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NFL: Die Verpflichtung von Kirk Cousins ist ein genialer Coup der Las Vegas Raiders - ein Kommentar

Veröffentlicht:

von Chris Lugert

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NFL: Hochzeits-Snap! NFL-Star mit besonderer Aktion

Videoclip • 01:09 Min


Wenige Wochen vor dem NFL Draft nehmen die Las Vegas Raiders Kirk Cousins unter Vertrag. Es ist aus mehreren Gründen eine kluge Entscheidung, die zudem einen bestimmten Fall absichert. Ein Kommentar.

Hat Kirk Cousins den besten Agenten aller NFL-Stars? In den Sozialen Medien war schnell davon die Rede, als durchsickerte, welchen Vertrag der 37-Jährige bei den Las Vegas Raiders unterzeichnete.

Denn auf dem Papier handelt es sich um einen Fünfjahresvertrag über sagenhafte 172 Millionen Dollar. Sind die Raiders jetzt verrückt geworden? Nein, sind sie nicht, auch wenn es die Raiders sind.

Faktisch wird Cousins nach der Saison 2026 kein Spieler der Franchise aus der Zockermetropole mehr sein. Zumindest nicht unter diesem Vertrag. Denn 80 Millionen Dollar seines Gehalts sind garantiert, wenn er am fünften Tag des Ligajahres 2027 noch immer bei den Raiders im Kader steht.

Tatsächlich zahlen die Raiders gerade einmal 11,3 Millionen Dollar an Cousins: das Grundgehalt von 1,3 Millionen Dollar, das dem Veteran-Minimum entspricht, sowie einen garantierten Roster Bonus in Höhe von zehn Millionen Dollar, der aber erst 2027 ausbezahlt wird. Weitere 8,7 Millionen Dollar erhält Cousins von seinem Ex-Team, den Atlanta Falcons.

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Zweiter Mentor für Mendoza neben Brady

Legt man die Realitäten zugrunde, ist es ein hervorragender Deal für die Raiders. Die Verpflichtung des Routiniers ändert nichts an den Plänen, im Draft Fernando Mendoza an Nummer 1 zu picken. Was bislang aber fehlte, war ein Mentor für den Rookie.

Vor allem nach dem Abgang von Geno Smith war klar, dass die Raiders einen erfahrenen Backup brauchen. Einen Spieler, der die NFL in- und auswendig kennt und der schon alles erlebt hat. Der aber gleichzeitig nicht über seine Rolle murrt und dennoch jederzeit spielen kann.

Cousins bringt das alles mit - zu einem annehmbaren Preis. Die Raiders hatten ohnehin noch Cap Space, Mendoza wird als Rookie zudem ziemlich günstig sein. Es kann also nicht schaden, ein paar Dollar mehr in den Backup zu investieren.

Denn was Mendoza im Gegenzug im täglichen Training bekommen wird, ist unbezahlbar. Cousins kann aus seinem reichhaltigen Erfahrungsschatz wertvolle Tipps liefern und mit seiner Perspektive jene von Tom Brady erweitern, um den Austausch von Meinungen zu intensivieren.

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Cousins entlastet auch Kubiak

Für Mendoza könnte es keine bessere und vielfältigere Unterstützung geben. Die Raiders scheinen gewillt, ihrem - so der Plan - zukünftigen Franchise-Quarterback die Umstände so weit es geht zu vereinfachen. Gute, prominente Lehrer sind dafür ein wichtiger Bestandteil.

Dazu muss man wissen: Nicht viele First-Round-Quarterbacks der vergangenen Jahre bekamen von ihren Teams einen Backup mit mehreren Saisons Erfahrung als NFL-Starter zur Seite gestellt. Kein Joe Burrow, kein Trevor Lawrence, kein C.J. Stroud, kein Cam Ward.

Die Raiders entlasten durch Cousins auch ihren Head Coach Klint Kubiak, der in seiner neuen Rolle ebenfalls Rookie ist und genug andere Themen auf dem Tisch haben dürfte, mit denen er sich erst einmal auseinandersetzen muss. Auch er dürfte davon profitieren, wenn Mendoza von den eigenen Teamkollegen unterstützt wird.

Mendoza müsste nicht sofort starten

Und dann gibt es ja noch die andere Seite der Medaille. Sollte sich herausstellen, dass Mendoza entgegen aller Erwartungen noch mehr Zeit braucht und in Week 1 der neuen Saison nicht für die NFL bereit ist, ermöglicht es Cousins dem Trainerstab, dem Youngster diese Zeit auch einzuräumen.

Mendoza könnte sich im Zweifelsfall in Ruhe an die Gegebenheiten anpassen, sich akklimatisieren und könnte im Training von Cousins lernen, bis er selbst so weit ist. Die Raiders müssten nicht das Risiko eingehen, ihren Hoffnungsträger frühzeitig zu verbrennen, und hätten trotzdem einen potenten Quarterback auf dem Feld, der der Offense eine gewisse Basis gibt.

Eine Win-win-Situation also für beide Seiten, die den Raiders auch dann helfen dürfte, wenn Cousins schon lange nicht mehr da ist.

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