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NFL Draft 2026: Die Los Angeles Rams verraten mit Ty Simpson ihre DNA - ein Kommentar

Veröffentlicht:

von Raman Rooprail

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NFL Draft 2026: Strittigster Pick! Hier kommt Ty Simpson

Videoclip • 01:14 Min


Die Los Angeles Rams sorgen mit dem Pick um Quarterback Ty Simpson für die größte Überraschung beim NFL Draft 2026. Für die Zukunft könnte die Strategie aufgehen, doch die Rams brechen damit mit ihrer eigenen Philosophie, mit der sie zuletzt so erfolgreich waren - ein Kommentar.

Les Snead, General Manager der Los Angeles Rams, sorgte vor dem Draft für Aufsehen, als er Quarterback Ty Simpson als klaren Erstrundenpick bezeichnete.

Doch nicht, weil das die Gerüchteküche zum Brodeln und die Rams mit Simpson näher in Verbindung brachte.

Nachdem viele Experten hitzig darüber diskutierten, ob Simpson überhaupt einen Erstrundenpick wert sei, dachten die wenigsten NFL-Beobachter darüber nach, ob die Rams schon an Position 13 zuschlagen würden.

Einerseits, weil das in den Augen vieler ein klarer Reach wäre. Andererseits, weil L.A. mit Matthew Stafford den amtierenden MVP stellt - und darüber hinaus reden wir hier über die Rams.

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Los Angeles Rams: Strategie widerspricht sich

Genau die Rams, die seit vielen Jahren wie kaum eine andere Franchise für die "Win-Now"-Mentalität stehen. Snead tradete seit 2017 sieben Mal einen Erstrundenpick für Star-Spieler - noch in diesem Jahr gab er den 29. Pick für Cornerback Trent McDuffie ab.

Die Philosophie war klar: L.A. möchte mit Sean McVay and Matthew Stafford eine Ära prägen und so lang wie möglich erfolgreich sein.

Dafür wurde die Zukunft vernachlässigt.

Wovor sich viele andere Teams sträuben, brachte den Rams aber tatsächlich langfristig Erfolg. 2022 wurde mit Stafford und McVay der Super Bowl gewonnen seitdem stand L.A. in drei von vier Jahren in den Playoffs.

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Rams mit Seahawks auf Augenhöhe

In der vergangenen Saison waren sie mit Super-Bowl-Sieger und Division-Rivale Seattle in drei Duellen komplett auf Augenhöhe.

Während sich fast alle Gegner der Seahawks an deren Defense die Zähne ausbissen, zeigte Stafford in beiden Spielen in Seattle herausragende Leistungen, die Rams erzielten 37 bzw. 27 Punkte.

Warum also wird der Kader nicht auf einer Position verstärkt, die den Rams sofort hilft? Wieso verraten die Rams ihre jahrelang etablierte DNA?

Los Angeles Rams: Simpson-Alternativen waren verheißungsvoll

Klar, L.A. hat ein relativ komplettes Team. Richtig große Lücken sind auf den ersten Blick nicht erkennbar. Nichtsdestotrotz kann jedes noch so komplette Team in der Breite verstärkt werden, Los Angeles hätte demnach auf Wide Receiver oder Tight End Stafford eine weitere Waffe zur Seite stellen oder in eine der beiden Lines investieren können, wo man sowieso nie genug gute Spieler haben kann.

In Anbetracht der verfügbaren Spieler wäre gerade Kenyon Sadiq eine Prospect gewesen, das den Rams besonders gut zu Gesicht gestanden hätte. McVay arbeitete in der vergangenen Saison vermehrt mit drei Tight Ends, Sadiq ist eine echte Matchup-Waffe und hätte neben Puka Nacua und Davante Adams eine dritte echte Gefahr im Passspiel darstellen können.

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Los Angeles Rams: Les Snead gefährdet Super Bowl

Es geht hier im Übrigen in keinster Weise um das Talent von Simpson. Der Quarterback kann, auch wenn er in der kommenden Saison ohne Verletzung von Stafford nicht zum Einsatz kommen wird, in zwei oder drei Jahren das Zepter übernehmen und hat in Los Angeles wohl mit die besten Voraussetzungen für einen jungen Quarterback.

Das ändert aber nichts daran, dass gerade die Rams in den vergangenen Jahren besonders erfolgreich damit gefahren sind, Zukunftsfragen hinten anzustellen und den kurzfristigen Erfolg zu forcieren.

Genau dieses Ziel gefährdet Snead mit diesem Pick. Und das völlig ohne Not.

Seit den Green Bay Packers 1966, die damals Don Horn drafteten, obwohl sie mit Bart Starr den amtierenden MVP stellten, holte keine Franchise mit einem MVP-Quarterback im Kader einen Erstrunden-Quarterback.

Warum ausgerechnet die Rams diese Serie brechen, wird wohl Les Sneads Geheimnis bleiben.

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