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NFL: Warum A.J. Brown und die New England Patriots perfekt zueinander passen

Veröffentlicht:

von Kai Esser

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NFL: A.J. Brown und Drake Maye zaubern bereits

Videoclip • 01:02 Min


Er ist einer der besten Receiver der Liga und landet bei einem Quarterback, der das Deep Game der NFL zuletzt dominierte. A.J. Browns Wechsel zu den New England Patriots ist mehr als ein Blockbuster-Trade. Er ist ein perfektes Match.

Was sich monatelang anbahnte, ist nun endlich über die Bühne gegangen: A.J. Brown ist ein New England Patriot.

Dabei bezahlen die Patriots mit einem First Round Pick 2028 und einem Fifth Round Pick 2027 nicht wenig, doch Brown ist mehr als nur ein klangvoller Name. Dass er bei den Patriots gelandet ist, scheint, wie ein perfektes Match zu sein.

A.J. Brown: Schon als Kind ein Patriot

1997 geboren, kennt Brown quasi kein anderes Team an der Spitze als die New England Patriots, die in seinen Lebzeiten unglaubliche elf Mal den Super Bowl erreichten.

Beinahe schon logisch, dass der in Mississippi - ein Staat ohne NFL-Team - aufgewachsene Arthur Juan Brown Patriots-Fan wurde. Das bewies er auch mit einem Posting auf Instagram, auch, wenn dieses KI-Nachhilfe brauchte.

Emotional gesehen hat New England den Star-Receiver also "nach Hause" geholt.

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New England Patriots: Fokus auf den tiefen Ball - mit Brown nun noch mehr

Doch auch sportlich passen Franchise und Spieler wie die Faust aufs Auge. In der Saison 2025 erzielte Quarterback Drake Maye eine "PFF"-Overall-Wertung von 90,1, damit war er drittbester aller qualifizierten Quarterbacks der Liga. Sein Passing Grade von 87,8 war die viertbeste.

Besonders stark: seine tiefen Bälle. Laut NextGen Stats vollendete Maye 52,1 Prozent seiner Deep-Pass-Versuche (25 von 48) auf Pässe über 20 Air Yards mit einem EPA-Output von +1,31 pro Dropback, dem zweithöchsten Wert der NextGen-Ära seit 2016.

Heißt im Klartext: Pro tiefem Passversuch erhöhte er die zu erwartende Punktzahl der Patriots um weit über einen Punkt - eine nahezu sagenhafte Zahl, wenn man bedenkt, dass der Wert auch negativ sein kann und bei manchen QBs auch ist.

Damit war er der akkurateste Quarterback der Liga auf tiefe Pässe mit einer Completion Rate von 72 Prozent.

Brown und tiefe Pässe passen ohnehin zusammen. Seit 2022 erzielte Brown 18 Touchdowns auf Pässe mit 20 oder mehr Air Yards - die meisten aller NFL-Receiver in diesem Zeitraum.

Dazu kommt seine Stärke im Mann-gegen-Mann-Duell und damit genau dort, wo Maye ebenfalls brilliert: Seit 2022 führt Brown die Liga mit 22 Receiving Touchdowns gegen Man Coverage an.

Maye wiederum warf 2025 gegen Man Coverage für 1.149 Yards (Platz 4 der Liga) und 18 Touchdowns (Platz drei). Zwei Spieler, die potentiell im selben Moment am stärksten werden.

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A.J. Brown: Von Kevin Patullo zu Josh McDaniels

Auch der Faktor Offense Coordinator ist nicht zu unterschätzen. Der Playcaller bei den Philadelphia Eagles in der vergangenen Saison war Kevin Patullo, der für Browns schwächste Eagles-Saison verantwortlich war. Darauf folgt mit Josh McDaniels nun der aktuelle Assistant Coach of the Year und ein Koordinator, der bereits unter Beweis gestellt hat, um Welten besser eine Offense designen und ansagen zu können.

Er steigerte die Patriots-Offense von Platz 30 in Punkte pro Spiel (17,0) auf Platz zwei (28,8 PPG) und von Platz 31 in Yards pro Spiel (292,0) auf Platz drei (379,4 YPG).

Der langjährige Patriot, der nun in seiner 14. Saison als Offensive Coordinator in New England tätig ist, ist ein Routinier am Reißbrett, dem Brown blind vertrauen kann.

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New England Patriots: Endlich die gesuchte Nummer eins

Erstmals seit Julian Edelmans Rücktritt 2020 haben die Patriots wieder einen echten Number-One-Receiver.

Und der kommt nicht allein. Romeo Doubs sicherte sich einen Vierjahresvertrag über 68 Millionen Dollar und rückt nun auf Position zwei, hinter Brown. Kayshon Boutte vollendete die vergangene Saison mit 551 Yards und sechs Touchdowns bei 16,7 Yards pro Catch, fünftbester Wert aller qualifizierten NFL-Receiver, der eine herausragende Postseason spielte.

Dahinter: Kyle Williams und Mack Hollins, die mit ihren eigenen Stärken bereits Chemie mit Maye aufgebaut haben. Dazu noch kommt Tight End Hunter Henry, der sich stets in der Nähe des First-Down-Markers befindet und seit Jahren der wohl verlässlichste Patriot in der Offense ist.

Die Receiver-Gruppe der Patriots war zuletzt mit dem Kader von 2017 auf einem solchen Niveau - damals mit Brandin Cooks, besagtem Edelman, Danny Amendola und Rob Gronkowski.

Wenn Maye und Brown in Foxborough zusammenfinden, kann das eine der gefährlichsten Kombinationen werden, die Patriots-Fans in vielen Jahren gesehen haben. Ein hungriger Receiver, der endlich wieder Mittelpunkt eines Angriffs sein darf. Ein junger Quarterback, der beweist, dass er einer der besten der Liga ist.

Und ein Koordinator, der genau weiß, wie man beides zusammenbringt.

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