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NFL Draft 2026: Diese Quarterback-Prospects sind im Draft weiter verfügbar
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von Luis WoppmannNFL
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Drei Runden des NFL-Drafts sind vorbei. Neben Fernando Mendoza und Ty Simpson in der ersten Runde wurden in den Runden zwei und drei nur zwei weitere Quarterbacks bereits ausgewählt. Aber wer sind die besten Talente, die für die kommenden Runden noch verfügbar sind?
Der diesjährige Quarterback-Jahrgang wird als einer der schwächeren der jüngeren Vergangenheit angesehen. Entsprechend dünn war die Quarterback-Ausbeute der ersten drei Draft-Runden.
Mit Fernando Mendoza und Ty Simpson wurden die zwei vielversprechendsten Quarterbacks bereits in Runde 1 ausgewählt. In Runde drei folgten lediglich Carson Beck (Arizona Cardinals) und Drew Allar (Pittsburgh Steelers).
Aber das muss noch nichts heißen - immerhin gab es in der Vergangenheit immer wieder Quarterbacks, die spät im Draft ausgewählt wurden und dennoch zu NFL-Stars wurden.
Das prominenteste Beispiel ist dabei Brock Purdy, der 2022 als letzter Spieler im Draft (Pick 262) ausgewählt wurde und den Titel "Mr. Irrelevant" erhielt. Dennoch konnte er sich durchsetzen und ist aus der Offense der San Francisco 49ers mittlerweile nicht mehr wegzudenken.
ran zeigt die acht vielversprechendsten Quarterback-Talente, die noch verfügbar sind.
Garrett Nussmeier (LSU)
Im September galt Garrett Nussmeier noch als potenzieller Kandidat für den Nummer-1-Pick, mittlerweile ist der 24-Jährige längst nicht mehr Teil solcher Diskussionen. In manchen Mock-Drafts taucht er nicht einmal mehr innerhalb der ersten drei Runden auf. Schuld daran sind unter anderem die schwache Saison der LSU Tigers (7-6), Verletzungen sowie Bedenken hinsichtlich seiner Statur. Viele Franchises schätzen Nussmeier mit 90 Kilogramm Körpergewicht schlichtweg als zu leicht ein.
Vor allem seine starke Vorjahres-Saison weckt dennoch das Interesse einiger Teams. 2024 warf er für 4052 Yards Raumgewinn und erzielte 29 Touchdowns. 2025 waren es hingegen nur noch 1927 Yards sowie zwölf Touchdowns gegenüber fünf Interceptions. Ob Nussmeier das Zeug hat, in der NFL zu starten, wird sich zeigen.
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Cade Klubnik (Clemson)
Ähnlich wie Nussmeier galt auch Cade Klubnik am Ende der Saison 2024 als eines der vielversprechenderen Quarterback-Talente. Damals warf er für 3639 Yards Raumgewinn und 36 Touchdowns gegenüber lediglich sechs Interceptions. Die Zahl der Interceptions blieb gleich, im Folgejahr waren es aber nur noch halb so viele Touchdowns (16). Die schwache 7-6-Bilanz der Clemson Tigers war die Folge.
Auch Klubnik ist mit 93 Kilogramm physisch ein vergleichsweise leichter Quarterback, der dafür mit seiner Mobilität überzeugen und oft aus gegnerischen Angriffen ausbrechen kann. Zudem ist er ein talentierter Passgeber, der seine Pässe präzise zwischen verschiedenen Deckungszonen platzieren kann, sowohl in der Pocket als auch außerhalb der Pocket.
Seine Leistung beim Combine wird entscheidend für seinen letztendlichen Rang in den Draft-Prognosen sein. Aktuell wird er als Fünftrundenpick gehandelt, da er sich durchaus zu einem soliden Backup oder einem potenziellen Starter entwickeln könnte.
Diego Pavia (Vanderbilt)
Lange Zeit sah es mehr als rosig aus für Diego Pavia. Und das, obwohl der 24-Jährige nicht die besten Startvoraussetzungen für den College Football hatte.
Er war ein Zwei-Sterne-Quarterback aus Albuquerque und erhielt keine Stipendienangebote von NCAA-Division-I-Universitäten und von lediglich zwei -Division-II-Universitäten. 2024 wechselte er von der New Mexico State University zur Vanderbilt University, wo er in 13 Spielen als Starter agierte und als SEC-Neuling des Jahres geehrt wurde. 2025 warf er für 3539 Yards Raumgewinn und 29 Touchdowns bei acht Interceptions.
Diese starken Leistungen bescherten ihm den zweiten Platz bei der Vergabe der Heisman Trophy hinter Fernando Mendoza. Doch statt seine Platzierung als Anerkennung für seine Leistungen zu sehen, sorgte er im Nachgang für eine große Kontroverse. Kurz nach der Verleihung postete er auf seinem Instagram-Account eine Story, in der er schrieb: "F* all the voters."
Gerade beim Sprung vom College in die NFL analysieren die Scouts jedes kleine Detail über ihre potenziellen Neuverpflichtungen. Aussagen wie diese so kurz vor dem Draft schrecken dementsprechend viele Franchises ab. Es ist daher nicht undenkbar, dass der Draft für Pavia ein ähnlicher Albtraum wird wie für Shedeur Sanders im Vorjahr. Der Quarterback fiel letztlich bis in die fünfte Runde, in der ihn die Cleveland Browns als Nummer 144 auswählten.
Jalon Daniels (Kansas)
Sechs Jahre lang spielte Jalon Daniels für die Kansas Jayhawks. Möglich gemacht wurde das durch eine Kombination aus der Ausnahmeregelung für die Spielberechtigung während der COVID-19-Pandemie und mehreren verletzungsbedingt verkürzten Saisons. Insgesamt warf der 23-Jährige in dieser Zeit für 9282 Yards Raumgewinn und 67 Touchdowns gegenüber 31 Interceptions. Auf dem Boden kamen 1451 Yards und 23 Touchdowns hinzu.
Daniels ist ein sehr athletischer Quarterback, der ebenfalls über eine herausragende Beinarbeit verfügt. Im Gegensatz zu den meisten Quarterbacks seines Jahrgangs hat er aber zusätzlich einen sehr schnellen Wurf. Er hat ein gutes Gespür für kurze Pässe und bringt den Ball oft genau an die richtige Stelle.
Schwächen hat Daniels, der nicht verwandt ist mit Jayden Daniels von den Washington Commanders, dafür bei mittleren und weiten Würfen. Seine Verletzungshistorie dürfte so manche Franchise beunruhigen, daher werden seine medizinischen Untersuchungen, Interviews und sein Abschneiden beim Combine von entscheidender Bedeutung für seine letztendliche Draft-Position sein.
Joe Fagnano (UConn)
Joe Fagnano überbietet Daniels' sechs Saisons sogar noch. Der 25-Jährige spielte 2025 seine siebte Saison am College. Aber das zahlte sich aus: Fagnano warf in der Spielzeit für 3448 Yards und 28 Touchdowns sowie lediglich eine einzige Interception.
Er bringt prinzipiell alle Voraussetzungen mit, um ein NFL-Quarterback zu werden. Fagnano hat eine enorme Wurfkraft, eine herausragende Präzision und ist sehr stark darin, in enge Fenster zu werfen. Zudem hat er schon des Öfteren seine Beweglichkeit unter Beweis gestellt.
Fagnanos größte Schwäche hat nichts mit seinen Fähigkeiten zu tun. Es ist lediglich sein Alter, das dazu führt, dass er für viele Franchises eher uninteressant bleibt. Das Beispiel des damals bereits 25-jährigen Tyler Shough aus dem vergangenen Jahr zeigt aber, dass auch ältere Quarterbacks hoch gedraftet (Platz 40) und in der NFL zu Startern werden können.
Joey Aguilar (Tennessee)
Um Joey Aguilar herrschte zeitweise Chaos. Der 24-Jährige zog vor Gericht, da er eine Spielberechtigung für eine weitere Saison am College einfordern wollte. Grund: Ihm zufolge dürften seine beiden Jahre am Junior College nicht auf seine vierjährige Spielberechtigung in der Division I angerechnet werden. Kurz zuvor hatte er sich bereits aus einer anderen Sammelklage zurückgezogen, da ihm dort zu langsam entschieden wurde. Letztlich verlor er aber, weshalb dem Draft für ihn umso größere Bedeutung zukommt.
Außerhalb des Gerichtssaals ist Aguilar vor allem für seine Armstärke und weiten, teils aggressiven Bälle bekannt. Er ist ein Quarterback, der viel riskiert und sich stets auf einem schmalen Grat zwischen Genie und Wahnsinn bewegt. In jeder seiner Saisons auf dem College warf er dementsprechend mindestens zehn Interceptions, aber auch mindestens 23 Touchdowns. In Mock Drafts taucht er eher am Ende der Rangliste auf - teils auch gar nicht.
Luke Altmyer (Illinois)
Luke Altmyer ist mit 93 Kilogramm Körpergewicht ähnlich wie auch andere Quarterbacks in dieser Liste nicht der Kräftigste, wodurch es bei vielen Franchises Bedenken hinsichtlich seiner Ausdauer gibt - besonders deshalb, weil der 23-Jährige für eine oftmals mangelnde Pocket-Awareness bekannt ist und dadurch viele unnötige Sacks einstecken muss.
Dennoch gibt es viel Positives an seinem Spiel: Altmyer brilliert bei mittleren und weiten Würfen, besonders gegen Man-Press-Coverages. Er hat einen hohen Spiel-IQ und passt seine Spielzüge mehrmals vor und im Verlauf der jeweiligen Matchups an.
2025 warf er für 3007 Yards Raumgewinn und 22 Touchdowns bei lediglich fünf Interceptions. Altmyer wird derzeit als Sechstrundenpick gehandelt und könnte eine solide Option für Teams sein, die mit der Zeit einen brauchbaren Ersatzspieler entwickeln wollen.
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