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Darts-WM - "War überfordert": Deutscher gibt emotionale Einblicke nach überraschendem Aus
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von Chris Lugertran Mehr Sport
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Videoclip • 01:03 Min
Für Niko Springer war die Darts-WM 2026 eine einzige Enttäuschung. Nach seinem Erstrunden-Aus in London blickte er in einem Interview jetzt emotional zurück.
Vor der Darts-WM 2026 galt Niko Springer als einer der großen deutschen Hoffnungsträger. Im Jahr 2025 hatte er sich auf der Tour mit tollem Scoring und starken Leistungen einen Namen gemacht, doch dann schied er bei der WM im Alexandra Palace von London gleich in der ersten Runde gegen Underdog Joe Comito aus.
Eine herbe Enttäuschung für den 25-Jährigen, die nachhaltig an ihm nagte, wie er jetzt verriet. "Tatsächlich verlief der Start ins neue Jahr etwas schleppend. Ich habe nach der WM ein kleines Tief gehabt. Natürlich war es ein Schock. Die Vorbereitung auf die WM lief ganz okay", sagte er im Interview mit dem "Wiesbadener Kurier".
Vom Darts hatte er nach der Niederlage erst einmal genug. "Ich wollte eine Weile nichts mit Pfeilen zu tun haben und habe sieben, acht Tage lang keine Pfeile angerührt", sagte er. Statt mit seinem Bruder Felix zu trainieren, verabschiedete sich Springer in einen Kurzurlaub nach Frankreich, um den Kopf freizubekommen.
Niko Springer ehrlich: "War komplett überfordert"
Warum es bei der WM gegen Comito für ihn überhaupt nicht lief, fragt sich Springer noch immer. Eine mögliche Erklärung: "Eine Stunde vor dem Spiel sprach ich mit meinem Manager Michael Gschwindt über meinen verstorbenen Hund. Das hat mich mehr getroffen, als ich dachte", sagte er.
Und weiter: "Nicht bewusst, aber unbewusst spielte es definitiv eine Rolle." Allerdings sei dies nicht als Entschuldigung zu verstehen. Gegen seinen australischen Kontrahenten spielte Springer einen enttäuschenden 86er-Average und blieb damit weit unter seinen Möglichkeiten.
"Im Practice Room vor dem Spiel lief es schon nicht gut. Dazu ist jeder davon ausgegangen, dass ich gewinne", blickte er auf den Erwartungsdruck. "Auf der Bühne war ich dann komplett überfordert. Ich kannte das nicht von mir und hoffe, dass ich das nie wieder erlebe", erklärte Springer.
Inzwischen habe er sein Tief weitgehend überwunden und wieder Freude am Training. "Mein Manager kam rein und sagte: 'Niko, du lächelst wieder.' Das gibt mir Mut", sagte er.
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