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Fußball

3. Liga - Hansa Rostock, RW Essen, MSV Duisburg: Verrücktes Aufstiegsrennen mit Tradition pur

Veröffentlicht:

von Kai Esser

ran Fußball Bundesliga

3. Liga: Kurioses eBay-Angebot nach Randale im Aachener Tivoli

Videoclip • 01:12 Min


Wie beinahe in jedem Jahr ist das Aufstiegsrennen der 3. Liga besonders wild. Acht Teams können rechnerisch noch in die 2. Liga gehen.

Es ist eigentlich schon eine Tradition, dass der Aufstiegskampf in der 3. Liga an Spannung und Ausgeglichenheit nicht zu toppen ist.

Ungefähr so viel Tradition hat auch nahezu jeder Klub, der in jenen Aufstiegskampf involviert ist. Und wie in jeder Saison gibt es auch Teams, denen auf der Zielgeraden die Nerven versagen.

ran gibt einen Überblick über die Teams und die Chancen, einen direkten Aufstiegsplatz oder wenigstens den Relegationsplatz (alle Relegationsspiele Live auf Sat.1 und im kostenlosen Livestream Joyn) zu erreichen.

Platz 8: TSV 1860 München (55 Punkte)

Zugegeben, die Chancen des TSV 1860 München auf den Aufstieg in die 2. Liga sind nur noch theoretischer Natur. Vor allem deshalb, weil die Münchner Löwen nur noch den Relegationsplatz erreichen können.

Dafür müssten sie also nicht nur die verbleibenden drei Spiele gegen den FC Schweinfurt 05, FC Ingolstadt und SC Verl allesamt gewinnen, zehn Tore auf Rot-Weiss Essen aufholen und hoffen, dass die Konkurrenz unisono patzt. Das dürfte eher nicht passieren, zumal die Löwen selbst nicht gerade in Topform sind.

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Platz 7: Alemannia Aachen (57 Punkte)

Nur unwesentlich aussichtsreicher sieht es bei Alemannia Aachen aus. Immerhin: Sie könnten theoretisch noch Platz zwei erobern. Und die Formkurve spricht für die Kaiserstädter: Acht der letzten neun Spiele gewann das Team von Mersad Selimbegovic, sie sind hinter dem VfL Osnabrück das zweitbeste Rückrundenteam.

In den vergangenen Spielen räumten die Aachener die Konkurrenten SC Verl, Energie Cottbus und MSV Duisburg mit mehreren Toren Abstand aus dem Weg.

Dass die Aachener trotz des machbaren Restprogramms (Hansa Rostock, Viktoria Köln, TSV Havelse) wohl trotzdem nicht in den Aufstiegskampf werden eingreifen können, liegt an der schwachen Hinrunde, die sie auf einem Abstiegsplatz beendeten. Immerhin: Noch ein Tor des Offensivudos Lars Gindorf (22 Tore) und Mika Schroers (19 Tore), dann hätten die Aachener das beste Sturmduo der Drittligahistorie.

Platz 6: SC Verl (59 Punkte)

Lange Zeit mischte der SC Verl vorne im Aufstiegsrennen mit. Die Mannschaft von Tobias Strobl ist mit 75 Treffern zwar noch immer die beste offensive der Liga, dennoch mussten die Verler in den vergangenen Wochen Federn lassen.

Von den letzten fünf Spielen gewannen die Verler nur eins und verloren drei, so verspielten sie ihre Premium-Ausgangsposition auf die Aufstiegsplätze. Dennoch: Es sind "nur" vier Punkte Rückstand. Mit ein bisschen Glück könnte noch ein Angriff auf Platz zwei oder drei erfolgen.

Dafür müssen aber Siege in den letzten drei Duellen gegen den TSV Havelse, Rot-Weiss Essen und den TSV 1860 her.

Platz 5: Hansa Rostock (60 Punkte)

Auch beim FC Hansa Rostock hängt der Haussegen schief. Nachdem die Kogge zuerst bei Schlusslicht Schweinfurt 05 Punkte liegen ließ, schockte Jahn Regensburg in der Woche darauf das Ostseestadion mit einem 5:2-Sieg in Rostock.

Nun könnte am Wochenende alles für Hansa vorbei sein, wenn sie bei der formstarken Alemannia verlieren und die Konkurrenz sich keine Blöße gibt, dann ist der Relegationsplatz schon zwei Spieltage vor Saisonende futsch.

Da helfen dann auch die beiden abschließenden Spiele gegen den VfB Stuttgart II und beim 1. FC Saarbrücken nicht mehr.

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Platz 4: MSV Duisburg (63 Punkte)

Den kuscheligsten Platz im Aufstiegsrennen hat der MSV Duisburg. Die Duisburger sind noch ohne Heimniederlage und sind in diesem Jahr der beste Aufstieger. In der 3. Liga ist es ja beinahe schon Usus, dass ein Neuling um den Aufstieg mitspielt.

Zwar haben die Duisburger ein packendes Spiel am Aachener Tivoli in der vergangenen Woche verloren, dennoch gab es davor drei Siege am Stück. Die Mannschaft von Dietmar Hirsch ist also in jedem Fall aufstiegsreif.

An diesem Spieltag kommt es zum Topspiel gegen den FC Energie Cottbus in der heimischen Arena. Mit einem Sieg wäre der Meidericher SV wieder ganz vorne mit dabei.

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Platz 3: Rot-Weiss Essen (64 Punkte)

Der ungeliebte Rivale aus Essen hat zwar eine leicht bessere Ausgangsposition, musste jedoch am vergangenen Wochenende ebenfalls einen Nackenschlag hinnehmen. Trotz Führung verlor RWE mit 1:2 gegen Saarbrücken, die lange Abstiegskandidat waren. Damit mussten die Essener den direkten Aufstiegsplatz an Cottbus abgeben.

Das emotionale Publikum an der Hafenstraße sehnt sich, teils energisch, nach der 2. Liga. Nach dem Spiel gegen Saarbrücken gab es trotz der immer noch hervorragenden Ausgangslage einzelne Pfiffe. Es war bereits die zweite Niederlage in Serie für RWE. Das Restprogramm bestehend aus Stuttgart, Verl und dem zu dem Zeitpunkt wohl bereits abgestiegenen SSV Ulm ist allerdings machbar.

Platz 2: FC Energie Cottbus (66 Punkte)

Es war eine absolute Energieleistung von Energie Cottbus gegen Essen am 34. Spieltag. Trotz 1:3-Rückstand drehte Energie das Spiel dank seines Topscorers Tolcay Cigerci noch und gewann mit 5:3. Es war der Katalysator für den Endspurt, in dem danach noch Viktoria Köln trotz ein paar Schreckmomenten mit 2:0 geschlagen wurde.

Am kommenden Spieltag könnte Cottbus den Aufstieg mit einem Auswärtssieg beim MSV Duisburg quasi schon fix machen und sich eines Konkurrenten vollständig entledigen. Die Mannschaft von Claus-Dieter Wollitz hat einen Lauf und neben Cigerci noch Erik Engelhardt als zweitbesten Torjäger der Liga mit 21 Treffern.

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Platz 1: VfL Osnabrück (73 Punkte)

Nicht mehr aufzuhalten sein dürfte der VfL Osnabrück. Der Ligaprimus ist die beste Rückrundenmannschaft und rennt von Sieg zu Sieg. Zehn der letzten elf Spiele gewann der VfL, einzig beim direkten Konkurrenten aus Duisburg gab es eine denkbar knappe Niederlage (0:1).

Den Relegationsplatz haben die Lila-Weißen schon sicher, aber auch der Vorsprung auf Platz drei liegt bei nur noch drei zu spielenden Partien bei neun Punkten. Heißt im Klartext: Ein Punkt auswärts beim SV Wehen Wiesbaden und der VfL Osnabrück ist zurück in der 2. Liga.

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