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2. Bundesliga: Schalke gewinnt Spitzenspiel in Unterzahl - Torspektakel in Paderborn
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von SIDran Fußball Bundesliga
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Schalke 04 lässt sich in Elversberg auch von einem frühen Gegentor und einem Platzverweis nicht vom Weg in Richtung Bundesliga abbringen. In Paderborn fallen sieben Tore, in Bochum fünf.
Schalke 04 darf im Saisonendspurt dank einer beeindruckenden Moral mehr denn je von einer Rückkehr in die Fußball-Bundesliga träumen. Die Mannschaft von Trainer Miron Muslic gewann das Topspiel der 2. Liga bei der SV Elversberg trotz langer Unterzahl mit 2:1 (1:1) und festigte ihren Platz an der Tabellenspitze. Fünf Spieltage vor Saisonende beträgt der Vorsprung auf den Relegationsrang fünf Punkte.
Luca Schnellbacher (4.) hatte den Relegationsteilnehmer des vergangenen Jahres früh in Führung gebracht, Soufiane El-Faouzi (28.) glich für Schalke per Fallrückzieher aus. Nach einer bitteren Gelb-Roten Karte für Moussa Ndiaye (51.) drehte Moussa Sylla (56.) für zehn Schalker die Partie komplett. Elversberg musste durch die Niederlage Hannover 96 vorbeiziehen lassen und fiel auf den vierten Rang zurück.
Auf Schalke waren sie sich vor dem Gipfeltreffen durchaus bewusst, was im Saisonendspurt auf dem Spiel steht. "Wenn wir's jetzt nicht schaffen, dann fürchte ich, dass Schalke erst einmal nicht mehr in die Bundesliga zurückkehrt", sagte Trainerikone Huub Stevens. In Elversberg musste Muslic umbauen, neben dem verletzten Torjäger Edin Dzeko fehlte unter anderem auch Kenan Karaman gesperrt.
Den Fehlstart in die Partie hätte aber wohl auch der Kapitän nicht verhindern können. Bei einer Ecke war Schalke weit aufgerückt und lief in einen Konter, an dessen Ende Schnellbacher der Ball vor die Füße fiel. Ein Schock, von dem sich Schalke erstmal erholen musste - zwei weitere Umschaltmomente der Elversberger hatten zum Glück der Königsblauen aber keine Folgen.
Stattdessen fand S04 mit zunehmender Spieldauer besser in die Partie und nutzte seine erste Drangphase zum Ausgleich, eine Flanke von Timo Becker nahm El-Faouzi artistisch aus der Luft. Auch Elversberg blieb in der Folge jedoch gefährlich, der nächste Rückschlag für Schalke folgte kurz nach der Pause.
In einem Zweikampf trat Elversbergs Lukas Petkow Ndiaye auf den Fuß, Schiedsrichter Michael Bacher entschied dennoch auf ein Foulspiel des Schalkers - und stellte diesen zum Unverständnis der Gäste vom Platz. Sylla sorgte jedoch für die bestmögliche Reaktion. Danach verteidigten die Gäste mit viel Leidenschaft.
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Bilbija schießt Paderborn mit vier Toren zum Sieg
Viererpacker Filip Bilbija führte den Aufstiegskandidaten SC Paderborn bei einem wilden Schlagabtausch fast im Alleingang zum Sieg. Der 25-Jährige erzielte beim 4:3 (3:2) gegen den abstiegsbedrohten 1. FC Magdeburg am Sonntag bereits in der ersten Halbzeit drei Treffer und sorgte in einem unterhaltsamen Duell der Gegensätze auch für den Schlusspunkt.
Für die Tabellenführung reichte die Glanzleistung Bilbijas durch den Sieg von Schalke 04 bei der SV Elversberg im Parallelspiel zwar nicht, mit 57 Punkten ist der SCP dem Tabellenführer auf Rang zwei aber dicht auf den Fersen. Die Magdeburger müssen im Tabellenkeller mit 30 Zählern auf dem Konto hingegen weiter um den Klassenerhalt bangen.
Bilbija, der nach seinem Jokereinsatz in der Vorwoche dieses Mal von Beginn an auf dem Platz stand, eröffnete das Torfestival der ersten Halbzeit in der 19. Minute. Anschließend hatte der Offensivspieler nach den Ausgleichstreffern von Lubambo Musonda (25.), Mateusz Zukowski (37.) und Laurin Ulrich (59.) immer die richtige Antwort parat (29./45.+2/78.).
Die Anfangsphase in Paderborn gehörte den Gästen. Nach einem Freistoß nutzte dann aber Bilbija mitten im Getümmel die Gelegenheit und brachte den FCP in Führung. Die Antwort der Magdeburger folgte wenig später - doch wieder schlug Bilbija nach einer Standardsituation zu. In der Folge ging es inklusive Treffern und weiteren Chancen auf beiden Seiten munter hin und her, beide Mannschaften schenkten sich nichts.
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Bochum trifft in beiden Nachspielzeiten
Der VfL Bochum schüttelte die sportlichen Rückschläge der vergangenen Wochen ab und schaffte einen wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt. Das Team von Trainer Uwe Rösler setzte sich am Sonntag mit 4:1 (2:0) gegen den direkten Konkurrenten Eintracht Braunschweig durch - und machte damit auch Edelfan Herbert Grönemeyer ein passendes Geschenk zum 70. Geburtstag.
Die Niedersachsen rutschten im engen Abstiegskampf mit nun sechs Punkten Rückstand auf Bochum auf den Relegationsplatz 16 ab. Gerrit Holtmann (13.) und Koji Miyoshi (45.+5) brachten den zuletzt zweimal geschlagenen VfL in der ersten Hälfte auf Kurs. Farid Alfa-Ruprecht erhöhte für die Westfalen (68.). Das Tor von Lino Tempelmann (84.) kam zu spät. Philipp Hofmann machte per Foulelfmeter (90.+5) schließlich alles klar.
"Wir für euch und ihr für uns - gemeinsam zum Klassenerhalt", stand auf einem großen Plakat, mit dem sich die VfL-Fans vor dem Anpfiff an ihre zuletzt wackelige Mannschaft wandten. Doch die ersten Minuten gehörten dann den Gästen, die aber auch schnell nachließen.
Die Halbzeitführung war durchaus verdient für zielstrebige Gastgeber, denen ein weiterer Treffer von Hofmann (34.) wegen eines Fouls in der Entstehung aberkannt wurde. Auch mit der Führung im Rücken ließ Bochum nicht locker.
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