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NFL: Fünf neue Starter? Das Quarterback-Zeugnis der Free Agency

Veröffentlicht:

von Chris Lugert

NFL

Baker Mayfield rockt die Bühne bei Country-Konzert

Videoclip • 01:11 Min


Gleich fünf Teams verpflichteten in der Free Agency der NFL einen neuen potenziellen Starting Quarterback. Wie passen die Spieler zu ihren Teams? ran bewertet die Verpflichtungen.

Von Chris Lugert

Die erste Phase der Free Agency 2026 in der NFL war wild und brachte einige spannende Moves hervor.

Auch auf der Quarterback-Position gab es einige Verschiebungen. Gleich fünf Teams holten sich auf dem freien Markt oder via Trade einen potenziellen neuen Starting Quarterback.

Die Aussichten der einzelnen Teams mit ihren Neuzugängen sind dabei höchst unterschiedlich. Auf den ersten Blick scheinen nur die Minnesota Vikings und Kyler Murray das Potenzial für eine längere Liaison zu haben. Bei allen anderen Teams stehen die Zeichen eher auf einer Kurzzeitbeziehung.

Oder schlummert irgendwo Überraschungspotenzial, das eine der Franchises sogar nachhaltig verändern könnte? ran bewertet die Quarterback-Verpflichtungen.

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Miami Dolphins: Malik Willis

Die Miami Dolphins haben das Thema Tua Tagovailoa beendet und dafür einen schmerzhaften Dead Cap in Kauf genommen. Doch das war es den Verantwortlichen wert, schließlich stehen die Zeichen auf einem kompletten Neustart. Und diesen soll zumindest 2026 Malik Willis anführen.

Der 26-Jährige war die spannendste Quarterback-Aktie auf dem Markt, nachdem er in der vergangenen Saison in gut anderthalb Spielen bei den Green Bay Packers den verletzten Jordan Love vertreten hatte. Dabei hinterließ er einen derart guten Eindruck, dass sein Marktwert direkt in die Höhe schoss.

Die Dolphins gaben Willis einen Dreijahresvertrag über insgesamt 67,5 Millionen Dollar, davon sind 45 Millionen garantiert. Das durchschnittliche Jahresgehalt von 22,5 Millionen Dollar fiel etwas geringer aus als von einigen Experten und Analysten erwartet, dennoch ist es eine teure Wette auf einen Spieler quasi ohne Starter-Erfahrung.

Seitdem Willis 2022 in der dritten Runde gedraftet wurde, kommt er auf nur sechs Starts in der NFL. In seinen zwei Jahren bei den Packers als Backup von Love konnte er jedoch unter Matt LaFleur lernen - es gibt kaum bessere Head Coaches für einen Quarterback. Doch ist er wirklich bereit, um in der NFL regulärer Starter zu sein?

Dass sich die Dolphins für Willis entschieden, war keine Überraschung, wenn man das neue Front Office betrachtet. Denn sowohl General Manager Jon-Eric Sulivan als auch Head Coach Jeff Hafley kamen aus Green Bay und kennen Willis daher bestens, wissen also genau, was sie bekommen.

Zudem ist der Vertrag so strukturiert, dass die Dolphins nach zwei Jahren ziemlich problemlos vorzeitig daraus aussteigen könnten. Willis mag eine Wette sein, doch schlägt er ein, könnten die Dolphins deutlich schneller als gedacht wieder konkurrenzfähig sein. Und klappt es nicht, holt man sich eben 2027 seinen neuen Quarterback im Draft.

An dem Punkt, an dem sich die Dolphins derzeit befinden, ist es eine Entscheidung mit vergleichsweise wenig Risiko, dem aber das Potenzial für einen echten Coup gegenübersteht.

ran-Note: 2

New York Jets: Geno Smith

Ein ganz anderes Bild gibt hingegen die Rückholaktion von Geno Smith durch die New York Jets ab. Man könnte sagen, dass sich für den Routinier ein Kreis schließt, wenn sein erstes Engagement bei "Gang Green" nicht so ein Desaster gewesen wäre.

2013 war Smith in der zweiten Runde von den Jets gedraftet worden und wurde direkt Starter, diesen Job war er nach zwei Jahren aber schon wieder los. Als er die Franchise aus dem "Big Apple" nach der Saison 2016 verließ, schien der Playmaker selbst als Backup kaum noch einen Markt in der NFL zu haben. Doch er kam zurück und erlebte Jahre später bei den Seattle Seahawks seine beste Zeit.

Insofern hätte ein Trade für Smith aus Sicht der Jets nach der Saison 2024 durchaus Sinn ergeben. Doch dazwischen lag dieses eine unrühmliche Jahr des Quarterbacks bei den Las Vegas Raiders, in dem dem 35-Jährigen gar nichts gelang. Der Zusammenbruch der Raiders lag nicht nur an Smith, doch auch er hatte seinen Anteil daran.

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    Platz 31: Tampa Bay Buccaneers
    Cap Space: 972.385 US-Dollar

    Icon Sportswire

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    Platz 30: Chicago Bears
    Cap Space: 2.152.485 US-Dollar

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    Platz 29: Cleveland Browns
    Cap Space: 8.492.430 US-Dollar

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  • lawrence

    Platz 28: Jacksonville Jaguars
    Cap Space: 10.156.632 US-Dollar

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  • Minnesota Vikins: #skol

    Platz 27: Minnesota Vikings
    Cap Space: 10.742.654 US-Dollar

    imago

  • Jaylen Waddle

    Platz 26: Miami Dolphins
    Cap Space: 11.655.650 US-Dollar

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    Platz 25: Carolina Panthers
    Cap Space: 17.092.548 US-Dollar

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  • Platz 4: Cincinnati Bengals

    Platz 24: Cincinnati Bengals
    Cap Space: 18.981.724 US-Dollar

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    Platz 23: Dallas Cowboys
    Cap Space: 18.990.064 US-Dollar

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  • Drake London, Bijan Robinson

    Platz 22: Atlanta Falcons
    Cap Space: 20.369.157 US-Dollar

    IMAGO/Icon Sportswire

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    Platz 21: Kansas City Chiefs
    Cap Space: 20.611.171 US-Dollar

    ZUMA Press Wire

  • Bo Nix

    Platz 20: Denver Broncos
    Cap Space: 23.050.890 Dollar

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    Platz 19: New Orleans Saints
    Cap Space: 17.486.572 US-Dollar

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    Platz 18: Las Vegas Raiders
    Cap Space: 25.440.604 US-Dollar

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  • Week 1: Matthew Stafford (Los Angeles Rams)

    Platz 17: Los Angeles Rams
    Cap Space: 26.325.122 US-Dollar

    getty

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    Platz 16: New York Giants
    Cap Space: 26.587.039 US-Dollar

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  • Metcalf fehlt den Steelers vorerst

    Platz 15: Pittsburgh Steelers
    Cap Space: 27.094.857 US-Dollar

    AFP/GETTY IMAGES /SID/Nic Antaya

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    Platz 14: Houston Texans
    Cap Space: 29.252.800 US-Dollar

    ZUMA Wire

  • Platz 18: Green Bay Packers

    Platz 13: Green Bay Packers
    Cap Space: 31.451.647 US-Dollar

    USA TODAY Network

  • NFC Divisional Playoffs - Tampa Bay Buccaneers v Detroit Lions

    Platz 12: Detroit Lions
    Cap Space: 32.634.019 US-Dollar

    2024 Getty Images

  • Arizona Cardinals v Philadelphia Eagles

    Platz 11: Philadelphia Eagles
    Cap Space: 35.714.562 US-Dollar

    2023 Getty Images

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    Platz 10: New York Jets
    Cap Space: 36.722.779 US-Dollar

    IMAGO/Newscom World

  • Colts Taylor

    Platz 9: Indianapolis Colts
    Cap Space: 43.461.488 US-Dollar

    IMAGO/Imagn Images

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    Platz 8: Seattle Seahawks
    Cap Space: 44.430.194 US-Dollar

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  • MIAMI GARDENS, FL - NOVEMBER 24: New England Patriots quarterback Drake Maye (10) runs with the ball during the game between the Miami Dolphins and the New England Patriots on November 24, 2024 at ...

    Platz 7: New England Patriots
    Cap Space: 45.847.728 US-Dollar

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    Platz 6: San Francisco 49ers
    Cap Space: 46.081.847 US-Dollar

    Imagn Images

  • AFC Championship - Kansas City Chiefs v Baltimore Ravens

    Platz 5: Baltimore Ravens
    Cap Space: 47.208.212 US-Dollar

    2024 Getty Images

  • CINCINNATI, OH - DECEMBER 28: Arizona Cardinals wide receiver Marvin Harrison Jr. (18) warms up on the sideline during the game against the Arizona Cardinals and the Cincinnati Bengals on December ...

    Platz 4: Arizona Cardinals
    Cap Space: 53.988.036 US-Dollar

    Icon Sportswire

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    Platz 3: Los Angeles Chargers
    Cap Space: 60.596.698 US-Dollar

    USA TODAY Network

  • 2194918175

    Platz 2: Washington Commanders
    Cap Space: 63.860.824 US-Dollar

    Getty Images

  • Cam Ward

    Platz 1: Tennessee Titans
    Cap Space: 75.700.696 US-Dollar

    IMAGO/Imagn Images


Was sich die Jets davon versprechen, ausgerechnet jetzt für ihn zu traden, bleibt rätselhaft. Die einzige plausible Erklärung wäre, dass New York seine eigene Offensive Line deutlich besser einschätzt als die Line der Raiders in der abgelaufenen Saison. Und dass eine bessere Protection auch Smith wieder zu besseren Leistungen verhilft.

Die Jets brauchten einen neuen Quarterback, daran gab es keinen Zweifel. Der Weg über die klassische Free Agency wäre schwierig geworden, da die Jets als Team nicht sonderlich attraktiv für potenzielle Neuzugänge sind. Und Smith hat vor nicht allzu langer Zeit immerhin bewiesen, dass er ein potenter Starter in der NFL sein kann.

Großer Vorteil: Smith ist ziemlich günstig. Die Raiders übernehmen den kompletten Bonus in Höhe von über 16 Millionen Dollar, die Jets selbst müssen nur das Grundgehalt von 3,3 Millionen Dollar zahlen. Doch sportliche Upside ist hier kaum erkennbar, es herrscht das schlichte Prinzip Hoffnung.

ran-Note: 4

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Minnesota Vikings: Kyler Murray

Die Spatzen pfiffen es bereits seit Wochen von den Dächern der NFL-Facilities, inzwischen ist es offiziell: Kyler Murray setzt seine Karriere bei den Minnesota Vikings fort, nachdem er zuvor von den Arizona Cardinals entlassen wurde. Finanziell geht es für die Vikings nicht günstiger, der 28-Jährige unterschrieb für ein Jahr zum Veteran Minimum von 1,3 Millionen Dollar. Allein das macht eine negative Bewertung des Deals nahezu unmöglich.

Und auch sportlich könnte es eine Verpflichtung für die Vikings sein, die die Franchise mit einem Schlag deutlich nach vorne katapultiert. Zwar konnte Murray bei den Cardinals die großen Erwartungen eines Nummer-1-Picks nie erfüllen, doch unter den richtigen Umständen kann er dennoch ein Top-15-Quarterback in dieser Liga sein.

Und wo könnte er diese Umstände vorfinden, wenn nicht genau bei jenem Team, das schon Sam Darnold vor zwei Jahren in ungeahnte Höhen gehoben hat? Head Coach Kevin O'Connell kann Quarterbacks weiterentwickeln, das wohl endgültige Scheitern von J.J. McCarthy hat auch andere Gründe. In der Offense von O'Connell könnte Murray noch einmal richtig aufblühen.

In Justin Jefferson und Jordan Addison verfügt der Spielmacher in Minnesota über ein sehr starkes Receiver-Duo, die Offensive Line ist zumindest solide. Das Quarterback Play war der Hauptgrund dafür, dass die Vikings in der Vorsaison die Playoffs deutlich verpassten. Diese Ausrede dürfte 2026 nicht gelten. Mit einer Defense, die erneut zu den besseren der Liga gehören sollte, könnte Minnesota ein Dark Horse für einen tiefen Playoff Run werden.

ran-Note: 1

Atlanta Falcons: Tua Tagovailoa

Aus Sicht von Tua Tagovailoa hätte es fast nicht besser laufen können. Nach seiner Entlassung bei den Dolphins schien der Weg zu einem Comeback als Starter in der NFL verdammt weit zu sein. Doch plötzlich besteht die reelle Chance, dass der Hawaiianer zu Saisonbeginn 2026 tatsächlich bereits wieder auf dem Feld steht.

Denn die Atlanta Falcons nahmen Tagovailoa ebenfalls zum Veteran Minimum von etwas mehr als einer Million Dollar unter Vertrag. Sein Konkurrent ist Michael Penix Jr., der sich in der Vorsaison schwer am Knie verletzte und auch zuvor nicht den Nachweis erbringen konnte, ein verlässlicher Starter in der NFL sein zu können.

Zudem wurde sowohl im Front Office als auch im Trainerstab in Atlanta einmal feucht durchgewischt, fast alle Schlüsselpositionen wurden neu besetzt. Bedeutet: Die Verantwortlichen, die Penix vor zwei Jahren gedraftet haben, sind nicht mehr im Amt. Somit gehen beide Quarterbacks mit identischen Chancen auf den Starter-Posten in die Saison-Vorbereitung.

Aber kann Tua den Falcons überhaupt eine Hilfe sein? Ergibt die Verpflichtung des 28-Jährigen aus Sicht des Teams Sinn? Durch das geringe finanzielle Invest hält sich das Risiko in Grenzen. Und es ist nicht so, dass Tagovailoa gar keine Qualitäten hätte.

Der neue Head Coach Kevin Stefanski könnte der Karriere des Spielmachers noch einmal Auftrieb verleihen, wenn er es schafft, den in den vergangenen Jahren verschollenen Tagovailoa aus der Saison 2023 zu erwecken, als dieser in Diensten der Dolphins die NFL in Passing Yards anführte und sogar ein Playoff-Spiel gewann.

In Wide Receiver Drake London und Running Back Bijan Robinson hat Tagovailoa zwei absolute Star-Playmaker zur Hand. Auch die Offensive Line in Atlanta sollte ihm das Leben deutlich mehr vereinfachen als seine Beschützer in Miami. Und auch hier gilt: Wenn es wirklich nicht klappt, kann man sich 2027 komplett neu umsehen.

ran-Note: 2

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Arizona Cardinals: Gardner Minshew

Hier liegt die Sache etwas anders, denn niemand weiß so wirklich, was die Arizona Cardinals auf der Quarterback-Position planen. Jacoby Brissett machte in der Vorsaison keinen schlechten Job als Ersatz von Kyler Murray und gilt als Favorit für den Posten als Starter. Doch für den Fall der Fälle haben sich die Cardinals einen prominenten Namen dazugeholt.

Gardner Minshew ist ein potenter Backup in der NFL, der unter ganz besonderen Umständen sogar starten kann. 2025 hätte er das bei den Kansas City Chiefs in den finalen Wochen vielleicht zeigen können, wenn er sich nicht eine Woche nach Patrick Mahomes selbst verletzt hätte. Zwar handelte es sich letztlich nicht - wie zunächst befürchtet - ebenfalls um einen Kreuzbandriss. Doch die Saison war für den 29-Jährigen beendet.

Die Cardinals gaben Minshew immerhin einen Vertrag über 5,75 Millionen Dollar, damit verdient er nur unwesentlich weniger als Brissett. Ein Zeichen, dass Minshew eine reelle Chance hat, die Offense anzuführen? Für die langfristige Perspektive ist es wohl egal, weil keiner von beiden 2027 der Starting Quarterback sein dürfte.

Minshew gibt den Cardinals zumindest etwas Kult-Potenzial, sportlich ist die Verpflichtung Ausdruck einer Bridge-Lösung - wenn überhaupt. Immerhin: Der neue Head Coach Mike LaFleur hat unter Rams-Erfolgstrainer Sean McVay gelernt, vielleicht findet er bei Minshew ja ein paar Hebel, an denen er ansetzen kann.

ran-Note: 3

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