OLYMPISCHE WINTERSPIELE IN ITALIEN
Olympia 2026 - Skibergsteigen: Tatjana Paller verpasst Bronze nur knapp
Aktualisiert:
von SIDran Olympia
Olympia 2026: "Tiramisu-Man" - dieser Schweizer begeistert das Olympische Dorf
Videoclip • 01:01 Min
Bronze knapp verpasst: Tatjana Paller schrammte im Skibergsteigen bei den olympischen Winterspielern nur hauchdünn an einer Medaille vorbei.
Tatjana Paller kämpfte sich den Berg hoch, schlängelte sich durch die "Diamanten", schnallte die Skier ab, erklomm 42 Treppenstufen, schnallte die Skier wieder an, lief die letzten der 70 Höhenmeter nach oben, riss die Felle weg und stürzte sich in die Abfahrt - doch es reichte nicht.
Bei ihrer Aufholjagd im Sprint-Finale war die 30 Jahre alte ehemalige Bahnradfahrerin im Kampf um die ersten olympischen Medaillen im Skibergsteigen 3,04 Sekunden zu langsam: Rang vier statt Bronze.
Paller hatte in Bormio einen schlechten Start im Sechser-Finale erwischt, die WM-Dritte erreichte die Wechselzone vor der Abfahrt als letzte. Aller Wagemut war danach vergeblich, der Rückstand zu groß.
Sprint-Weltmeisterin Marianne Fatton aus der Schweiz holte sich das erste Olympiagold im Skibergsteigen vor Emily Harrop aus Frankreich (+2,38 Sekunden). Dritte wurde Ana Alonso Rodriguez aus Spanien (+10,45 Sekunden). Deren Teamkollege Oriol Cardona Coll gewann danach ebenfalls nach nach WM- auch Olympiagold - vor Nikita Fillipow, der die erste russische Medaille der Spiele gewann.
Paller konnte ihre kämpferische Glanzleistung aus dem Halbfinale nicht wiederholen. Nach dem Start war sie zunächst ebenfalls auf den sechsten und damit letzten Platz zurückgefallen, holte aber nach der Passage mit den Spitzkehren ("Diamanten") auf den Treppenstufen auf und ging nach dem Abreißen der Felle als Zweite in die Abfahrt.
Bis ins Ziel hielt sie ihre Position - und war damit direkt für das Finale qualifiziert.
Paller hatte es als einzige des deutschen "Skimo"-Trios ins Halbfinale geschafft. Finn Hösch, U23-Weltmeister von 2023, lag in seinem Vorlauf gut im Rennen und nach dem Anstieg auf Rang drei, der zur direkten Qualifikation für das Halbfinale gereicht hätte. In der Wechselzone vor der Abfahrt aber benötigte der Studentenweltmeister zu viel Zeit, um die Felle abzuziehen. Als Vierter seines Laufs war Hösch schließlich 3,6 Sekunden zu langsam, um wenigstens als einer von drei "Lucky Losern" das Halbfinale zu erreichen.
"Ich wollte mehr holen, aber es ist sich nicht ausgegangen", sagte Hösch, der aber zugleich betonte: "Es ist der Wahnsinn, es ist schon ein großer Gewinn, hier zu sein." Helena Euringer schied als Fünfte ihres Vorlaufs aus. Paller und Hösch haben noch eine weitere Medaillenchance: im Mixed-Wettbewerb am Samstag.
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