nichts, weil die Amerikaner derzeit keine Listen von Personen übermittelt haben, die hier in Italien im Gefolge der Delegationen sein werden. Aber ich stelle klar: Was auch immer die Mitteilung sein wird, ICE als solche wird niemals auf italienischem Territorium operieren."
Die mögliche ICE-Präsenz in Italien hatte im Gastgeberland der Spiele heftige Debatten ausgelöst. Die Behörde steht auch in Europa nach den Todesschüssen auf die Zivilisten Renee Good und Alex Pretti in der Stadt Minneapolis im Fokus. In den USA setzt Präsident Trump Tausende ICE-Beamten ein, um gegen illegale Einwanderung vorzugehen. Deren brutales Vorgehen löste landesweit Proteste aus.
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