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NFL-Legende Bill Belichick am College in North Carolina: Jetzt wird es peinlich - Kommentar
Aktualisiert:
von Mattis OberbachNFL
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Videoclip • 01:34 Min
Bill Belichick ist bei den North Carolina Tar Heels weit von einem Heilsbringer entfernt. Im Gegenteil: Die Trainer-Legende der NFL ramponiert sich ihren eigenen Ruf. Ein Kommentar.
Von Mattis Oberbach
"Was wir tun, ist nicht falsch. Es ist nur einfach nicht gut genug."
Mit diesen hanebüchenen Worten hat Bill Belichick, Head Coach des College-Teams der University of North Carolina, nach dem vergangenen Wochenende seine Mannschaft verteidigt, kurz nachdem diese mit 3:28 gegen die Clemson Tigers verloren hatte.
Nein, Korrektur: 3:28 stand es nach dem ersten Viertel, allein 14 Punkte hatte man schon nach den ersten vier Plays des Gegners kassiert. North Carolina verlor schließlich mit 10:38.
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Ein Vergleich mit Super Bowl 51 - der NFL-Sternstunde Belichicks - erübrigt sich auch bei jenem Zwischenstand, ein solches Comeback kann kaum wiederholt werden. Der Uppercut für alle UNC-Fans kommt jedoch aus einer ganz anderen Richtung: Man bekommt nach dem ersten Saisonmonat das Gefühl, die Mannschaft könnte auch gegen einen leichten Gegner Schwierigkeiten haben, Spiele zu gewinnen - weil der eigene Head Coach jedem seiner einstigen Prinzipien entgegenwirkt.
Bill Belichick und die Bilanz des Grauens bei North Carolina
Dass die Mannschaft, von deren 105 derzeitigen Spielern Belichick seit seiner Anstellung im Dezember 2024 nach eigenen Angaben 70 (!) ausgetauscht hat, gegen drei ernstzunehmende Gegner drei Spiele mit einer Bilanz von 33:120 Punkten verliert, ist wenig überraschend.
Dass die Vorfreude der Fans, mit dem wohl besten NFL-Coach der Geschichte nun direkt Erfolg zu haben, schnell in Ernüchterung umschlägt und die Tribünen bei Heimspielen bald nur noch von der Marching Band besetzt sind (die verpflichtet ist, bis zum Spielende zu bleiben), das passiert eben bei erfolglosen Mannschaften.
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Dass der (vorgetäuschte oder authentische) Offseason-Optimismus Belichicks, sofort angreifen zu wollen, jetzt schon abgeändert wurde zu "Rebuilding-Saison": ebenfalls logisch und verständlich.
NFL - Injury Update vor dem Super Bowl: Seattle Seahawks geben Entwarnung bei Super-Rookie

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Nick Emmanwori (Seattle Seahawks)
Glück im Unglück für Nick Emmanwori und die Seattle Seahawks! Nachdem sich der Safety im Training am Knöchel verletzt hatte, gab es nun Entwarnung. Der 21 Jahre alte Rookie, der überragende Playoffs gespielt hat, meldete sich selbst fit. "Ich bin bereit", sagte er. Head Coach Mike Macdonald erklärte zuvor, Emmanwori habe sich nur eine leichte Verstauchung des Knöchels zugezogen.Imagn Images

Drake Maye
Drake Maye (New England Patriots)
Sollte es noch einen Zweifel an der Einsatzfähigkeit von Drake Maye im Super Bowl gegeben haben, so hat er diese nun endgültig beseitigt: "Ich fühle mich gut. Ich habe gestern geworfen und ich werde bei 100 Prozent sein", kündigte der MVP-Kandidat an. Im Training am Mittwoch war er erstmals wieder uneingeschränkt dabei.Getty Images via AFP

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Robert Spillane (New England Patriots)
Middle Linebacker Robert Spillane, der in der Defense auch die Plays ansagt, musste die Partie in Denver bereits mit einer Knöchelverletzung verlassen. Seit der Ankunft des Teams in San Francisco hat der Kapitän der Defense noch nicht einmal trainiert.ZUMA Press Wire

AFC Divisional Playoffs: Buffalo Bills v Denver Broncos
Josh Allen (Buffalo Bills)
Josh Allen hat fast zwei Wochen nach der knappen 33:30-Niederlage seiner Buffalo Bills gegen die Denver Broncos verraten, dass er mit einem gebrochenen Knochen im Fuß auf dem Feld gestanden habe: "Es war keine optimale Situation und schmerzhaft während der letzten Wochen." Der Quarterback fügte hinzu, dass es eine alte Verletzung sei, die in Woche 16 gegen die Browns wieder aufgebrochen sei. Nun konnte er operiert werden und wird voraussichtlich zum Saisonstart bereit stehen.2026 Getty Images

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Zach Charbonnet (Seattle Seahawks)
Schlimme Nachricht für die Seattle Seahawks: Running Back Zach Charbonnet hat sich entgegen erster optimistischer Prognosen doch schwer verletzt. Der 25-Jährige zog sich beim Blowout-Sieg gegen die San Francisco 49ers in der Divisional Round einen Kreuzbandriss zu und wird nicht nur die restlichen Playoffs, sondern wohl auch einen erheblichen Teil der kommenden Saison verpassen.Imagn Images
Aber man kann verlieren. Und man kann peinlich sein.
Und Belichick entscheidet sich ganz bewusst und völlig unnötig für Letzteres.
Der 73-Jährige hatte laut Medienberichten seiner Uni verboten, über den ehemaligen UNC-Quarterback Drake Maye zu posten, nachdem dieser mit Belichicks Ex-NFL-Franchise - den New England Patriots - die Buffalo Bills schlug. (Diese Anweisung wurde offenbar zurückgenommen, als das Thema Teil des öffentlichen Diskurses wurde.)
Eine von Belichick angekündigte Doku auf dem Streaming-Service "Hulu" über das Team (im Stile von "Hard Knocks") wurde jüngst gestrichen. Gleiches geschah im Frühjahr schon mit einem "HBO"-Projekt. Angeblich sollte Belichicks 49 Jahre jüngere Partnerin Jordon Hudson eine zu große Rolle einnehmen.
College-Football: NFL-Legende Belichick macht sich zum Gespött
Schon wird darüber spekuliert, ob nicht doch die Universität die Reißleine zieht: Sie müssten dem Coach zwar 20 Millionen Dollar zahlen, wären ihn aber direkt wieder los, bevor der Schaden noch umfassender wird. Ein College-Football-Kommentator vermutete jüngst, Belichick könne der "schlechteste Head Coach der CFB-Historie" werden.
Und prompt, innerhalb von nicht einmal sechs Saisonwochen, spekuliert niemand mehr darüber, ob Belichick noch einmal den Weg zurück in die NFL finden wird. Das liegt nicht daran, dass sein Team keinen Erfolg hat - viele Teams von guten Coaches haben wenig Erfolg oder zumindest Startschwierigkeiten.
Es liegt vielmehr am Verhalten des Head Coaches, der eben das geworden ist, was er in all seinen Jahrzehnten in der NFL immer am meisten hasste: Ein Individuum, das sich über das Team und nicht in dessen Dienst stellt. Dazu kommt: Beide seine Söhne arbeiten als Coaches unter ihm, dazu der Sohn seines Kumpels Mike Lombardi, den er als General Manager zu North Carolina holte.
Es gibt eben doch - anders als Belichick jüngst behauptete - sehr viele falsche Dinge, die sie an der Universität North Carolina tun. Und niemand trägt mehr Verantwortung daran, als der Head Coach.
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